
Berlin wirkt ekstatisch. Ein wunderbares Aufputschmittel, dem irgendwann auch Ernüchterung folgt. In den besonderen Momenten, an denen es in Kreuzberg wahrlich nicht mangelt, die jedoch Marzahn nie erfahren wird, umarmen sich Chaos und Tristesse, Multikulti-Karma mit verkommener Hipness sowie verlockende Fremdartigkeit mit Befremdung. Weltgewandter als Berlin ist Deutschland nirgendwo, allerdings auch an keinem Ort derart zwischen arm und reich zerklüftet. Kurzum präsentiert sich Berlin als befruchtendende Stadt, die Künstlern zuhauf mit Bildern und Vibes versorgt. So auch den Argentinier Federico Aubele, dessen jüngstes Album den Titel Berlin 13 trägt. In …