Glimmender Stern am Singer-Songwriter Firmament: Miles Benjamin Anthony Robinson
Songwriter gibt es wie Sand am Meer. Und manchmal sticht eines dieser Sandkörner richtig ins Auge. Bereits der Oberbegriff des Songwriters ist so schwammig wie das Bindegewebe einer Unterschichtenfrau jenseits der Fünfziger.
Liedermacher jaulen und jammern über existentielle Fragen, pendeln zwischen schwerer Depression und Melancholie, oder aber beschäftigen sich mit der Liebe und den Schattierungen der daraus resultierenden Gemütsverfassung. Manch einer ist auch gesellschaftlichen und politischen Motiven verhaftet und interpretiert die Internationale neu. Andere Songwriter wiederum erzählen einfach nur Geschichten – mit kraftstrotzender Poesie gespickt, bilden ab – ohne gleich Gott und die Welt auszubaldowern.
Engen wir die Definition des Songwriters ein, lassen wir Hinz und Kunz, welche ein paar Texte mit Noten versehen, außen vor. Kümmern wir uns um jene, die dann noch Gitarre oder Klavier zur Hand nehmen und singen. Verständigen wir uns also, dass sich in diesem Eintrag alles um den Singer-Songwriter dreht. Vorzeigeexemplare wären wohl Bob Dylan, Tom Waits oder auch Joni Mitchell.
Dylan, weil er mit seiner thematischen Bandbreite (von Hurricane und Talkin’ John Birch Paranoid Blues bis hin zu Sara) zu allem seinen wohlschmeckenden Senf hinzugeben kann, Waits, da er den Alltag in der Gosse wuchtig und zärtlich malt, und selbstverständlich auch Mitchell, die endgültig bewiesen hat, dass Frauen neben Erbauungszwecken für das männliche Geschlecht durchaus auch für intelligente Beobachtungen nützlich sind.
Ein Songwriter-Dasein lässt sich eben nicht auf Betroffenheitslyrik mit ungelenkem Gesang und Klampfe in der Hand eindampfen. Obwohl dies in deutschen Gefilden wohl hauptsächliches Erkennungsmerkmal scheint. Songwriter schaffen Relevanz, stellen Ansprüche, klotzen keine hitparadentauglichen Liedchen hin – und langweilen uns Hörer im Idealfall auch nicht!
Selten glimmt ein neuer Songwriter-Stern auf, der oben ausgeführte Kriterien annähernd erfüllt. Und derzeit haben wir die Chance solch einem kommenden Star bei den ersten Schritten zuzusehen. Das Einprägen seines Namens ist ein besseres Gehirnjogging, als es Doktor Kawajima je zu leisten vermag. Es handelt sich um Miles Benjamin Anthony Robinson.
Seine Karriere beginnt da, wo die anderer Songwriter endeten: Im Drogensumpf. Irgendwie hat er noch rechtzeitig den Absprung geschafft. Eine ausführliche Biografie und CD Besprechung bietet Plattentest.de.
Direkt vom Label Say Hey Records kommt die folgende Mp3 (Rechtsklick/ Ziel speichern).
Links: Say Hey Records, Myspace
SomeVapourTrails


doofe und ziemlich frauenfeindliche Besprechung
frauenfeindlich???? fragt sich gerade DifferentStars (sehr weiblich)…
Doof find ich ehrlich gesagt den schlimmeren Vorwurf. Es wird an der Zeit, dass sich das Niveau der Leser allmählich dem zugegeben hohen Level der Rezensenten annähert…
SomeVapourTrails
[...] Januar stellte euch SomeVapourTrails Miles Benjamin Anthony Robinson als glimmenden Stern am Singer-Songwriter Firmament vor. Via RCRD.LBL gibt’s jetzt vom Album Summer of Fear einen weiteren kostenlosen [...]
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