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I hate it when people say we’re Portishead. We’re actually The Beatles.

12 Januar 2009 2 Kommentare

Portishead gehören zu meinen absoluten Lieblingsbands und auch The Temple Cloud Country Club sind dabei, die vorderen Plätze meiner persönlichen Charts zu erklimmen. Schmunzeln musste ich dann aber doch, als ich auf der englischen Wikipedia-Seite von Portishead folgendes las:

“It is heavily rumoured in January 09 that Barrow and Utley are the artists behind The Temple Cloud Country Club, a band also named after a location in Somerset.”

(Quelle: Wikipedia)

Immerhin, so durfte Dean Frances-Hawksley das erste Dementi der Bandgeschichte abgeben:

“I hate it when people say we’re Portishead. We’re actually The Beatles.”

Die Briten sind uns nun mal in zwei Dingen weit voraus: Gute Musik und Humor! Man könnte  zu diesem Gerücht fast sagen: Viel Lärm um Nichts. Die Musik von The Temple Cloud Country Club ist allerdings alles andere als Lärm und When We Were Invented eines der Alben 2009, das ich mit Spannung erwarte. Ein zauberhafter Trip wartet auch auf die Besucher der offiziellen Homepage: http://www.templecloudcountryclub.co.uk/.

Glauben sollte man sowieso nicht alles, was auf Wikipedia steht – die Inhalte der Enzyklopädie sind User generiert. Diese können irren und manche machen sich einfach einen Spass daraus, Unsinn zu verbreiten.

Für Portishead gehalten zu werden, fand Sänger Dean dann im ersten Moment auch bestechend:

Barrow and Utley – how intriguing. Which one am I, I wonder? -Dean

Die Beatles waren ihm dann doch lieber ;-)

The Temple Cloud Country Club ist (so die Informationen aus erster Hand), das Projekt von Dean Frances-Hawksley und Andy J Suttie. Beide arbeiten via Internet miteinander da Dean in der Türkei und Andy in England lebt. Dean beschreibt den Prozess so:

I write the songs and sing them here in Turkey, with a simple acoustic guitar backing, then I send the files to England where Suttie arranges them, adds loads of instruments, and produces them. He then sends them back to me, I moan and quibble about tiny things, send them back to him, he changes a few things, sends them back to me etc etc.
It’s an unusual way to work but it’s produced some really nice – and unexpected – results. Basically, I do my version then Suttie does his. This means that often the song that I’ve written comes back sounding very different indeed, with instruments and rhythms I would never have imagined.
It keeps things very fresh and sponteneous, even though it’s not the conventional situation of musicians in a rehearsal room jamming and working things out.

Übersetzung:

Ich schreibe die Songs hier in der Türkei und singe sie begleitet auf einer einfachen akustischen Gitarre ein. Dann sende ich die Files nach England, dort erarbeitet Suttie das Arrangement, fügt viele Instrumente hinzu und produziet die Songs. Er sendet sie dann zurück an mich, ich maule und beiße mich an Kleinigkeiten fest. Schicke sie dann zurück an ihn, er ändert ein paar Dinge und schickt sie zurück an micht etc etc.

Es ist ein ungewöhnlicher Weg zu arbeiten, aber es entstehen sehr schöne, unerwartete Ergebnisse. Grundsätzlich mache ich meine Version und Suttie seine. Das heißt sehr oft, dass ein Lied das ich geschrieben habe, zurück kommt und völlig anders klingt, mit Instrumenten und Rhythmen, die ich nie erwartet hätte.

Es sorgt dafür, dass die Dinge frisch und spontan entstehen, obwohl’s nicht der übliche Situation ist von Musikern in einem Proberaum,  die  jammen und Sachen ausarbeiten, entspricht.

Links: Myspace, Last.Fm

DifferentStars

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2 Kommentare »

  • Peter said:

    Ein sehr gut und interessant geschriebener Artikel, der mich veranlasst, es mit TCCC noch einmal zu versuchen. Beim ersten Höreindruck vor einiger Zeit fand ich sie eher langweilig. Nun werde ich sie mir demnächst mit Schlummertrunk und in eine Kuscheldecke gehüllt, zu Gemüte führen.

  • Kann man sich in Musik verlieben? Ja und zwar total! | Lie In The Sound said:

    [...] Die ursprüngliche Vision der beiden war es, ein Projekt mit vielen Musikern aus aller Welt zu starten, die gemeinsam die  neuen Möglichkeiten des Internets auschöpfen. Die  Briten waren sich dann jedoch zu zweit, kreative Reibung und Schöpfungskraft genug Mehr über die Hintergründe der Produktion erzählt Dean hier. [...]

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