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Artikel in der So halt! Kategorie

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[20 Nov 2011 | Kein Kommentar | ]
Unsere musikalische Möbelnomenklatur Unser Blog ist eine heimelige Rotunde, in der wir unsere Lieblingsmusiker namentlich einkerkern. Mag in der Welt da draußen auch noch so sehr die Post abgehen, wir riskieren nur selten einen aus dem Fenster gerichten Blick, der sich jedoch flugs vor Langeweile abwendet und schnell wieder die edle Inneneinrichtung überschweift. Ab und an klopft es an der gut gepolsterten Tür. Gemächlich kommen wir aus der Verschanzung gekrochen, gehen dem Pochen nach. Entriegeln die Sicherheitsschlösser, öffnen die Tür einen Spalt breit, spähen eher ungnädig über die Türkette hinweg. Wer uns da …

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[7 Aug 2011 | 4 Kommentare | ]
Lohnt Musik? Zerschlagt die Gitarren! Letztens fand sich in meinem Postfach eine E-Mail wieder, die mir eine Idee für ein Online-Musikmagazin unterbreitete. Nun stehe ich Geistesblitzen aufgeschlossen gegenüber, brüte über große und kleine Eingebungen, bis die Schwarte kracht und das Haar in der Suppe gefunden scheint. Dieses Mal allerdings stotterten meine Gehirnschräubchen, streikten vor sich hin, wollten sich über eine Grundsatzfrage kaprizieren: Lohnt Musik? Mit fortschreidendem Alter neige ich mehr und mehr zu der Ansicht, dass metakramisches Herumphilosophieren auf den Magen schlägt, das Seelenheil strapaziert. Irgendwie ist das Ringen um Erkenntnis und die damit verbundene …

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[15 Mai 2011 | Ein Kommentar | ]
Mehr Profikiller braucht das Land – Die schmuddelige Realität der Content-Farmen Nehmen wir einmal einen Moment lang an, ich würde einen Killer engagieren wollen. Jemanden, der meine lästige Ex-Frau meuchelt, die allzu lange schon die von mir gezahlten Alimente verprasst. Oder die verschrobene Erbtante, die tagein und tagaus in ihrem Haus im Grünen hockt, dort den Lebensabend verbringt und sich nicht zum Sterben schlafen legen will. Wäre ich spendabel genug, einen Profikiller anzuheuern? Einen Fachmann, der sein Handwerk versteht, nicht zuletzt weil er einen dreijährigen Studiengang in Sachen Auftragsmord mit Schwerpunkt in Spurenverwischung belegt hat. Einen mit Brief und Siegel zum …

Berlin, Featured, Kuriositätenkabinett, So halt! »

[5 Mai 2011 | Kein Kommentar | ]
wahwah oder gaga? Manches, was uns ins Postfach flattert, ist schon laut Pressetext so sehr Realsatire, dass es schwer ist, sich in übersteigerter Form darüber lustig zu machen. Vor wenigen Stunden verzog ich noch bei folgendem Kalauer des Geliebten das Gesicht: “Wenn ein Idiot ein Smartphone hat, ist es dann immer noch ein Smartphone?” – Die Antwort lautet natürlich: Leider ja – nur schlauer machts den Besitzer nimmer, da helfen auch keine Apps. Das urbane Publikum lüstet jedoch laut Marketingheinis nach smart-phonischer Beschallung, mit Kuschel-Tunez verpackter Werbe-Message. Früher trafen sich die Frauen des …

Berlin, Featured, So halt! »

[2 Apr 2011 | Kein Kommentar | ]
Die Kakophonie der Gentrifizierung Besichtigen wir doch gemeinsam dies Haus, das sich in einem heruntergekommenen, alternative Ausscheidungen absondernden Berliner Kiez empor reckt. Es atmet bereits den Anstrich der Veränderung, ein caramelfarbener Fleck zwischen den benachbarten grau-schmutzigen Fassaden. Nicht nur deshalb haben schon die Späher der Gentrifizierungsameisen das Gebäude für sich entdeckt, wuseln in seinen Korridoren gegen die Alteingesessenen an. Im erdgeschösslichen Geschäft, wo noch vor wenigen Monaten der Salon Helga Dauerwelle um Dauerwelle kringelte und gewissenhaft mit viel Haarspray ummantelte, haust mittlerweile ein Coiffeur. Frau Helgas altes Radio samt altmodischer Schlager-Seligkeit hat nach Ewigkeiten …

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[27 Mrz 2011 | 5 Kommentare | ]
In Zeiten wie diesen, in denen aus einem japanischen Atomkraftwerk peu à peu neue Hiobsbotschaften durchsickern, in den vermeintlich geschichtsträchtigen Tagen der arabischen Revolutionen, wenngleich die notwendige militärische Unterstützung durch den Westen hierzulande zum Kriegseinsatz umgedeutet wird, in der Krise der EU, wenn über marode Staaten wie Portugal wohl ein Rettungsschirm gespannt werden soll, der die betreffende Bevölkerung erst recht im Regen stehen lässt, in dieser gegenwärtigen Phase schreit alles geradezu nach Weltflucht. Besonders jetzt dürstet die Psyche nach Hygieneartikeln, die dem medialen Katastrophen-Stakkato ein gediegenes Bunga-Bunga entgegen stellen. Schlichtere …

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[11 Feb 2011 | 2 Kommentare | ]
Rappin’ Bout a Revolution – Gedanken zum Aufstand in Ägypten Dieser Tage wird Facebook, Twitter und Konsorten eine geradezu mystische Kraft zugeschrieben. Der ägyptische Aufstand scheint von der Generation Facebook getragen. Mit leuchtenden Augen berichten westliche Medien darüber, denn wer sich über Social Communities organisiert, der atmet den Geist der subversiven Einflüsse. Das Verharren in einem Steinzeitislamismus wirkt soviel mühseliger, wenn die Errungenschaften moderner Zivilisation nur ein Lol entfernt sind. Eben deshalb schwärmt die Presse von dieser Revolution. Eine Jugend, die ihr Geschnatter über Facebook kanalisiert, gerät nach dem Geschmack der hiesigen Medien. Dem ungezügelten Freiheitsdrang wird applaudiert. Jeder ägyptische …

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[28 Nov 2010 | 2 Kommentare | ]
Aus dem Sonntagmorgennähkästchen des Herrn SomeVapourTrails Dieser Tage quäle ich mich in einer Art Boot Camp für Rückenkranke, um einem enervierenden Leiden endlich mit Riesenschritten zu entfliehen. Und auch wenn ich derzeit noch die Faust im Nacken spüre, und das meine ich nicht etwa im übertragenen Sinn, so entdecke ich zugleich Muskelstränge, die sich mir bislang nie wirklich vorgestellt haben. Das holen sie nun auf die harte Tour nach. Doch ich schweife ab, eigentlich will ich ja nun ein sonntäglich morgiges, von körperertüchtigenden Verpflichtungen befreites Szenario als Stillleben auf den Blog pinseln. Ein Kaffee, mittels Cafetière …

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[9 Jul 2010 | Kein Kommentar | ]
Über das Ende der Flegeljahre des Internets War einst das Lesen im Kaffeesatz früher noch geheimnisumwittert und mit Rätseln behaftet, durfte sich jedermann mit Glaskugel hochtrabend Nostradamus schimpfen, so kennzeichnet die Gegenwart eine neue Sachlichkeit. Die  nüchterne Bezeichnung Zukunftsforscher suggeriert einen wissenschaftlichen Ansatz, unter dessen Deckmäntelchen sich mitunter spekulative Aussagen mit Binsenweisheiten mischen. Jegliche Prognosen bleiben jedoch stets hinter der Zukunft zurück, die nicht mit sich feilschen lässt. Gestern griff die österreichische Tageszeitung Kurier eine Meldung der APA (Austria Presse Agentur) auf, die den deutschen Zukunftsforscher Matthias Horx orakelnd zitierte. So sieht er unter anderem die Götterdämmerung für …
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