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Artikel in der Marketing Kategorie

Alben 2010, Featured, Marketing »

[21 Nov 2010 | 5 Kommentare | ]
Die Limited-Deluxe-Extended-Verarsche Ehe meine Finger nun über die Tastatur scharwenzeln, habe ich mir eine Tüte geschnappt und all die unschön-herben Schimpfwörter, die mir zu diesem Thema so in den Sinn fallen, hineingewispert. Hernach hab ich sie zugebunden, auf dass nun ja keine unfeinen Ausdrücke entfleuchen, sich in diesen Beitrag einschmuggeln. Eigentlich könnte mein eloquenter Ärger jeden Bierkutscher vor Scham erblassen lassen. Derart gereizt überpinselt Zornesröte meine sonst gepflegte Blässe. Freilich geben Philosophierereien über das Album als Gesamtkunstwerk, bei dem einzelne Lieder als Mosaiksteinchen fungieren, ein clever durchkomponiertes Ganzes ausformen, keinen besonderen Anlass, …

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[11 Jun 2010 | Kein Kommentar | ]
Ich könnte mich mit natürlicher Selektion viel leichter anfreunden, wenn die Fitness derer, die sich letztlich durchsetzen, nicht oft mit ihrer Bereitschaft zur Skrupellosigkeit korrespondieren würde. Das gilt natürlich auch für die Musikbranche. Dass sich dort die Marionetten und deren garstige Strippenzieher als einzig fixe Konstante etabliert haben, liegt jedoch letztlich am für Manipulation und Schmierentheater empfänglichen Publikum. Die breite Masse präferiert das Spektaktel, nicht die Qualität. Und eben weil wir bevorzugen, was wir bevorzugen, trennt sich Spreu vom Weizen, machen wir uns über die Spreu her. Unsere Mägen verzehren …

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[26 Apr 2010 | 2 Kommentare | ]
Das Ende der Freiheit über den Wolken Foto: wikimedia commons Nein – alle, die jetzt glauben, ich schrieb einen weiteren überflüssigen Post über die Luftraumsperre auf Grund des Asche hustenden Eyjafjallajökull, der irrt. Letztlich hat das Geschehen nur eines gezeigt: Auch ohne Flugzeuge bricht unser Leben nicht zusammen – selbst der von Lufthansa anvisierte Blumennotstand traf nicht ein. Dieser Blogbeitrag handelt ein wenig von der Freiheit bzw. dem Freiheitsdrang mancher Bürger, die ein Zeichen setzen wollten und die einst anarchistischen Happenings genannt Flashmob ins Leben riefen. Genauso wie mit Geheimtipps in Reiseführern fremder Länder, verhält es sich jedoch …

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[7 Apr 2010 | Ein Kommentar | ]
Die normative Instanz als Tätärätätä Nun gut, dass unselige Kreaturen in Form von Krawatten tragenden Managern großer Plattenlabels keine musikalische Hochkultur auf ihrer Profitmaximierungs-To-do-Liste vermerkt haben, lässt sich leider nachvollziehen. Man investiert lieber in Durchschnittlichkeit kaschierende Perücken, die der manipulierbaren Masse mit Glitter, Glamour und Bombast den letzten Cent aus der Tasche ziehen. Und so scheint es viel zu simpel, das Gros der kunstresistenten Konsumenten sowie die Möchtegernsänger als Marionetten geldgeiler Kapitalismusfratzen für die Misere verantwortlich zu machen. Eigentlich läge es in der Zuständigkeit des Musikjournalismus und des gehobenen Feuilletons als normative Instanz den musikalischen Verpuffungen …

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[27 Feb 2010 | Ein Kommentar | ]
Öffentlich-rechtliche Drecksarbeit Man wird der Sorgenfalten nicht müde, wenn man die jüngsten Kampagnen gegen das Prinzip des öffentlich-rechtlichen Rundfunks so verfolgt. Ob nun in Großbritannien, wo die BBC vermutlich die Jugendschiene zurückfahren wird, 2 Radiostationen einstellt und das Online-Angebot drastisch reduziert, oder in Deutschland, wo die großen Verlage gegen eine kleine, kostenlose Tagesschau-App Sturm laufen. Während auf der Insel der wahrscheinliche politische Machtwechsel seine Schatten voraus wirft, die Tories der BBC bereits Einschnitte angekündigt haben und Medienzar Rupert Murdoch eine Schwächung der BBC als Stärkung der eigenen Position versteht, stoßen sich in …

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[23 Feb 2010 | 2 Kommentare | ]
Sellaband meldet Insolvenz an Traurige Nachrichten fürs musikalische Grassroot Movement, laut prefix hat Sellaband in Amsterdam Insolvenz angemeldet. Die Seite ist seit einigen Tagen nicht mehr online. Das Modell setzte auf “fanbased” Finanzierungsmodelle, bei denen Fans vorab Anteile kaufen um die Produktion und Marketing des Albums vorzufinanzieren und den Künstlern so die Unabhängigkeit von großen Labels zu ermöglichen. In Deutschland hatte 2009 die Band Angelika Express mit einem ähnlichen Modell, der Aktie Angelika großen Erfolg. Im Oktober des vergangenen Jahres konnte Sellaband mit Public Enemy den ersten großen Act für ihre Idee gewinnen. Public Enemy gelten …

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[15 Feb 2010 | 7 Kommentare | ]
Der Wahrheit und die Airplay-Charts Foto Quelle: Wikimedia Ein Blog, das ich hier und da schon empfohlen haben, nennt sich Der Wahrheit in die Musikbusiness, dahinter steckt ein anonymer Musiker, der nach eigenen Angaben, mit seiner Band “eine CD im Laden, einen Song im Radio, Auftritte im TV, Gigs vor bis zu 10.000 Leuten, einen Major-Label Deal” hatte und resümiert: “es war (oft genug) die Hölle. Ich bin in diesen zwei Jahren 10 Jahre gealtert. Dieses Blog soll aufzeigen, wie es wirklich ist. Die guten sowie die schlechten Seiten der Industrie” Sein neuster Beitrag “Du zuerst!” beschäftigt …

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[8 Feb 2010 | Ein Kommentar | ]
DSDS und der umgedrehte Spieß Wer DSDS gewinnt, der hat schon verloren, nicht nur Selbstachtung und künstlerische Freiheit, meist auch finanziell. Spätestens seit der Veröffentlichung des Buches „Sex, Drugs und Castingshows“ von Markus Grimm und Martin Kesici, das im Anhang Originalverträge von Castingshow-Gewinnern bereit hält, ist eines klar: Reich wird man so nicht, berühmt auch so eher auf der Ebene eines B-Promis, auf den dann alle einhauen können, noch der allerkleinste Fauxpas zur Bild-Schlagzeile hochgepusht wird. Vertiefende Einblicke findet  ihr hier und hier. Was genau in solchen Verträgen steht, wird auch sehr deutlich auf myoon …

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[24 Jan 2010 | Ein Kommentar | ]
Die Waschzettel-Affäre – Die Zeit und das Augenscheinliche Wenn ich während des Morgenkaffees die Überschriften der mehr als 70 in meinem Newsreader geführten Fachmagazine, Blogs und Zeitungsrubriken hinsichtlich musikalischer Verlautbarungen abgrase, gehört Die Zeit bei aller prinzipiellen Wertschätzung nicht zu diesem erlauchten Kreis. Daher brauchte es auch eine gewisse Zeit, ehe die Kritik an Musikpromotion und -journalismus nun doch den Weg in meine Kaschemme fand. Und so ganz will sich mir auch nach wiederholter Lektüre zweier Artikel die zwingende Schlüssigkeit der Kritikpunkte nicht darstellen, dazu hagelt es zu zahlreich olle Kamellen. Die Chose begann vor mehr als einer Woche …

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[15 Jan 2010 | 9 Kommentare | ]
Die großen Nullen – Spiel mir das Lied vom Kot Nachdem das Haltbarkeitsdatum des Jahrzehnts überschritten und eine frisch gebackene Dekade pfirsichhäutig erwächst, darf man getrost das Kind mit dem Bade ausschütten. Das Vermächtnis der abgelaufenen Dekade besteht in geringem Umfang aus epochalen kompositorischen Glanztaten, der eigentliche Furor manifestierte sich in iPods, der Unendlichkeit des Webs, dekatenten und vom Filesharing gebeutelten Plattenfirmen sowie einer karnickelhaften Vermehrung von Castingshows. Nehmen wir die malträtierten Moloche zuerst ins Visier. Wenn sich eine ganze Branche nur noch in smarten Marketingfeldzügen ergeht und die jahrelang gewieft praktizierte Ausbeutung der Konsumenten zu perfektionieren sucht, wenn lediglich diese …
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