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Artikel in der Alben 2009 Kategorie

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[5 Okt 2009 | 2 Kommentare | ]
Musikalischer Quartalsbericht 2009 (III) Löchriger als Schweizer Käse präsentierte sich zunächst das diesjährige musikalische Sommerloch. Der Überfluss des ersten Halbjahres verebbte schlagartig und wich einer kahlen Leere. Nur eine Handvoll Alben vermochten diesen tiefen Fall aus wohlklingender Fülle ein wenig abzufedern. Und genau diesen Rettungsankern, die uns vor den Sturz ins Nichts bewahrten, wollen wir in der Rückschau eine Lobhudelei angedeihen lassen. An prominenter Stelle seien die Soulsavers auf ein funkelndes Podest gestellt. Broken vermochte mit genialer Düsterkeit zu becircen und mit dem Lied You Will Miss Me When I Burn eine balladeske Heldentat …

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[4 Okt 2009 | 4 Kommentare | ]
Bashing Athlete’s Black Swan??? Auf meiner Watch-Liste für Oktober standen Athlete ganz weit oben. Mit ihren 3 Alben Vehicles & Animals, Tourist und Beyond the Neighbourhood haben sie sehr feinen intelligenten Gitarren-Pop vorgelegt, wurden von den Kritikern mit Lob überschüttet und prägten das Genre Indie mit. Ebenso wie Coldplay, die natürlich lange schon nicht mehr Indie sind. Eben dank dieser Nähe scheinen sie jetzt zum Abschuss freigegeben, für die, die sie einst mit auf den Indie-Thron hievten. Ist Black Swan wirklich so schlecht – oder Athlete nur in Phase 3 der Presse-Dramaturgie “Hochjubeln, Abfeiern, Abschießen” …

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[4 Okt 2009 | Kein Kommentar | ]
Gott Retro und ne beschwingte Opfergabe – Dublex Inc. Die Geschichte des Souls ist eine voller Missverständnisse. Inbrüstiges, ohrenbetäubendes Gehopse über mehrere Oktaven, wie man es heutzutage von weiblichen Interpretin immer wieder hört, ist lediglich eine – zugegeben nervtötende – Spielart unter vielen. Wenn freilich vier Stuttgarter Produzenten & DJs ihr neuestes Werk als Soul-Album tituliert wissen wollen, dann schrillen bei mir doch die Alarmglocken und mein Riechkolben schnuppert im Geiste bereits den miefigen Trash-Faktor. Doch Fehlalarm! Dublex Inc. nennt sich die Formation, Phoenix das Album und das Ergebnis ist eine ansehnliche, kurzweilige, gut zusammengeschnipselte Mischung gefälliger Clubsounds, die …

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[3 Okt 2009 | 3 Kommentare | ]
Hol den Whiskey, meine Seele brennt! – Eamon McGrath Ich versuche mich angesichts des Titels der vorliegenden Scheibe in eine nüchterne Betrachtung zu flüchten. 13 Songs Of Whiskey And Light nennt sich das am 9. Oktober in Deutschland erscheinende Album des im kanadischen Edmonton beheimateten Songwriters Eamon McGrath. Und obzwar den werten Herren hierzulande wohl nur Genre-Fetischisten kennen, handelt es sich bei besagter Platte um ein Zusammenstellung der Höhepunkte seines bisherigen Schaffens. Aus über 20 im Home-Recording-Verfahren aufgenommenen CDs wurden die besten Tropfen herausdestilliert und vom Label White Whale Records einer weltweiten Veröffentlichung preisgegeben. Was bleibt ist blankes Staunen …

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[2 Okt 2009 | 2 Kommentare | ]
Gepflegte Langeweile: Bad Lieutenant – Never Cry Another Tear Würd’ ich eine musikalische Landkarte mit meinen Lieblingsbands/ Sängern erstellen, kaum eine Stadt hätte so viele Treffer wie Manchester (und Umgebung Greater Manchester, für alles, die es ganz genau nehmen): Richard Ashcroft, Doves, The Verve, James… um nur einige bzw. die Wichtigsten zu nennen Irgendwo zwischen Madchester, New Wave und Britpop bin ich in meiner Jugend musikalisch geprägt worden. Eines der meist gehass-liebten Lieder wird immer Love Will Tear Us Apart von Joy Division (Youtube) bleiben. Geliebt ob der Grandiosität, gehasst wegen den Erinnerungen, die daran kleben. Klar, dass ich da …

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[1 Okt 2009 | Kein Kommentar | ]
Somnambule Klänge von der Insel: The Sons – “Visiting Hours” Vor 2 Wochen meldete sich das kleine deutsche Label popup-records bei uns und SomeVapourTrails fand sofort etwas, dass er gleich mit dem Prädikat “für dich” auszeichnete. Das ist jetzt nicht unbedingt immer als Lob gemeint, seinerseits. Soll soviel heißen wie “Electropop oder Britpop… oder so was ähnliches… so Zeugs halt, das DifferentStars“. The Sons waren dann auch sehr was für mich, ich mochte kaum glauben, dass ich dieses famose Stück Indie-Rock bisher übersehen überhört hatte. Das Debüt-Album wurde schon im Februar veröffentlicht. Kein Grund jedoch nicht trotzdem noch darüber zu …

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[29 Sep 2009 | 4 Kommentare | ]
Musik süß-sauer – Mil Santos Die Babylonische Sprachverwirrung grüßt nett! Schmachtendes Spanisch trifft auf Sprechgesanglichkeit in englischer oder deutscher Sprache, Latino-Rhythmen auf Hip-Hop. Solch krude Mischung darf als extravagante Ambition scheitern – oder aber einen von einzigartigem Flair getragenen Sound ergeben. Und tatsächlich bereitet der unter dem Künstlernamen Mil Santos in Berlin werkenden kolumbianische Musiker Mauro mit der EP Creo ein Hors d’œuvre, dass Lust auf zukünftige Gaumenfreuden schafft. Was die Ingredienzien betrifft, dürfte dieser Stil in eben jener Ausprägung in singulärer Art vor sich hinköcheln und in keiner anderen Küche zu beschnuppern sein. Diese …

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[26 Sep 2009 | 3 Kommentare | ]
Ohne Tatü-Tata, vielmehr extraordinär – I Might Be Wrong Klartexten wir mit flottem Gekritzel des Kulis: Eine in Berlin werkende Band spuckt Indie-Töne, die keine nervöse Angestrengtheit, aber auch nicht das Brackwasser des Charts-Erfolgs gurgeln. Fünf junge Leute legen sich ins Zeug, machen nichts falsch und haben mit Sängerin Lisa von Billerbeck auch einen stimmlichen und burschikos bildlichen Blickfang im Talon. Dass die Truppe englischen Texten huldigt, führt nie zu inhaltsarmem Rumgedruckse oder Leerlauf. Diese Aspekte zusammen lassen I Might Be Wrong spätestens beim zweiten Wimpernschlag zu einer musikalischen Wuchtbrumme werden und unendlich viel Sympathiepunkte hamstern. Das soeben erschienene Album …

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[23 Sep 2009 | Kein Kommentar | ]
Scratch mir deine schokoladigste aller Schokoladenseiten – Kid Koala und The Slew Kid Koala holzfällert sich nicht einfach hemdsärmelig durch Sounds, er schnippt Scratches auf den Plattenspieler in einer ausgefeilt melodischen Manier, die gleichsam singulär wie süchtig machend einem gesamten Genre die liebliche Fratze höchster Virtuosität  entgegen bleckt. Kid Koala ist weder Turntablism-Guru noch DJ, in aller erster Berufung ist er ein Hort kreativer Magie. Niemals absehbar, mit exzentrischer Schräge und Humor gesegnet, von wuchtiger Dynamik beseelt – dergestalt enthusiasmierte der Kanadier bereits auf den Vorgängeralben Carpal Tunnel Syndrome (2000), Some of My Best Friends are DJs (2003), Your Mom’s Favorite DJ …

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[19 Sep 2009 | Kein Kommentar | ]
Voicst –  A Tale Of Two Devils Frischer Indie-Rock aus den musikalisch sonst eher verschlafenen Niederlanden – wer hätte das gedacht. Ich nicht. Holländer sind doch die, die manchmal gegen uns im Fußball gewinnen – wild in orange vor den Fernsehkameras hüpfen und gegen die Engländer verlieren – musikalisch allemal. Nach mehrmaligem Hören ihres Deutschland-Debüts A Tale Of Two Devils muss ich da mein Weltbild mal zurecht rücken. Der Platte ist nur ein Vorwurf zu machen: Der schwächste Song wurde als Single ausgekoppelt, lässt zwar Talent ahnen, nervt aber irgendwie auch. Ganz anders da der Titelsong Two Devils. …
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