
Viele Singer-Songwriterinnen sind kleine Prinzessinnen, die eine Schnute ziehen, so als wäre ihnen das blümchenbemusterte Lieblingskleid vom Leib gerissen worden. Andere Songschreiberinnen geben die verhuschte wie bebrillte graue Maus, welche es kaum wagt, ihre Nasenspitze aus dem Mauseloch zu stecken, lieber im stillen Kämmerlein vor sich hin träumt. Weiters exisitieren auch noch Sängerinnen mit vor Weltschmerz verquollenen Augen. Ich schätze sie alle, speziell jedoch solche, die mit spartanischer Knochigkeit ans Werk schreiten, einer drei Gräber tiefen Ernsthaftigkeit frönen. Die in Äthiopien geborene und in Finnland sozialisierte Liedermacherin Mirel Wagner verdichtet …