Grey’s Anatomy Soundtrack: Folge 1014 Heimlichtuereien (Streams + Mp3s)

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Episode 10×14

“Heimlichtuereien”

OT: “You’ve Got to Hide Your Love Away”

 

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Uhm, oh,…. von mir gibt’s heute leider keine Lobesworte über den Soundtrack. Don’t You Forget About Me von den Simple Minds war für mich die Hymne meiner frühen Teeniezeit. The Breakfast Club, zu dessen Soundtrack der Song der Schotten gehörte, mein absoluter Lieblingsfilm. Nicht zu vergessen: Molly Ringwald meine noch viel absolutere Lieblingsschauspielern. Als ich mir das erste Mal mit dem gerade neu erfundenen, färbenden Schaumfestigerzeugs die Haare rötete, dachte ich nur an sie. Mit Pretty in Pink überzeugte sie mich sogar kurzfristig davon, dass die Mädchenfarbe mit Überzeugung tragbar sei.

Im Radio dudelte das Lied auf und ab und ich habe lauernd neben der Aufnahmetaste meines Kassettenrecorders gesessen, um im richtigen Moment “Record” zu drücken und Dont’ You Forget About Me bis zum nächsten Bandsalat hoch und runter dudeln zu können (für den Fall, dass es im Radio gerade mal nicht lief).

Für “so richtig gute” Musik konnte mich dann erst 1988 MTV nach Anschluss unseres Kleinstädtchens ans Kabelnetz begeistern. So erwählte ich mit Cindy Lauper die nächste rothaarige Heldin. Weiterlesen »


Grey’s Anatomy Soundtrack: Folge 1013 Umbrüche

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Episode 10×13

“Umbrüche”

OT: “Take it back”

 

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Da hab ich tatsächlich letzte Woche das Ende der “Sommerpause” von Grey’s Anatomy auf Pro7 verschlafen. Somit reiche ich den Soundtrack verspätet nach und mache mich so gleich an das Verfassen des Beitrags der heutigen Episode Heimlichtuereien, da wir auch wieder mehr Musik geboten.

Sleeping At Last – “Total Eclipse Of The Heart”

Links: Noisetrade (Free EP) , Facebook Weiterlesen »


Release Gestöber 60 (Blockhead, Wanda, Gus By Heart)

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Blockhead

Treue Leser dieses Blogs werden über die Jahre vielleicht schon bemerkt haben, dass ich ein großer Fan von Blockhead bin. Der US-Amerikaner ist ein Sample-Guru und Downtempo-Virtuose, dessen Platten stets einen uneingeschränkten Genuss darstellen. Anlässlich seines vorangegangenen Albums Interludes After Midnight schrieb ich dies: “Wie kaum ein anderer zimmert er Hip-Hop-Beats, gibt der Chose eine oft funkig austarierte Note, erweckt allerlei Vocal-Samples zum Leben. Wo Electronica oft in steriler Tüftelei vergeht, wirkt sein Tun überaus quirlig, hemdsärmelig gezimmert, mitunter aus der Zeit gefallen und dennoch keineswegs altbacken.” Ich nannte die Platte damals einen Trip durch den urbanen Dschungel. Demnächst steht nun mit Bells and Whistles ein neues Werk zur Veröffentlichung an. Und doch ist nicht alles eitel Wonne. Denn diesmal wird Blockhead sein Album in Eigenregie veröffentlichen. Die Gründe für das keinesfalls bittere Ende der Zusammenarbeit mit dem renommierten Label Ninja Tune hat er auf seinem Blog dargelegt. Ninja Tune habe sich nach fünf Alben dagegen entschieden, Bells and Whistles herauszubringen, da ein mit Samples gespicktes Album viele Probleme berge. Auch andere Plattenfirmen hätten deshalb abgewunken. Blockhead erklärt dies so: “While I’d argue that the stuff I’m using is pretty obscure, I can’t blame labels for being hesitant. After all, the way they make money off music in 2014 is by licensing songs for tv, movies and commercials. When a song is chock full of samples (as mine tend to be) that severely limits what these labels can do with your music.” Längst sind es nicht mehr Plattenverkäufe oder gar Streams, die ein wenig Kleingeld in die Kassen spülen. Die Lizenzierung eines Track für TV, Fernsehen oder Werbung ist eine der verlässlichsten Geldquellen. Wenn jedoch ein Musiker eine Menge Samples benutzt, wäre das rechtlich äußerst heikel. Weiterlesen »


Angedunkelter Retro-Soul-Pop mit Stil – Kovacs

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In diesem Herbst gilt es so manches unterschätztes Album zu bestaunen und einige überschätzte Platten zu belächeln. Aber Musik muss sich ja nicht immer über Meilensteine und schon gar nicht über unerträgliches Radiogedudel definieren. Ein Lied darf – ja, soll – gern unterhaltsam aus den Boxen tönen, das Herz erfreuen und das Hirn dabei nicht beleidigen. Mit Retro-Soul-Pop macht man da eigentlich nichts verkehrt. Er ist selten mies oder fade, verbindet Gefühl mit ansprechendem Schwung. Und deshalb möchte ich auf die aus den Niederlanden stammende Sängerin Kovacs hinweisen, die dieser Tage mit ihrer EP My Love durch Deutschland tourt.

Der Pressetext legt Vergleiche mit Portishead oder Amy Winehouse nahe. Die sehe ich zwar nicht, aber ihr angedunkelter, mit Bondschem Charme orchestrierter Pop fällt allemal reizvoll aus. Kovacs gelingt ein durchaus hintergründiges Timbre, man möchte ihren Gesang hin und wieder an einer Shirley Bassey messen. Und vermutlich ist dieser Vergleich auch stimmiger, als wenn man sie zusammen mit Winehouse oder Duffy in einen Topf wirft. Weiterlesen »


Release Gestöber 58 (M185, earnest and without you, Pompeii)

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M185

Im Grunde gibt es doch vier Sorten Bands. Zunächst die gemachten Acts, bei denen im Hintergrund ungezählte Hände herumfingern, um ein möglichst gutverkäufliches Produkt zu fertigen. Dann noch die vermeintlich selbstbestimmten, erfolgreichen Bands, die ihre Songs jedoch ganz und gar darauf ausrichten, was die Zielgruppe von ihnen erwartet. Keep the customer satisfied, oder so. Weiters existieren Legionen von Formationen, die ohne Plan und Talent drauflosträumen. Und schließlich findet sich noch eine kleine Schar derer, die einen ganz eigenen musikalischen Zugang ohne Kompromisse hegen und pflegen. In letztere Kategorie fallen M185. Ihr Indie-Rock wird mit Verve vorgetragen und von einzigartiger gesanglicher Lässigkeit geadelt, erschallt angeraut, verlärmt. Derart stark präsentiert sich die Wiener Formation, dass ich über die Platte Let The Light In 2011 nur positive Worte verloren habe. Schon damals unterstellte ich ihrem Tun eine gemütsaufhellende Wirkung. Und genau dies lässt sich auch manch Nummer des im Frühjahr erschienen neuen Album Everything Is Up attestieren. Noch immer verkörpern M185 all das, was Indie-Rock anziehend macht. Stehen für einen Sound, der nicht nach Erfolgsformeln grübelt, sondern den Spaß am forschen Spiel in den Vordergrund rückt, sich Marotten leistet. Zu den Highlights des Albums zählt Soon, das mit einem sympathisch-kauzigen, dem Big Muff huldigenden Video für Schmunzeln sorgt. Es ist ein ausgemachter Wohffühltrack, dessen quirliger Geist und eingängiges Wesen den Neunzigern entstammt. Ähnliches gilt es über ShShSh zu sagen, welches sich im Refrain herrlich deftig und groovig gibt. Wolfram Leitners immer wieder ins Sprechen abgleitender Vortrag ist das große Pfund der Platte. Während die beiden genannten Lieder unvermittelt zum Höhepunkt emporschnellen, tingelt Two-Tone Song (Out Of Here) im Kontrast von Rhythmussektion, Keyboard und einem auffällig erzählerischen Gesang dahin. Als weitere Glanzlichter eines ohnehin kurzweiligen Albums glänzen gegen Ende noch Spring Thing und das sich Mal für Mal stärker entfaltende Shuffled. In manch Momenten ist dies Stadionrock, der ums Verrecken keiner sein will und gerade darum besticht.

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Release Gestöber 56 (Orenda Fink, King Creosote, Phoria, Orchestre Tout Puissant Marcel Duchamp)

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Es ist Fußball-WM. In dieser Zeit relativiert sich sogar der Stellenwert von Musik im Leben eines sonst von Enthusiasmus durchdrungenen Musikfans. Darum sei heute ganz kurz und bündig auf kommende und bereits erschienene Alben hingewiesen.

Orenda Fink

Zugegeben, der Name Orenda Fink mag vielleicht nicht bei jedem gestandenen Indie-Fan ein sofortiges bejahendes Kopfnicken verursachen. Als bessere Hälfte des Duos Azure Ray hat sie es seit 2001 allerdings in die viele, viele Plattensammlungen geschafft. Speziell ihre Soloalben sowie anderweitige Kooperationen (O+S) haben sie auch zu einer meiner Lieblingssängerinnen werden lassen. Aus diesem Grund freut es mich sehr, dass Ende August mit Blue Dream endlich ein neues Werk dieser nachdenklich-betörenden Stimme erscheinen wird. Dem ersten musikalischen Vorboten Ace of Cups nach zu schließen, klingt das neue Album doch verdächtig nach dicht instrumentierem Dream-Pop. Und damit doch anders als die folkige, verhuschte Vorgängerplatte Ask the Night, die ich 2010 derart eingeschätzt habe: “Ein auf Simplizität und Unverfälschtheit fixiertes Werk, das in den sehr zahlreichen entzückenden Momenten im zartbesaiteten Hörer einiges schwingen lässt.”. Ich für meinen Teil bin schon sehr gespannt, was die verehrte Frau Fink dieses Mal ausgeheckt hat. Sie wird mich nicht enttäuschen, davon bin ich überzeugt. (Ace of Cups ist via Soundcloud als kostenloser Download verfügbar.)

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Lauschrausch LIV: James

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Es gibt in der Musikbranche solche und solche Urgesteine. Etwa jene, die sich nur noch durch Eskapaden bei ihren Ausflügen aus dem Rockolymp auszeichnen, oder aber Bands, die sich auch nach Jahrzehnten noch um Relevanz bemühen und sich nicht auf den Lorbeeren von einst ausruhen. In letztere Kategorie fällt James, eine vor allem in den Neunzigern erfolgreiche Band aus Manchester. Nach einer nahezu obligatorischen Auflösung 2001 fanden die Mannen rund um Sänger Tim Booth 2007 wieder zueinander. Und nach der Comeback-Platte Hey Ma und zwei Mini-Alben folgt mit La Petite Mort nun ein weiterer Beleg dafür, dass man das Comeback nicht aus Gründen der Altersversorgung unternommen hat.

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Lauschrausch LII: Yppah

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Wer – so wie meine Wenigkeit – auf in Traumhaftigkeit schwelgende Electronica abonniert ist, möchte den US-Amerikanier Yppah nicht missen. Anlässlich der letzten Platte Eighty One attestierte ich dem hinter Yppah steckenden Herrn Joe Corrales Jr. die virtuose Fähigkeit, Budenzauberszenerien zu entwerfen. Wird man dann eins mit seinem Werk, “winden sich Schauer kindlichster Erregung durch die Glieder, gerät man zum glückseligsten Teil des Spektakels.” Was auf Eighty One gemünzt war, lässt sich generell über sein freudvoll-magische Œuvre sagen. Musik und Fröhlichkeit sind bei Yppah eine verschworene Einheit. Ein Titel seiner 2009 erschienen Platte They Know What Ghost Know hieß damals A Parking Lot Carnival – und auf gewisse Weise darf man sein gesamtes Schaffen unter diesem Motto verstanden wissen. Dieser Tage nun hat der Klangschmied völlig unvermutet einen neuen Track namens Bushmills vorgestellt. Ich werte selbigen als Vorboten eines hoffentlich baldigen neuen Albums. Und freue mich. Weil der Budenzauber auch bei Bushmills in jeder Sekunde blinkt und funkelt. Welch Lauschrausch!

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Stippvisite 06/04/2014 (Weiterhin unsexy!)

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Es gibt mehrere Möglichkeiten im Netz nach Beachtung zu heischen.

Aufopfernde Gutmütigkeit: “Ich habe heute ein Kätzchen vor einem herannahenden Auto gerettet, mir dabei aber einen Schuhabsatz und einen Fingernagel abgebrochen.

Saftige Stammtischempörung: “Kinderschänder gehören an die Wand gestellt und erschossen. Und anschließend sicherheitshalber noch kastriert.

Bahnbrechende Rezepttipps: “Ich habe ein sagenhaftes Rezept für veganes Coq au vin gefunden. So lecker – und noch dazu ohne Kalorien!

Abgefeimte Häme: “Markus Lanz mag zu Beginn der Traum aller Schwiegermütter gewesen sein. Zuletzt hat wohl aber nur noch seine eigene eingeschaltet.

Praxisbezogene Selbstüberschätzung: “Politiker sind doof wie ein Stück Brot. Ich hätte den BER binnen eines Tages flottgekriegt.

Wir dagegen werden auch weiterhin über Musik schreiben. Auch wenn wir schon längst vom Gefühl beschlichen sind, dass das Schreiben über Musik dieser Tage reichlich unsexy scheint. Dennoch wollen wir auch heute wieder die besten Empfehlungen unserer bloggenden Kollegen – mit der einen oder anderen Bemerkung versehen – weiterreichen.

Vokabeltipp:

Es gibt Worte, deren Klang Balsam für die Ohren ist. In der englischen Sprache hat es mir das Vokabel “Reverie” schon lange angetan. Es meint die Tagträumerei, wirkt in der Artikulation ungemein zärtlich und anmutig. Eine Band, die sich Reveries nennt, hat bei mir also schon vorab einen Stein im Brett. Die aus dem schwedischen Linköping stammende Formation macht gitarrigen Indie-Pop, der fühlt und fiebert. Weiterlesen »


Release Gestöber 51 (Sierra Leone’s Refugee All Stars, OLD, Broken Note, Yann Tiersen)

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Ein wilde Mischung empfehlenswerter Veröffentlichungen: Von elektronischen Zombie-Insekten bis hin zu unterhaltsamen afrikanischen Klängen aus Sierra Leone ist einmal mehr alles vertreten. Diese Vielfalt sollen uns all die ganzen Hipster-Musikblogs mal nachsteppen ;) Auf geht’s!

Sierra Leone’s Refugee All Stars

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Photo Credit: David De Groot

Die Geschichte von Sierra Leone’s Refugee All Stars rührt an. In den Neunzigern flüchteten viele Menschen aus Sierra Leone vor dem Bürgerkrieg in Flüchtlingscamps in Guinea, in einem davon lernten sich auch einige Gleichgesinnte kennen, die Trost im Musizieren suchten. Daraus entstanden die Sierra Leone’s Refugee All Stars, die nach Ende des Bürgerkriegs wieder in die Hauptstadt Freetown zurückkehrten. Von dort aus trat ihr Sound und ihre alle Widrigkeiten trotzende musikalische Botschaft den Siegeszug um die Welt an. Seit dem 2004 veröffentlichten Albumdebüt Living Like A Refugee haben sie mit weiteren Alben – etwa dem tollen Radio Salone (2012) – ihren Sound gefestigt. Und so freut es mich, heute auf ihren neuesten Streich Libation hinweisen zu dürfen. Es ist ein Album oftmals unbeschwerter Lebensfreude, eine schwungvoll-fröhliche Platte, deren liebevollen Rhythmen man sich nicht entziehen kann. Weiterlesen »