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Artikel in der Marketing Kategorie

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[27 Feb 2010 | Ein Kommentar | ]
Öffentlich-rechtliche Drecksarbeit Man wird der Sorgenfalten nicht müde, wenn man die jüngsten Kampagnen gegen das Prinzip des öffentlich-rechtlichen Rundfunks so verfolgt. Ob nun in Großbritannien, wo die BBC vermutlich die Jugendschiene zurückfahren wird, 2 Radiostationen einstellt und das Online-Angebot drastisch reduziert, oder in Deutschland, wo die großen Verlage gegen eine kleine, kostenlose Tagesschau-App Sturm laufen. Während auf der Insel der wahrscheinliche politische Machtwechsel seine Schatten voraus wirft, die Tories der BBC bereits Einschnitte angekündigt haben und Medienzar Rupert Murdoch eine Schwächung der BBC als Stärkung der eigenen Position versteht, stoßen sich in …

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[23 Feb 2010 | Kein Kommentar | ]
Sellaband meldet Insolvenz an Traurige Nachrichten fürs musikalische Grassroot Movement, laut prefix hat Sellaband in Amsterdam Insolvenz angemeldet. Die Seite ist seit einigen Tagen nicht mehr online. Das Modell setzte auf “fanbased” Finanzierungsmodelle, bei denen Fans vorab Anteile kaufen um die Produktion und Marketing des Albums vorzufinanzieren und den Künstlern so die Unabhängigkeit von großen Labels zu ermöglichen. In Deutschland hatte 2009 die Band Angelika Express mit einem ähnlichen Modell, der Aktie Angelika großen Erfolg. Im Oktober des vergangenen Jahres konnte Sellaband mit Public Enemy den ersten großen Act für ihre Idee gewinnen. Public Enemy gelten …

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[15 Feb 2010 | 7 Kommentare | ]
Der Wahrheit und die Airplay-Charts Foto Quelle: Wikimedia Ein Blog, das ich hier und da schon empfohlen haben, nennt sich Der Wahrheit in die Musikbusiness, dahinter steckt ein anonymer Musiker, der nach eigenen Angaben, mit seiner Band “eine CD im Laden, einen Song im Radio, Auftritte im TV, Gigs vor bis zu 10.000 Leuten, einen Major-Label Deal” hatte und resümiert: “es war (oft genug) die Hölle. Ich bin in diesen zwei Jahren 10 Jahre gealtert. Dieses Blog soll aufzeigen, wie es wirklich ist. Die guten sowie die schlechten Seiten der Industrie” Sein neuster Beitrag “Du zuerst!” beschäftigt …

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[8 Feb 2010 | Ein Kommentar | ]
DSDS und der umgedrehte Spieß Wer DSDS gewinnt, der hat schon verloren, nicht nur Selbstachtung und künstlerische Freiheit, meist auch finanziell. Spätestens seit der Veröffentlichung des Buches „Sex, Drugs und Castingshows“ von Markus Grimm und Martin Kesici, das im Anhang Originalverträge von Castingshow-Gewinnern bereit hält, ist eines klar: Reich wird man so nicht, berühmt auch so eher auf der Ebene eines B-Promis, auf den dann alle einhauen können, noch der allerkleinste Fauxpas zur Bild-Schlagzeile hochgepusht wird. Vertiefende Einblicke findet  ihr hier und hier. Was genau in solchen Verträgen steht, wird auch sehr deutlich auf myoon …

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[24 Jan 2010 | Ein Kommentar | ]
Die Waschzettel-Affäre – Die Zeit und das Augenscheinliche Wenn ich während des Morgenkaffees die Überschriften der mehr als 70 in meinem Newsreader geführten Fachmagazine, Blogs und Zeitungsrubriken hinsichtlich musikalischer Verlautbarungen abgrase, gehört Die Zeit bei aller prinzipiellen Wertschätzung nicht zu diesem erlauchten Kreis. Daher brauchte es auch eine gewisse Zeit, ehe die Kritik an Musikpromotion und -journalismus nun doch den Weg in meine Kaschemme fand. Und so ganz will sich mir auch nach wiederholter Lektüre zweier Artikel die zwingende Schlüssigkeit der Kritikpunkte nicht darstellen, dazu hagelt es zu zahlreich olle Kamellen. Die Chose begann vor mehr als einer Woche …

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[15 Jan 2010 | 9 Kommentare | ]
Die großen Nullen – Spiel mir das Lied vom Kot Nachdem das Haltbarkeitsdatum des Jahrzehnts überschritten und eine frisch gebackene Dekade pfirsichhäutig erwächst, darf man getrost das Kind mit dem Bade ausschütten. Das Vermächtnis der abgelaufenen Dekade besteht in geringem Umfang aus epochalen kompositorischen Glanztaten, der eigentliche Furor manifestierte sich in iPods, der Unendlichkeit des Webs, dekatenten und vom Filesharing gebeutelten Plattenfirmen sowie einer karnickelhaften Vermehrung von Castingshows. Nehmen wir die malträtierten Moloche zuerst ins Visier. Wenn sich eine ganze Branche nur noch in smarten Marketingfeldzügen ergeht und die jahrelang gewieft praktizierte Ausbeutung der Konsumenten zu perfektionieren sucht, wenn lediglich diese …

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[7 Jan 2010 | 6 Kommentare | ]
Panschende Blutsauger – Vampire Weekend Während manch Veröffentlichungen in den Redaktionsstuben der Fachpresse rumgereicht werden wie sonst nur das Koks auf Veranstaltungen der werbetreibenden Industrie, fristen viele Alben ein Dasein stiefmütterlichster Behandlung. Den aus heimeligen Wohnzimmern bloggenden Männern mit Mittzwanziger-Backenbart und hipper Brille und den Vertreterinnen des weiblichen Geschlechts, die gerne Groupies wären, aber aus Eitelkeit heraus doch lieber die intelligente Powertussi geben, fällt auch nie ein Zacken aus der Krone, die neuste angesagte Indie-Rock-Band hochleben zu lassen. Was cool ist, muss man cool finden, sonst bliebe Mann und Frau so richtig uncool außen vor. Doch …

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[25 Dez 2009 | 4 Kommentare | ]
Die großen Nullen – Auf den Spuren einer Indie-Musik-Verschwörung Das Ende des Jahres, ja mehr noch der Dekade, dämmert zum Greifen nah am Horizont heran und rundum sammeln sich die hippen Musikkritiker aller Länder gleich Zombies und werfen einen letzten glubschäugigen Blick zurück auf dahinsiechende, modrige Zeiten. Was haben sich die Herren und Damen Finger um Finger wund getippt, um denjenigen, die sich erfolgreich gegen das tückische Castingshow-Virus und den Glitter-Flitter-Mumpitz einer Beyoncé Knowles zu wappnen wussten, mit dem als Hochkultur getarnten Prädikat Indie zu täuschen und erst recht in eine Misere zu stürzen. Denn Hand aufs Hirn, nicht alles, …

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[13 Dez 2009 | Ein Kommentar | ]
Gib den Affen Zucker! – Helgi Hrafn Jónssons unwiderstehliches Angebot an Fans Bei all den angestrengten Überlegungen, wie Musiker finanziellen Nutzen und eine damit verbundene Existenzsicherung aus ihrem Tun zu schöpfen vermögen, wird das Hauptaugenmerk meist auf ein Erschließen neuer Hörerkreise gelegt. Auf Teufel komm raus exerzieren gerade im Internet – man nehme MySpace als Beispiel – viele Newcomer klägliche Versuche vor, Gott und der Welt ihre Lieder schmackhaft zu machen. Und so unabdingbar der Aufbau einer Fanbase auch ist, bedeutet dies jedoch für den Künstler auch eine Verpflichtung. Sobald die kritische Masse an Liebhaber erreicht scheint, muss das vorrangige Ziel nicht …

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[20 Nov 2009 | Ein Kommentar | ]
Die Penetration von Paid Content – Ein Ausblick Viel Tinte wurde in den letzten Wochen über die Pläne eines Rupert Murdoch verloren und manch Schreiberling mag sie als Altherrenfantasien behandeln, doch eigentlich wirft das Gemunkle wegweisende Fragen auf, die man eben nicht auf die Raffgier eines Medienmoguls reduzieren darf. Murdochs Wunsch nach Exklusivität seiner Inhalte und die damit verbundene Kampfansage an Google, welches diesen Content bislang listete, birgt mehr als lediglich Theaterdonner. Und die Spekulationen, wonach das freie Streaming auf MySpace bald einem kostenpflichtigen Modell weichen könne, stellen nicht einfach den Abgesang auf eine aus der Mode gekommene …