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	<title>Lie In The Sound &#187; 100 Songs</title>
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		<title>100 Songs – Teil 13 (If&#8230;)</title>
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		<pubDate>Wed, 09 Nov 2011 09:51:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>lieinthesound</dc:creator>
				<category><![CDATA[100 Songs]]></category>
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		<category><![CDATA[Neil Hannon]]></category>
		<category><![CDATA[Singer-Songwriter]]></category>
		<category><![CDATA[The Divine Comedy]]></category>

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		<description><![CDATA[Wir alle dürsten nach Liebesschwüren, speziell wenn sie mit aufgeblasener Romantik dargeboten werden. Liebe wird von der Mehrheit der Menschen als derart markerschütterndes Gefühl wahrgenommen, dass man es keinesfalls mit Subtilitäten unterfrachten sollte. Unter diesem Gesichtspunkt erscheint das 1997 veröffentlichte Minialbum A Short Album About Love eine schiere Widersinnigkeit. Liebe verlangt nie nach Prägnanz, Liebe nötigt zu ausladendem Überschwang. Doch Neil Hannon, Mastermind von The Divine Comedy, hat sich im Lauf der letzten 20 Jahre wohl zu keiner Zeit als berechenbarer Charakter erwiesen. Vielmehr stand er immer gelangweilt in der ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Wir alle dürsten nach Liebesschwüren, speziell wenn sie mit aufgeblasener Romantik dargeboten werden. Liebe wird von der Mehrheit der Menschen als derart markerschütterndes Gefühl wahrgenommen, dass man es keinesfalls mit Subtilitäten unterfrachten sollte. Unter diesem Gesichtspunkt erscheint das 1997 veröffentlichte Minialbum <strong>A Short Album About Love</strong> eine schiere Widersinnigkeit. Liebe verlangt nie nach Prägnanz, Liebe nötigt zu ausladendem Überschwang. Doch <em><strong>Neil Hannon</strong></em>, Mastermind von <strong>The Divine Comedy</strong>, hat sich im Lauf der letzten 20 Jahre wohl zu keiner Zeit als berechenbarer Charakter erwiesen. Vielmehr stand er immer gelangweilt in der zweiten Reihe der Kritikerlieblinge oder gar inmitten der Schlange der auf Charts-Notierungen harrenden Musiker. Hannons Exzentrik prädestiniert nicht eben zu übermäßigem Erfolg.</p>
<p style="text-align: justify;"><a href="http://lieinthesound.de/wp-content/uploads/2011/11/ashortalbumaboutlove.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-11068" title="ashortalbumaboutlove" src="http://lieinthesound.de/wp-content/uploads/2011/11/ashortalbumaboutlove.jpg" alt="" width="500" height="446" /></a></p>
<p style="text-align: justify;">Das Lied <strong>If&#8230;</strong> unterstreicht die Abgründigkeit des Könners. Welch edel symphonisch angelegter Song, unterstützt von Hannons vornehmen Gesang. Man möchte es sogleich in die Kategorie des unzeitgeistig eleganten, typisch britisch kultivierten Liederguts schubsen. Es in einem Ambiente verorten, welches den vielen aus der englischen Unterschicht entsprungenen Bands einfach nicht mittels Muttermilch zugeführt wurde. Doch verbirgt sich hinter dem so aristokratisch wie undegenerierten Vortrag ein Liedtext, der nicht zur Beschaulichkeit einer Romanze  à la Rosamunde Pilcher taugt. Wenn Hannon &#8220;<em>If you were the road/ I’d go all the way/ If you were the night/ I’d sleep in the day/ If you were the day/ I’d cry in the night</em>&#8221; intoniert, will man noch vermuten, dass hier ein von Liebe beseelter Mann seine Herzensdame mit Poesie überschüttet. Doch mit nahezu jeder weiteren Zeile wächst das Mißtrauen in die hehren Absichten des Protagonisten. &#8220;<em>If you were a tree/ I could put my arms around you/ And you could not complain/ If you were a tree/ I could carve my name into your side/ And you would not cry/ ‘Cos trees don’t cry</em>&#8221; lässt bereits erahnen, dass die Liebesbekundung möglicherweise nur bedingten Widerhall in den Ohren der Auserwählten finden könnte. Nichtsdestotrotz schwelgt Hannons lyrisches Alter Ego weiter in Fantasien. Wenn die Angebetete ein Mann wäre, würde er sie ebenso lieben, wenn sie ein Drink wäre, würde er wohl einen über den Durst drinken, und wenn sie ein Pferd wäre, würde er nicht nur ihren Stall ausmisten, sondern auch auf ihr durch die Morgendämmerung gen aufgehende Sonne reiten.</p>
<p style="text-align: justify;">Verstörung freilich ruft die letzte Strophe des Liedes hervor, wo er meint, dass es ihm sogar schwer fiele loszulassen, wenn sie sein kleines Mädchen oder seine Schwester wäre. Da schrillen nun sogar die Alarmglocken des absonderlichsten Romantikers. Und tatsächlich fällt die Maske dieses vermeintlichen Liebesliedes, als der Sänger sich sein Objekt der Begierde als Hund ausmalt. &#8220;T<em>hen you’d be my loyal four legged friend/ You’d never have to think again/ And we could be together till the end</em>&#8221; beendet jegliche Schwärmerei, bricht ironiefrei, schwillt wahnhaft an, zeigt Fratze. Will besitzen, will hündische Ergebenheit. Lässt den Hörer bedröppelt zurück. Bye, bye Romantik!</p>
<p><iframe src="http://www.youtube.com/embed/PeRezthZDtk" frameborder="0" width="550" height="309"></iframe></p>
<p style="text-align: justify;">Eine musikalische Schönheit zur Abscheulichkeit zu mutieren, das bedarf schon eines kunstvollen Kniffs der Marke <strong>The Divine Comedy</strong>. Nicht zuletzt deshalb verdient <strong>If&#8230;</strong> die Aufnahme in den Kanon meiner 100 Songs.</p>
<p style="text-align: justify;">Link:</p>
<p style="text-align: justify;"><a href="http://www.thedivinecomedy.com/" target="_blank">Offizielle Homepage</a></p>
<p style="text-align: justify;"><a href="http://bit.ly/sOMLy6" target="_blank">Stream von <em>If&#8230;</em> auf simfy</a></p>
<p style="text-align: justify;"><em>SomeVapourTrails</em></p>
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		<title>100 Songs – Teil 12 (Sabotage)</title>
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		<pubDate>Thu, 21 Jul 2011 09:38:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>lieinthesound</dc:creator>
				<category><![CDATA[100 Songs]]></category>
		<category><![CDATA[Clips & Streams]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Beastie Boys]]></category>
		<category><![CDATA[hip hop]]></category>

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		<description><![CDATA[Das Gehirn verdingt sich sehr oft als erstklassiger Regisseur, leitet unsere Vorstellungskraft zu bizarren Bilderfluten an oder säuselt dem inneren Auge pastellfarbenes Glück ins Ohr. Ob Buch oder Musik, sie befeuern die Imagination, manchmal als kleine Holzscheite, in seltenen Fällen sogar als wahre Flammenwerfer. Das Aufkommen des Musikvideos nahm unserer Vorstellung jenes Vergnügen, nämlich Gehörtes zu visualisieren, ab. Fertigte eine Bildlichkeit vor, an der unsere Fantasie recht wenig herumdoktorn konnte. Und lediglich in den seltensten Fällen rechtfertigte ein Clip seine Existenz. Wie etwa das kongeniale Video zu Sabotage, dem famosen ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Das Gehirn verdingt sich sehr oft als erstklassiger Regisseur, leitet unsere Vorstellungskraft zu bizarren Bilderfluten an oder säuselt dem inneren Auge pastellfarbenes Glück ins Ohr. Ob Buch oder Musik, sie befeuern die Imagination, manchmal als kleine Holzscheite, in seltenen Fällen sogar als wahre Flammenwerfer. Das Aufkommen des Musikvideos nahm unserer Vorstellung jenes Vergnügen, nämlich Gehörtes zu visualisieren, ab. Fertigte eine Bildlichkeit vor, an der unsere Fantasie recht wenig herumdoktorn konnte. Und lediglich in den seltensten Fällen rechtfertigte ein Clip seine Existenz. Wie etwa das kongeniale Video zu <strong>Sabotage</strong>, dem famosen Track der Hip-Hop-Formation <strong>Beastie Boys</strong>.</p>
<p><a href="http://lieinthesound.de/wp-content/uploads/2011/07/illcommunication.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-10653" title="BeastieBoys_ILLCOMM_Vinyl_F.indd" src="http://lieinthesound.de/wp-content/uploads/2011/07/illcommunication.jpg" alt="" width="550" height="550" /></a></p>
<p style="text-align: justify;">Die Neunziger bedeuteten die goldenen Jahre des Musikvideos. Die Pioniertaten der Achtziger waren vollbracht, in technischer und budgetärer Hinsicht war der Weg zum Ruhm geebnet. Der Kollaps der Plattenindustrie dämmerte noch in weiter Ferne. Mitten in dieser Hochblüte veröffentlichten die Beastie Boys 1994 <em><strong>Ill Communication</strong></em>, dessen Großartigkeit nicht allein aus der ersten Single Sabotage resultierte. Und dennoch suchte der Song seinesgleichen: Ein knusprig-herber Rock-Track samt Turntablism umringt von gallig gekrähten Sprechgesang. Zu dieser Glanztat gesellte sich die szenische Umsetzung des Ausnahmekönners <strong>Spike Jonze</strong>. Besoundtrackte er doch den Vorspann einer fiktionalen Krimiserie im Stile der Siebziger mit Sabotage, zog Serien wie <em>Starsky &amp; Hutch</em> durch den Kakao, huldigte ihnen zugleich.</p>
<p><iframe src="http://www.dailymotion.com/embed/video/xcddb1?width=550" frameborder="0" width="550" height="367"></iframe><br />
<a href="http://www.dailymotion.com/video/xcddb1_beastie-boys-sabotage_music" target="_blank">Beastie Boys &#8211; Sabotage</a> <em>von <a href="http://www.dailymotion.com/EMI_Music" target="_blank">EMI_Music</a></em></p>
<p style="text-align: justify;">Wenn Cops Kriminelle beschatten, die Bösen just im Moment des Zugriffs die Flucht ergreifen, beginnt stets eine wilde Verfolgungsjagd, fackeln die Polizisten nie lange, jagen über Häuserdächer oder rasen im Auto mit ordentlich Karacho abschüssige Straßen hinab. Was waren das für gute alte Zeiten, in denen der Zuseher noch nicht zum steten Blick durch Elektronenmikroskope genötigt wurde! Als marode Karossen im Zuge von Action-Sequenzen noch jede Menge Blech lassen mussten. Jonze spitzte diese Faszination zu, persiflierte die hauptsächlich von den Beastie Boys dargestellten Protagonisten, indem er ihnen die Spitznamen Bunny (der Quoten-Schwarze) oder The Rookie (der ungestüme Raufbold) aufzwang oder sie schneidig Cochese benannte, die hemdsärmelige Verlottertheit mit der Coolness übergroßer Brillen kombinierte.</p>
<p style="text-align: justify;">Die gebündelte Dynamik des Tracks entlädt sich in der lässig altmodischen Action, lässt Audio mit Video bis heute verschmelzen. Sabotage hören heißt Sabotage sehen, über Häuserdächer springen und mit einem Affenzahn  über wellige Straßen brettern. Kriminalisten begleiten, die noch nicht den blassen Charme beamtischer Biederheit am Revers tragen. Jonze und die Beastie Boys haben Kultisches erschaffen.</p>
<p style="text-align: justify;"><em>SomeVapourTrails</em></p>
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		<title>100 Songs – Teil 11 (Hurricane)</title>
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		<pubDate>Tue, 24 May 2011 20:58:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>lieinthesound</dc:creator>
				<category><![CDATA[100 Songs]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Bob Dylan]]></category>
		<category><![CDATA[Singer-Songwriter]]></category>

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		<description><![CDATA[Zu Bob Dylan hat jeder Knilch eine Meinung. Ob man sich nun darauf verlegt, einem Monument ans Bein zu pissen, oder aber in weihevoller Anbetung verharrt, Dylan ist eine sauertöpfische Instanz, ein lebendiger Mythos, dessen Makel im Leben besteht, eben weil die Mühen des Alterns den Lack zwangsläufig abblättern lassen. Dylan werkt als eigener Verwalter seines Nachlasses und beschädigt ihn kaum, was wohl seine größte Leistung der letzten 30 Jahre darstellt.  Viel wird über das Dylansche Mysterium geschrieben, oftmals Gewäsch, welches das Offensichtliche unter viel Tamtam zu enthüllen trachtet. Dylans ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Zu <strong>Bob Dylan</strong> hat jeder Knilch eine Meinung. Ob man sich nun darauf verlegt, einem Monument ans Bein zu pissen, oder aber in weihevoller Anbetung verharrt, Dylan ist eine sauertöpfische Instanz, ein lebendiger Mythos, dessen Makel im Leben besteht, eben weil die Mühen des Alterns den Lack zwangsläufig abblättern lassen. Dylan werkt als eigener Verwalter seines Nachlasses und beschädigt ihn kaum, was wohl seine größte Leistung der letzten 30 Jahre darstellt.  Viel wird über das Dylansche Mysterium geschrieben, oftmals Gewäsch, welches das Offensichtliche unter viel Tamtam zu enthüllen trachtet. Dylans Einfluss auf die Musikgeschichte liegt in der Wucht seiner narrativen Poetik begründet. Er ist kein Feingeist in abgehobenen Sphären, vielmehr ruppiger Geselle mit Krallen und knarzigem Organ.</p>
<p><a href="http://lieinthesound.de/wp-content/uploads/2011/05/desire.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-10390" title="desire" src="http://lieinthesound.de/wp-content/uploads/2011/05/desire.jpg" alt="" width="500" height="450" /></a></p>
<p style="text-align: justify;">Manche seiner aus dem kollektivem Gedächtnis gefallenen Songs überragen die Lieder, welche heute zum omnipräsenten kulturellen Erbe der Menschheit zählen. <em>Talkin&#8217; John Birch Paranoid Blues </em>ist auch fast 50 Jahre nach seiner Entstehung ein durchdringender Blick in die amerikanische Seele, deren republikanische Paranoia auch 2011 große Schatten wirft. Was früher die John Birch Society forcierte, befördern mittlerweile Tea-Party-Bewegung, die (w)irren Hassprediger und FOX. Die unverbrüchliche Aktualität Dylans fußt auch auf dem Umstand, dass sich die Sünden Amerikas &#8211; und der Welt &#8211; kaum ändern. Dazu zählt neben Kriegen und Radikalismen auch der Rassismus, den ein erzürnter, geradezu vor Wut brodelnder Dylan in dem Song <em><strong>Hurricane</strong></em> anprangert.</p>
<p style="text-align: justify;">Mit Rage zerfleischt Dylan das amerikanische Justizsystem. Schildert den wahren Fall des Boxers <span style="text-decoration: underline;">Rubin „Hurricane“ Carter</span>, dessen schwarze Hautfarbe seine fragwürdige Verurteilung wegen mehrfachen Mordes begünstigte. Fast 10 Jahre nach der Inhaftierung Carters veröffentlichte Dylan 1975 das Lied auf seinem Album <strong>Desire</strong>. Und doch sollte es noch bis ins Jahr 1985 dauern, ehe Carter Gerechtigkeit widerfuhr, ihm ein Bundesbezirksgericht die Freiheit schenkte und der Justizskandal als solches benannt wurde. Dylans Song ahnt noch nichts von dem späteren Happy End, wütet gegen eine Polizei und ein Gericht, deren Vorurteile sie nach den passenden Schurken suchen lassen &#8211; auf Kosten der Wahrheit. Dylans Zorn (&#8220;<em>Couldn’t help but make me feel ashamed to live in a land/Where justice is a game</em>&#8220;) scheint &#8211; weiter gespannt &#8211; auch ein Protest gegen das Suchen von Sündenböcken.</p>
<p style="text-align: justify;">Über 8 Minuten investiert der Prototyp von Singer-Songwriter in diese wortgewaltige Anpragerung von Zuständen, die auch im Hier und Jetzt nach wie vor nicht ausgemerzt sind &#8211; wie die nicht enden wollende Geschichte von <em>Mumia Abu-Jamal</em> zeigt. Solange das Wie eines Gerichtsverfahrens Fragwürdigkeiten aufweist, sät der Urteilsspruch zurecht Zweifel. Bob Dylans Hurricane darf als exemplarisches Meisterwerk angesehen werden, wie Musik den Finger in die Wunden gesellschaftlicher Missstände legt. Nicht in Abstraktheit versunken, sondern griffig der Realität verpflichtet. Dylan ist heute 70 Jahre alt, darf sich auf seinen Meriten ausruhen. Es ist längst an der Zeit, dass neue Generationen von Liedermachern ihre gerechtfertigte Wut in unsere Ohren jaulen. Es gibt genügend Hurricanes zu beklagen.</p>
<p>Links:</p>
<p><a href="http://www.bobdylan.com/songs/hurricane-bob-dylan-and-jacques-levy" target="_blank">Songtext zu Hurricane</a></p>
<p><a href="http://www.simfy.de/artists/7772-Bob-Dylan/albums/21261-The-Collection/tracks/664219-Hurricane" target="_blank">Stream von Hurricane auf simfy</a></p>
<p><em>SomeVapourTrails</em></p>
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		</item>
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		<title>100 Songs – Teil 10 (Laid)</title>
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		<pubDate>Wed, 24 Nov 2010 21:48:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>lieinthesound</dc:creator>
				<category><![CDATA[100 Songs]]></category>
		<category><![CDATA[Clips & Streams]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[James]]></category>

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		<description><![CDATA[Es müssen nicht immer die musikalisch schweren Geschütze aufgefahren werden, um einen in jedweder Hinsicht anbetungswürdigen Song zu kreieren. Eine Melodie, die man auch mit teuren Wattestäbchen nicht aus den Ohren bekommt, ein deutungswilliger,  expliziter Text, welcher das geschilderte Ungemach erst nach und nach enthüllt, dazu noch eine der feinsten Stimmen von der Insel, aus solch Ingredienzien fertigt man ein pfiffiges Lied, das über jeglichen Zweifel erhaben sich doch Hit schimpfen darf. Die britische Band James hat dieses Kunststück mit Laid geschafft, wenn auch nicht in hiesigen Breiten.

Der 1993 auf ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Es müssen nicht immer die musikalisch schweren Geschütze aufgefahren werden, um einen in jedweder Hinsicht anbetungswürdigen Song zu kreieren. Eine Melodie, die man auch mit teuren Wattestäbchen nicht aus den Ohren bekommt, ein deutungswilliger,  expliziter Text, welcher das geschilderte Ungemach erst nach und nach enthüllt, dazu noch eine der feinsten Stimmen von der Insel, aus solch Ingredienzien fertigt man ein pfiffiges Lied, das über jeglichen Zweifel erhaben sich doch Hit schimpfen darf. Die britische Band <strong>James</strong> hat dieses Kunststück mit <strong>Laid</strong> geschafft, wenn auch nicht in hiesigen Breiten.</p>
<p style="text-align: justify;"><a href="http://lieinthesound.de/wp-content/uploads/2010/11/laid.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-9006" title="laid" src="http://lieinthesound.de/wp-content/uploads/2010/11/laid.jpg" alt="" width="350" height="350" /></a></p>
<p style="text-align: justify;">Der 1993 auf dem gleichnamigen Album platzierte Track besticht durch feinsten Pop, lebhaft und agil, dem vermeintlichen Lamento eine leichte, beschwingte Note beimengend. Bereits die ersten Zeilen &#8220;<em>This bed is on fire with passionate love/ The neighbors complain about the noises above/ But she only comes when she&#8217;s on top</em>&#8221; verdeutlichen, weshalb der Song heißt, wie er eben heißt, und lassen zugleich erste Zweifel aufkommen, ob dieser Sex-Marathon wirklich samt und sonders vor Unbeschwertheit schwitzt. Wenn sogleich die Therapeutin das Schlafzimmeridyll entert, dem Protagonisten rät, die werte Spielgefährtin nicht länger zu sehen, die Amour fou sogar zur unheilbaren Krankheit erklärt, bleibt zunächst die Obsession im Halse stecken. Der werte Herr wird zunehmend entmannt, in Frauenkleider gesteckt und hübsch geschminkt. Längst ist er seiner Sucht, Lust und Leidenschaft ausgeliefert, der Kampf der Geschlechter wurde vom Weibe verkehrt. Und just hier bäumt sich Sänger <em>Tim Booth</em> auf, zieht um, nur um zu feststellen zu müssen, dass er nun zum Stalking-Opfer mutiert. Die nymphomanische Ex-Freundin zieht in die Nachbarschaft, schleicht sich sogar in seine Wohnung und legt sich zu ihm ins Bett, was der Akteur erst beim Erwachen bemerkt. Letztlich ergibt er sich sehenden Auges mit den Worten &#8220;<em>You&#8217;re driving me crazy/When are you coming home?</em>&#8220;.</p>
<p><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="480" height="360" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowScriptAccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.dailymotion.com/swf/video/xe3nn3?width=&amp;theme=none&amp;foreground=%23F7FFFD&amp;highlight=%23FFC300&amp;background=%23171D1B&amp;additionalInfos=1&amp;start=&amp;animatedTitle=&amp;iframe=0&amp;autoPlay=0&amp;hideInfos=0" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="480" height="360" src="http://www.dailymotion.com/swf/video/xe3nn3?width=&amp;theme=none&amp;foreground=%23F7FFFD&amp;highlight=%23FFC300&amp;background=%23171D1B&amp;additionalInfos=1&amp;start=&amp;animatedTitle=&amp;iframe=0&amp;autoPlay=0&amp;hideInfos=0" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object></p>
<p style="text-align: justify;">Was lernen wir nun daraus, außer dem Umstand, dass eine sexuelle dominante Frau einen armen Mann stets im Handumdrehen um den Verstand bringt? Zunächst einmal, dass sich hier recht deftige Lyrics hinter fröhlichem, quirligem Pop verbergen,  eine wirkungsvolle Melange aus Beschwingtheit und nicht gänzlich unpathetischem Leiden formen. Weiters sollte das Lied als Visitenkarte der Band fungieren, James haben viele tolle Lieder im Talon, wurden und werden nach wie vor nicht genügend geschätzt. Die 1981, also in der Prä-Internet-Ära, in Manchester gegründete Formation hat sich mit der Namenswahl allerdings keinen guten Dienst erwiesen. Solch ein Allerweltsvorname brennt sich nicht mit einem Fingerschnippen ins musikalische Gedächtnis ein. Schade, denn neben dem formidablen <strong>Laid</strong> gäbe es durchaus weitere Perlen zu entdecken. In den Olymp der <em>100 Songs</em> haben es die 2007 wiedervereinten <strong>James</strong> geschafft. Bleibt zu hoffen, dass sie nochmals solch ein famoses Lied, welches auch dem tausendsten Hördurchlauf locker standhält, zusammenzuzimmern vermögen.</p>
<p>Links:</p>
<p><a href="http://www.wearejames.com/" target="_blank">Offizielle Homepage</a></p>
<p><em>SomeVapourTrails</em></p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>100 Songs &#8211; Teil 9 (People Ain&#8217;t No Good)</title>
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		<pubDate>Sun, 27 Jun 2010 08:29:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>lieinthesound</dc:creator>
				<category><![CDATA[100 Songs]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Nick Cave And The Bad Seeds]]></category>

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		<description><![CDATA[The Boatman&#8217;s Call aus dem Jahre 1997 zählt meiner Meinung nach zu den so unspektakulären wie kunstvollsten Schätzen unserer Zeit. Nick Cave and the Bad Seeds bewerkstelligen einen minimalistischen, auf das Piano fokussierten Sound, der den reifen Lyriker Cave vollends zur Entfaltung bringt. Man sollte sich nicht von vordergründigen Romantizismen täuschen lassen, die genauere Betrachtung offeriert die für sein Schaffen fast schon obligatorische biblische Schwere. Doch aus der kräftigen Theatralik vergangener Alben wird eine intime, besinnliche Reflektion, deren Wirkung in einer neu errungenen Schlichtheit liegt. Viele Lieder des Werks, nicht ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;"><strong>The Boatman&#8217;s Call</strong> aus dem Jahre 1997 zählt meiner Meinung nach zu den so unspektakulären wie kunstvollsten Schätzen unserer Zeit. <strong>Nick Cave and the Bad Seeds</strong> bewerkstelligen einen minimalistischen, auf das Piano fokussierten Sound, der den reifen Lyriker Cave vollends zur Entfaltung bringt. Man sollte sich nicht von vordergründigen Romantizismen täuschen lassen, die genauere Betrachtung offeriert die für sein Schaffen fast schon obligatorische biblische Schwere. Doch aus der kräftigen Theatralik vergangener Alben wird eine intime, besinnliche Reflektion, deren Wirkung in einer neu errungenen Schlichtheit liegt. Viele Lieder des Werks, nicht zuletzt das von einem so simpel wie eindringlich gehaltenen <a href="http://www.myvideo.de/watch/7478813/Nick_Cave_The_Bad_Seeds_Into_My_Arms" target="_blank">Video</a> unterstützte <em>Into My Arms</em>, berücken und bedrücken.</p>
<p><a href="http://lieinthesound.de/wp-content/uploads/2010/06/theboatmanscall.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-7807" title="theboatmanscall" src="http://lieinthesound.de/wp-content/uploads/2010/06/theboatmanscall.jpg" alt="" width="303" height="302" /></a></p>
<p style="text-align: justify;">Speziell der Track <strong>People Ain&#8217;t No Good</strong> erschafft eine von der Welt abgewandte Szenerie, in der sich die Liebenden von allem Übel abzuschirmen suchen und nach dem Auskosten der Liebe trachten. Jahreszeiten kommen und gehen, das Bild des  winterlich kargen Baumes, nun all seiner Blüten beraubt, kontrastiert das heimelige Glück, das kein Verwelken kennen will. Jene Beziehung soll nie und nimmer Verletzungen erfahren, wie sie Menschen einander manchmal zufügen. Und noch während Cave die Reinheit des Idylls überschwänglich bekräftigt und beschwört, erfolgt eine Brechung. &#8220;<em>It ain&#8217;t that in their hearts they&#8217;re bad / They can comfort you, some even try / They nurse you when you&#8217;re ill of health / They bury you when you go and die</em>&#8221; räumt er ein, erkennt den Menschen als nicht von Grund auf böse an. Wie eine Erleuchtung zertrümmert sich sein Feindbild des Menschen, der fahrlässig das Leben anderer beeinträchtigt. Gerade in dem Moment, wo man das biedermeierne Ideal im Wanken begriffen spürt, schiebt der Erzähler jedoch seine Erkenntnis beiseite, folgt eine geradezu ironische Brechung durch die apodiktische Äußerung: &#8220;<em>But that&#8217;s just bullshit /People just ain&#8217;t no good</em>&#8220;. Selbst wenn der menschliche Natur keinen Hang zur mutwilligen Beeinträchtigung der Mitmenschen innewohnt, will man sich lieber gar nicht erst mit den kleinen Fehlern und Egoismen konfrontiert wissen und im geschützten Raum verbleiben.</p>
<p><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="550" height="334" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/YBofl-m-wC4&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="550" height="334" src="http://www.youtube.com/v/YBofl-m-wC4&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object></p>
<p style="text-align: justify;"><strong>People Ain&#8217;t No Good</strong> gerät zu einem Hilferuf, zu einer Suche nach dem völligen Schutz dessen, was die eigene Existenz gefährdet. Nick Cave findet darauf keine vernünftige, abgeklärte Antwort, hadert vielmehr mit der Welt, verweigert sich der Erkenntnis, dass die eigene Charakterstärke und Redlichkeit die beste Verteidigung bedeutet. Und dennoch wird der Hörer für fast 6 Minuten lang vom Sehnen nach dieser Weltflucht dominiert &#8211; und von der Bereitschaft beseelt, die eigene Liebe mit Zähnen und Klauen gegen jedes Übel zu beschützen. Und so regt dieses vermeintliche Liebeslied zur Überprüfung der eigenen Anschauung an. Sind die bösen Menschen das Problem oder die eigene Wahrnehmung der Umwelt?</p>
<p><em>SomeVapourTrails</em></p>
]]></content:encoded>
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		<title>100 Songs &#8211; Teil 8 (The River)</title>
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		<pubDate>Tue, 11 May 2010 08:34:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>lieinthesound</dc:creator>
				<category><![CDATA[100 Songs]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Bruce Springsteen]]></category>
		<category><![CDATA[The River]]></category>

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		<description><![CDATA[Es sind die Schicksale des Alltags, verpackt in Poetik, die besonders berühren. Ob nun in der Literatur oder in einem Song. Die Wirkung von Bruce Springsteen lässt sich auf seine Fähigkeit zurückführen, den Nöten und Sorgen, den Hoffnungen und dem Scheitern der Unterschicht eine Stimme zu geben, die kraftvolle Bilder von oft quälender Wucht hervorruft. Besonders der frühe Springsteen ist Chronist der Verlierer, die sich gegen ein Dahinsiechen oder Abstumpfen wehren, keine drei Kreuze unter die eigene Kapitulationserklärung setzen, die Flucht nach vorn zumindest ins Auge fassen. Der Boss porträtiert ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Es sind die Schicksale des Alltags, verpackt in Poetik, die besonders berühren. Ob nun in der Literatur oder in einem Song. Die Wirkung von <strong>Bruce Springsteen</strong> lässt sich auf seine Fähigkeit zurückführen, den Nöten und Sorgen, den Hoffnungen und dem Scheitern der Unterschicht eine Stimme zu geben, die kraftvolle Bilder von oft quälender Wucht hervorruft. Besonders der frühe Springsteen ist Chronist der Verlierer, die sich gegen ein Dahinsiechen oder Abstumpfen wehren, keine drei Kreuze unter die eigene Kapitulationserklärung setzen, die Flucht nach vorn zumindest ins Auge fassen. Der Boss porträtiert eine Gesellschaftsschicht, die nie auf Rosen gebetet scheint und dennoch nie die Menschlichkeit in den täglichen Tretmühlen des Überlebens verloren hat. Springsteen mutiert dabei nicht zum Sozialromantiker.</p>
<p><a href="http://lieinthesound.de/wp-content/uploads/2010/05/theriver.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-7473" title="theriver" src="http://lieinthesound.de/wp-content/uploads/2010/05/theriver.jpg" alt="" width="400" height="400" /></a></p>
<p style="text-align: justify;">Das Lied <strong>The River</strong> vom gleichnamigen 1980 erschienenen Doppel-Album gehört dabei zu den Highlights seines Schaffens. Die Geschichte einer jungen Teenager-Liebe, die an lauschigen Ufern des Flusses ihre Ekstase erlebt, und plötzlich in der Realität einer Schwangerschaft ankommt, bildet in 5 Minuten ein tausendfach erlebtes Schicksal ab. Die Eltern des Jungen zwingen ihn in die Verantwortung einer Ehe. Sein Job wird Opfer der Wirtschaftskrise und die Beziehung gerät zu einem lieblosen Nebeneinander. Dem Anti-Helden bleibt nur noch die Zuflucht in Erinnerungen an Zeiten, in denen die Zukunft noch weit weg und die Gegenwart voller Möglichkeiten der Glückserfahrung schien. Und er kehrt zurück zum mittlerweile ausgetrockneten Flussbett, das Ort früherer Leidenschaft und zugleich  Synonym des Versiegens der eigenen Träume bedeutet.</p>
<p style="text-align: justify;">Springsteens Ballade offenbart Bitterkeit (&#8220;<em>Now all them things that seemed so  important / Well mister they vanished right into the air.</em>&#8220;), das übermächtige Wissen um das Versagen und  zugleich den Strohhalm süßer Erinnerung (&#8220;<em>At night on them banks I&#8217;d lie awake / And pull her close just to feel each breath she&#8217;d take.</em>&#8220;), die am Leben hält, was abzusterben droht, und Trost in der Tristesse bietet. Der Boss gibt den Realitäten mit wenigen Worten eine unbeschönigende, schwergewichtige Dimension, eine simple Story, in der sich auch heute noch Menschen wiederfinden vermögen, wenngleich der weitverbreitete Wertekanon der Gegenwart die Norm der Verantwortung nicht mehr so schätzt. Umso heftiger wirkt nach wie vor das Gefühl, die falsche Abzweigung auf dem Lebensweg eingeschlagen zu haben, dem Scheitern ins Auge zu sehen und sich mit Reminiszenzen besserer Zeiten über Wasser zu halten.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>The River</strong> strahlt mit seinen zeitlosen Sentimenten noch immer hell, bietet eine tiefgründige Relevanz. Wenn Musik gesellschaftlichen Wirklichkeiten einen Spiegel vorhält, bei all den Emotionen eben auch Wahrheiten in lyrische Prägnanz  fasst, dann darf Springsteen getrost als einer der hervorragendsten Vertreter genannt werden.</p>
<p><em>Das Video zum Lied findet sich <a href="http://www.mtv.de/videos/20092722" target="_blank">hier</a> oder <a href="http://www.myvideo.de/watch/657233/Bruce_Springsteen_The_River" target="_blank">hier</a>.</em></p>
<p><em>SomeVapourTrails</em></p>
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		<title>100 Songs – Teil 7 (Viðrar Vel Til Loftárása)</title>
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		<pubDate>Tue, 06 Oct 2009 09:08:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>lieinthesound</dc:creator>
				<category><![CDATA[100 Songs]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Ágætis Byrjun]]></category>
		<category><![CDATA[Musik]]></category>
		<category><![CDATA[Sigur Rós]]></category>

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		<description><![CDATA[Vor einigen Wochen schon erfolgte die Ankündigung, dass das zehnjährige Jubiläum von Ágætis Byrjun, dem atemberaubenden Durchbruch der isländischen Band Sigur Rós, eine entsprechende Würdigung auf diesem Blog erfährt. Diese will ich nun exemplarisch an dem episch-breiten, melancholisch-traurigen Lied Viðrar Vel Til Loftárása festpinnen. Über 10 Minuten dauert die fesselnde, träumerische Schwermut an, in deren Verlauf filigranes Falsett in einen überbordenden Streicherwulst mündet, der ehrlichen Pathos beschwörend herbeifidelt, um danach in einem chaotischen Ende einer panischen Auflösung anheimzufallen.



Das gesamte Album pulsiert dank feinst abgestimmter, komplexer und detailverspielter Strukturen, die in ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Vor einigen Wochen schon erfolgte die Ankündigung, dass das zehnjährige Jubiläum von <strong>Ágætis Byrjun</strong>, dem atemberaubenden Durchbruch der isländischen Band <strong>Sigur Rós</strong>, eine entsprechende Würdigung auf diesem Blog erfährt. Diese will ich nun exemplarisch an dem episch-breiten, melancholisch-traurigen Lied <em><strong>Viðrar Vel Til Loftárása</strong></em> festpinnen. Über 10 Minuten dauert die fesselnde, träumerische Schwermut an, in deren Verlauf filigranes Falsett in einen überbordenden Streicherwulst mündet, der ehrlichen Pathos beschwörend herbeifidelt, um danach in einem chaotischen Ende einer panischen Auflösung anheimzufallen.</p>
<p style="text-align: justify;">
<p style="text-align: justify;"><img class="aligncenter size-full wp-image-4416" title="cover-agaetis" src="http://lieinthesound.de/wp-content/uploads/2009/10/cover-agaetis.jpg" alt="cover-agaetis" width="550" height="550" /></p>
<p style="text-align: justify;">
<p style="text-align: justify;">Das gesamte Album pulsiert dank feinst abgestimmter, komplexer und detailverspielter Strukturen, die in vielen Schichten aufgetragen eben keinen zentnerschweren, unverdaulichen Brocken ergeben, vielmehr eine gehaltvolle Fluffigkeit schwebend-sphärischer Entrückungen gewährleisten. Bereits der (vom Intro abgesehen) erste Track <em><strong>Svefn-g-englar</strong></em> schlafwandelt in eine Dimension, welche Beklemmung an Loslösung koppelt, Schönheit an Unbehagen. Und diese Diskrepanzen werfen ihre Schatten ins Hörerlebnis, auch wenn man der isländischen Sprache ohnmächtig gegenüber steht. Man lasse sich nicht von der im ersten Wimpernschlag offenbar werdenden Lieblichkeit täuschen, die Formation tänzelt stets elfengleich am Abgrund, kleidet Furcht in eine mitunter resignative Stimmung, webt verzweifelten Gesang in ein Klangbett, das so flauschig wirkt und doch mehr Spitzen bietet, als sich dies jedweder Fakir wünscht. Auf Ágætis Byrjun bietet <em><strong>Ný Batterí</strong></em> den unmittelbarsten Blick auf etwas, was mehr Traumata als Traum scheint.</p>
<p style="text-align: justify;">Wenden wir das Ohr nun wieder Viðrar Vel Til Loftárása zu, dessen Titel wohl <em>Gutes Wetter für Luftangriffe</em> bedeutet und Verlust und Einsamkeit thematisiert, ehe ein Quäntchen Trost in den finalen Worten &#8220;<em>Aber das Schönste, was Gott erschaffen hat, ist ein neuer Tag</em>&#8221; liegt. Sacht baut das Piano ein andächtiges Sentiment auf, ehe sich Violinen dazugesellen und das wiederkehrende Motiv für <strong>Jón Þór Birgissons</strong> Gesang auffächern. Wie von der Abstellkammer des Aufnahmestudios her quillt seine Stimme von fern in die melodischen Wogen, flutet eine Welle desperater Erinnerung ins Geschehen, dessen Wirkung in den Sog des fast 3 Minuten ausladenden, von dröhnenden Gitarren und dichten Streichern gehexten Instrumentalteils rübergleitet, an dessem Schluss letztere fluchtartig auseinanderstieben.</p>
<p><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="480" height="385" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/akYuy2FMQk4&amp;hl=de&amp;fs=1&amp;" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="480" height="385" src="http://www.youtube.com/v/akYuy2FMQk4&amp;hl=de&amp;fs=1&amp;" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object></p>
<p style="text-align: justify;">Die hohe Kunst des Liedes vervollständigt <strong>Sigur Rós</strong> mit dem dazugehörigen Musikvideo, dessen Geschichte und Bilder die Ausnahmestellung von <strong>Viðrar Vel Til Loftárása</strong> weiter einzementieren und es wie Balsam auf die Seele des Musikliebhabers gleiten lässt.</p>
<p><em>SomeVapourTrails</em></p>
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		<title>100 Songs – Teil 6 (Amelia)</title>
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		<pubDate>Sat, 01 Aug 2009 09:24:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>lieinthesound</dc:creator>
				<category><![CDATA[100 Songs]]></category>
		<category><![CDATA[Amelia]]></category>
		<category><![CDATA[Amelia Earhart]]></category>
		<category><![CDATA[Hejira]]></category>
		<category><![CDATA[Joni Mitchell]]></category>
		<category><![CDATA[Musik]]></category>
		<category><![CDATA[Pat Metheny]]></category>

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		<description><![CDATA[Wenn man ein mit seltener Eleganz verziertes, mit höchstmöglicher lyrischer Konsistenz behübschtes und auf dem Level genialster Musikalität gehaltenes Album hören möchte, dann kommt man um Hejira nicht herum. Mit diesem Album erschuf Joni Mitchell einen sträflich unbeachteten Meilenstein. Und wenngleich eine Handvoll Lieder eine nähere Betrachtung verdienen, so ist Amelia noch ein Quäntchen erwähnenswerter als der Rest.

Der Song mag als Huldigung gegenüber der amerikanischen Flugpionierin Amelia Earhart verstanden werden, die 1937 während einer versuchten Erdumrundung über dem Pazifik abstürzte und deren Überreste bis heute nicht gefunden wurden. Und zweifelsohne ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Wenn man ein mit seltener Eleganz verziertes, mit höchstmöglicher lyrischer Konsistenz behübschtes und auf dem Level genialster Musikalität gehaltenes Album hören möchte, dann kommt man um <strong>Hejira</strong> nicht herum. Mit diesem Album erschuf <strong>Joni Mitchell</strong> einen sträflich unbeachteten Meilenstein. Und wenngleich eine Handvoll Lieder eine nähere Betrachtung verdienen, so ist <strong><em>Amelia</em></strong> noch ein Quäntchen erwähnenswerter als der Rest.</p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-3651" title="Hejira" src="http://lieinthesound.de/wp-content/uploads/2009/08/hejira.jpg" alt="Hejira" width="415" height="415" /></p>
<p style="text-align: justify;">Der Song mag als Huldigung gegenüber der amerikanischen Flugpionierin <em><strong>Amelia Earhart </strong></em>verstanden werden, die 1937 während einer versuchten Erdumrundung über dem Pazifik abstürzte und deren Überreste bis heute nicht gefunden wurden. Und zweifelsohne ist dies Wissen um den Kontext nützlich, doch scheint die Botschaft und Kernaussage von einem letztlich universellen fragilen Verlangen getragen. Das lyrische Alter Ego Mitchells nimmt die bei einer Fahrt durch die Wüste am Himmel beobachten Kondensstreifen von Flugzeugen zum Anlass, über trügerische Sehnsüchte zu sinnieren. Die Weite des Himmels offeriert eine sinnbildliche Freiheit, in die es gleich Ikarus aufzubrechen gilt. Voll Hoffnung und doch letztlich sein Schicksal teilend. Das Ausbüchsen aus Zwängen (&#8220;<em>People will tell you where they&#8217;ve gone/ They&#8217;ll tell you where to go/ But till you get there yourself you never really know</em>&#8220;) gestaltet sich schwierig (&#8220;<em>Where some have found their paradise/ Other&#8217;s just come to harm</em>&#8220;), ein Streben nach Erfüllung bringt unweigerlich auch Schmerz. Und so fächert sich eine Liebesgeschichte in poetischen Fragmenten auf. Während die Zeilen &#8220;<em>Maybe I&#8217;ve never really loved/ I guess that is the truth/ I&#8217;ve spent my whole life in clouds at icy altitude/ And looking down on everything/ I crashed into his arms</em>&#8221; abermals vordergründig Earharts Obsession für die Fliegerei schildern und eigentlich doch für die abgehobenen Träume vieler stehen, wird die Enttäuschung bereits zuvor mit &#8220;<em>It&#8217;s so hard to obey/ His sad request of me to kindly stay away/ So this is how I hide the hurt/ As the road leads cursed and charmed</em>&#8221; vorweggenommen. Die jede Passage beschließende Zeile &#8220;<em>Amelia it was just a false alarm</em>&#8221; determiniert den Kreislauf aus Hoffnungen und dem Bröckeln selbiger. Mitchell beendet das Lied mit einem wenige Worte umspannenden Traum (&#8220;<em>I dreamed of 747s/ Over geometric farms</em>&#8220;), der nochmals kräftig eine Weite und Freiheit preisgibt. Der Wunsch über die geordnete Geometrie des Lebens, über sämtliche Pläne hinwegzusegeln, bleibt letztlich in einer Rückschau nur ein Traum. Die den kompletten Track über reduzierten, nahezu meditative Gitarren kreieren einen Fokus auf Mitchells unaufgeregten, nüchtern rekapitulierenden Gesang, dessen Anteilnahme in minimalster Dosis ausfällt. In einer legendären Live-Version unterstreicht <em><strong>Pat Metheny</strong></em>s Spiel die Intensität nochmals nachdrücklich.</p>
<p style="text-align: justify;">
<p style="text-align: justify;">Dies Lied ist ein für immer in meinen musikalischen Horizont gemeißelter Kondensstreifen. Ewiglich poetisch und unglaublich klug beobachtet.</p>
<p>Link:</p>
<p><a href="http://www.myvideo.de/watch/5638362/Joni_Mitchell_Amelia_Pat_s_solo" target="_blank">Live-Video vom Album <em>Shadows and Lights</em></a></p>
<p><em>SomeVapourTrails</em></p>
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		</item>
		<item>
		<title>100 Songs &#8211; Teil 5 (Au suivant)</title>
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		<pubDate>Sun, 08 Mar 2009 22:59:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>lieinthesound</dc:creator>
				<category><![CDATA[100 Songs]]></category>
		<category><![CDATA[Au suivant]]></category>
		<category><![CDATA[Chanson]]></category>
		<category><![CDATA[Jacques Brel]]></category>
		<category><![CDATA[Musik]]></category>

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		<description><![CDATA[Manch Liedern wohnt der nahezu missionarische Wille inne, fundamentale Wahrheiten zu transportieren. Wahrheiten, die wir meist verdrängen oder schönreden. Aber wie sind selbige zu verpacken, ohne dass sie für den Hörer vollends ungenießbar werden? Eine gern präferierte Variante ist das Kleiden in beruhigend balladeske Schemen (Imagine von John Lennon), manch Songwriter entwerfen wohlfeile, zum Mitträllern einladende Hymnen, denen durch vielstimmiges Gejohle der Stachel genommen wird (Blowin&#8217; in the Wind von Bob Dylan). Was aber, wenn die Erkenntnis vor trivialer Unabänderlichkeit trieft? Wenn sie keinen sauberen Impetus birgt, mit welchem sich ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align:justify;">Manch Liedern wohnt der nahezu missionarische Wille inne, fundamentale Wahrheiten zu transportieren. Wahrheiten, die wir meist verdrängen oder schönreden. Aber wie sind selbige zu verpacken, ohne dass sie für den Hörer vollends ungenießbar werden? Eine gern präferierte Variante ist das Kleiden in beruhigend balladeske Schemen (<em>Imagine</em> von <em>John Lennon</em>), manch Songwriter entwerfen wohlfeile, zum Mitträllern einladende Hymnen, denen durch vielstimmiges Gejohle der Stachel genommen wird (<em>Blowin&#8217; in the Wind</em> von <em>Bob Dylan</em>). Was aber, wenn die Erkenntnis vor trivialer Unabänderlichkeit trieft? Wenn sie keinen sauberen Impetus birgt, mit welchem sich das Leben besser gestalten lässt?</p>
<p style="text-align:justify;">
<p style="text-align:justify;"><strong>Jacques Brel</strong> wählt den Irrsinn als Ausdrucksmittel. Die hysterisch dargebrachte Verzweiflung des Liedes <strong>Au suivant</strong> besteht in der Austauschbarkeit des Menschen. Ein jeder ist Nachfolger und früher oder später dann Vorgänger. Ob in der Liebe, im Job, in der Gesellschaft. Wir ersehnen die Nachfolge ebenso sehr wie wir uns fürchten selbst ersetzt zu werden.</p>
<p style="text-align:justify;">
<p style="text-align:justify;">Brel zeichnet eindringliche Bilder eines Ausflugs einer Armeeeinheit in ein Bordell, eine Massenabfertigung, in der Soldat für Soldat einen Moment lang Befriedigung erfährt, ehe schon der nächste Mann dem Höhepunkt entgegendrängt. Und genau diese Schilderung bringt das Dilemma auf den Punkt. Wir alle lüstern Nachfolger zu sein, den Platz räumen will niemand. Der Nächste soll warten. Sich gedulden. Die perverse Wahrheit von <em>Au suivant</em> wird durch die gedrillte, surreale Jahrmarktsmusik nur noch gesteigert, nagt &#8211; nein! zerfleischt! &#8211; jedwedes Wohlbehagen. Gehetzt torkelt Brel durch das Meisterstück, getrieben vom imaginären Nächsten, dem zu entkommen unmöglich scheint.</p>
<p style="text-align:justify;">
<p style="text-align:justify;">Doch lassen wir Brel selbst zu Wort kommen und schauen uns einen Live-Auftritt an (der mit unsäglichen Untertiteln bebildert wurde).</p>
<p>[youtube=http://www.youtube.com/watch?v=MdXkQ9DKqIQ]</p>
<p style="text-align:justify;">Hinzuweisen sei weiters auf famose Coverversion, so zum Beispiel <em>Next</em>, welches von <strong>Scott Walker</strong> interpretiert wurde. Im deutschsprachigen Raum hat <strong>Michael Heltau</strong> mit <a href="http://www.preiserrecords.at/album.php?ean=717281906814" target="_blank">Der Nächste</a> ein Glanzlicht gesetzt.</p>
<p>Links:</p>
<p><a href="http://www.lastfm.de/music/Jacques+Brel/_/Au+Suivant" target="_blank">Au Suivant auf Last.fm</a></p>
<p><a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Jacques_Brel" target="_blank">Wikipedia-Eintrag zu Jacques Brel</a></p>
<p>SomeVapourTrails</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>100 Songs &#8211; Teil 4 (Is Jesus Your Pal?)</title>
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		<pubDate>Tue, 06 Jan 2009 11:41:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>lieinthesound</dc:creator>
				<category><![CDATA[100 Songs]]></category>
		<category><![CDATA[GusGus]]></category>
		<category><![CDATA[Is Jesus Your Pal?]]></category>
		<category><![CDATA[Musik]]></category>
		<category><![CDATA[Slowblow]]></category>

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		<description><![CDATA[Das isländische Musikerkollektiv GusGus, auch gerne als Gus Gus tituliert, hat mit dem 1997 erschienenen Album Polydistortion ein gelungenes, vielfältiges Album abgeliefert. Nach zahlreichen Wechseln der Stammformation sind GusGus auch heute noch aktiv, haben jedoch den Charme der frühen Tage verloren und fokussierten sich zuletzt immer mehr auf trashigen Eurodance.
Is Jesus Your Pal? freilich bleibt als genialer Song, auch nach mehr als einem Jahrzehnt, bestehen. Die Cover-Version, das Original stammt von einer anderen isländischen Band namens Slowblow, ist eine kühle, von ruhiger Traurigkeit getragene Meditation. Die musikalische Umsetzung von Textpassagen ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align:justify;">Das isländische Musikerkollektiv<strong> GusGus</strong>, auch gerne als Gus Gus tituliert, hat mit dem 1997 erschienenen Album <em>Polydistortion</em> ein gelungenes, vielfältiges Album abgeliefert. Nach zahlreichen Wechseln der Stammformation sind GusGus auch heute noch aktiv, haben jedoch den Charme der frühen Tage verloren und fokussierten sich zuletzt immer mehr auf trashigen Eurodance.</p>
<p style="text-align:justify;"><em>Is Jesus Your Pal?</em> freilich bleibt als genialer Song, auch nach mehr als einem Jahrzehnt, bestehen. Die Cover-Version, das Original stammt von einer anderen isländischen Band namens <strong>Slowblow</strong>, ist eine kühle, von ruhiger Traurigkeit getragene Meditation. Die musikalische Umsetzung von Textpassagen wie &#8220;Do you need someone too, just like those people who find peace in someone&#8217;s promises?&#8221; ist mit dem nüchtern Beat virtuos gelungen. Die Verinnerlichung des Szenarios &#8211; des fast teilnahmslosen Zusehens des eigenen Untergangs und Scheiterns &#8211; wird mit minimalstem Einsatz der Mittel dargestellt. Gerade das fatalistische Trällern kontrastiert die Inhaltsschwere, steigert die Wirkung. Die Conclusio &#8220;If you reach out for more, you&#8217;ll find nothing but sorrow.&#8221; ist eine depressive Meisterleistung. Wenngleich die Lyrics auch von Slowblow stammen, so ist es letztlich die reduzierte Interpretation von GusGus, welche dieses Lied unvergesslich macht.</p>
<p>Eine Hörprobe ist <a href="http://gusgus.grapewire.net/shop/gusgus/polydistortion" target="_blank">hier</a> zu finden.</p>
<p>Weiterführende Links:</p>
<p><a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Slowblow" target="_blank">Slowblow auf Wikipedia</a></p>
<p><a href="http://www.gusgus.com/index.php?page=Press" target="_blank">GusGus (Offizielle Webseite)</a></p>
<p><em>SomeVapourTrails</em></p>
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