
Drei Arten von Folklore malträtieren oder euphorisieren uns. Zunächst einmal die mit Exotik behaftete, unverbrauchte Weltmusik, deren gängiger Charme auch darin liegt, dass sie oft in einen Kontext gebettet wird, der den gutmenschelnden Teil unseres Wesens anspricht. Dann natürlich der Folk amerikanischer Prägung, welcher schon längst jedweden Songwriter vom Mississippi bis Wladiwostok zu Glanztaten bewegt, als anspruchsvoller Vertreter der Populärkultuer den Erdball umspannt. Und zu guter Letzt die einheimische Folklore, die speziell im ländlichen Bereich jeden Kirchtag beschallt und bereits völlig ihrer musikalischen Redlichkeit beraubt wurde. Heute freilich soll eine …