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	<title>Lie In The Sound</title>
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		<title>Gesetzte Pop-Poesie mit Pfiff &#8211; Richard Lenz</title>
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		<pubDate>Tue, 21 May 2013 15:52:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>lieinthesound</dc:creator>
				<category><![CDATA[Alben 2013]]></category>
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		<category><![CDATA[Deutschpop]]></category>
		<category><![CDATA[Review]]></category>
		<category><![CDATA[Richard Lenz]]></category>

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		<description><![CDATA[Vielleicht war ich ja 2009 noch naiv. Aber ich hätte damals schwören können, dass das clever gestylte Trio Lenz mit ihrem Album Augen auf und durch dank pfiffigem Indie-Pop-Sound durchstarten würde. Nun schreiben wir 2013 und die Band ist auf Richard Lenz zusammengeschrumpft, der es mit dem Album Glücksschwein wieder wissen will. Glücksschwein versucht sich [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Vielleicht war ich ja 2009 noch naiv. Aber ich hätte damals schwören können, dass das clever gestylte Trio <em>Lenz</em> mit ihrem Album <em>Augen auf und durch</em> dank pfiffigem Indie-Pop-Sound durchstarten würde. Nun schreiben wir 2013 und die Band ist auf <strong>Richard Lenz</strong> zusammengeschrumpft, der es mit dem Album <strong>Glücksschwein </strong>wieder wissen will. Glücksschwein versucht sich abermals an Pop-Poesie, klingt dabei allerdings eine Spur gesetzter. Öfters erinnert mich auch diese Platte daran, warum mir Lenz vor vier Jahren imponiert haben. Mitunter jedoch ist das neue Werk zwar nett, leider aber ausgesprochen unspektakulär.</p>
<p><iframe src="http://www.youtube.com/embed/fPhXz5skW8c?rel=0" height="309" width="550" allowfullscreen="" frameborder="0"></iframe></p>
<p style="text-align: justify;"><span id="more-13952"></span></p>
<p style="text-align: justify;">Ein grundsätzliches Missverständnis des Albums liegt in einer eher zurückhaltenden Instrumentierung, die oft erst im Refrain &#8211; wenn überhaupt &#8211; aufgegeben wird, wo die Chose dann natürlich knackig und kompakt wirkt. <em><strong>Sag du mir</strong></em> etwa klingt seltsam schaumgebremst, verschenkt das Potential. Bei <em><strong>Soo schön</strong></em> liegt der Fokus zunächst auf dem Gesang und einem Piano. Solch balladesker Moment fällt weniger überzeugend aus, erst der poppig-inbrünstige Refrain rettet das Lied. Mit <em><strong>Verlorn</strong></em> zeigt sich Lenz von seiner besten Seite, auch textlich (&#8220;<em>Ich bin verloren nur um gefunden zu werden/ Ich bin fallen gelassen worden nur um gut aufgehoben zu sein</em>&#8220;). Der positive Eindruck, die erfüllte Erwartungshaltung setzt sich auch bei <em><strong>Ohne Wenn und Aber</strong></em> fort. Das ist quirliger Pop, der mit Zeilen wie &#8220;<em>Oh ich weiß es klingt gemein aber ich kann ohne dich gut sein/ Ich hab bloß keine Lust allein zu sein</em>&#8221; die vermeintliche Fröhlichkeit bricht. Gelungen! Auch <em><strong>Irgendjemand wartet immer</strong></em> fällt sehr gut aus, ehe <em><strong>Desillusionierung</strong></em> einen Spagat wagt. Textlich ist dieses Sinnieren über Religion und Glaube eher Magerkost, musikalisch ist es so melodisch wie gewitzt. Als Highlight von Glücksschwein präsentiert sich der Song <em><strong>Mach&#8217;s nicht so einfach</strong></em>, allein schon weil man spätestens beim paradoxen Refrain aufhorcht (&#8220;<em>Mach&#8217;s nicht so einfach für mich/ Mach mich nicht schon wieder glücklich/ Komm mach&#8217;s nicht so einfach für mich</em>&#8220;). Die nachfolgende Ballade <em><strong>Ich hab gelogen</strong></em> bestätigt einmal mehr den Eindruck, dass Herr Lenz in dieser Hinsicht nicht gut beraten ist. Wie zuvor bei <em><strong>Manchmal</strong></em> tönt dies jammerig, bestenfalls dröge. Versöhnlich freilich zeigt sich der Ausklang mit <em><strong>Am Ende des Tages</strong></em>. Wenn authentisches, nie flaches Songwriting sachte Zuversicht versprüht, schließt man das Album endgültig ins Herz. Wäre ich Radiomacher, ich würde solch einen Titel mit Handkuß in die Rotation aufnehmen. Denn der Lenzsche Gesang ist so angenehm, die Stimme wohltuend, klar und ausdrucksstark.</p>
<p><iframe src="https://w.soundcloud.com/player/?url=http%3A%2F%2Fapi.soundcloud.com%2Ftracks%2F61467092" height="166" width="100%" frameborder="no" scrolling="no"></iframe></p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Glücksschwein</strong> leidet ein wenig unter Ungereimtheiten. Da wäre einerseits der Albumtitel, der etwas suggeriert, was die Platte nicht einzulösen gedenkt. Ernsthafter Deutschpop mit Charme lässt im Titel nicht die (Glücks-)Sau raus! Und auch die langsamen, reduzierten Pianolieder sind keineswegs ein Knüller. Abgesehen davon hat <strong>Richard Lenz</strong> aber erneut sein Potential unter Beweis gestellt, letztendllich im Verlauf der Platte auch den alten Pfiff wiederentdeckt. Bleibt zu hoffen, dass ihm beim jetzigen Alleingang der ganz große Erfolg beschieden ist.</p>
<p style="text-align: justify;"><a href="http://lieinthesound.de/wp-content/uploads/2013/05/gluecksschwein.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-13956" alt="gluecksschwein" src="http://lieinthesound.de/wp-content/uploads/2013/05/gluecksschwein.jpg" width="550" height="550" /></a></p>
<p style="text-align: justify;"><em>Glücksschwein ist am 17.05.2013 auf noteworks erschienen.</em></p>
<p style="text-align: justify;">Konzerttermine:</p>
<p>14.06.2013 Berlin &#8211; Brückeneck<br />
21.06.2013 Berlin &#8211; Féte de la musique<br />
14.07.2013 Berlin &#8211; Schokoladen<br />
05.08.2013 Berlin &#8211; Arcanoa<br />
08.08.2013 Leipzig &#8211; Tonelli&#8217;s<br />
13.08.2013 Hamburg &#8211; Freundlich + Kompetent<br />
21.08.2013 Berlin &#8211; Hangar 49<br />
05.09.2013 München &#8211; Munich Song Connection<br />
10.09.2013 Berlin &#8211; Lagari<br />
14.09.2013 Köln &#8211; Low Budget<br />
19.09.2013 Berlin &#8211; Acud<br />
29.09.2013 Dresden &#8211; Blaue Fabrik</p>
<p>Links:</p>
<p><a href="http://richardlenz.net/" target="_blank">Offizielle Homepage</a></p>
<p><a href="http://www.facebook.com/Lenzmusik" target="_blank">Richard Lenz auf Facebook</a></p>
<p><em>SomeVapourTrails</em></p>
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		<title>Unaufgeregten Träumern unter das Kopfkissen gelegt &#8211; Jet Flower</title>
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		<pubDate>Mon, 20 May 2013 14:21:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>lieinthesound</dc:creator>
				<category><![CDATA[Alben 2013]]></category>
		<category><![CDATA[Clips & Streams]]></category>
		<category><![CDATA[Indie Rock]]></category>
		<category><![CDATA[Jet Flower]]></category>
		<category><![CDATA[Review]]></category>

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				<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Manch Alben werden nur für einige wenige Liebhaber gemacht. Und diese mögen sich im Überschwang der Gefühle den Mund noch so fusselig reden, der Funke wird auf die Mitmenschen nicht überspringen. Manch Buch, Album, Film ist in seinem Sentiment eben nicht für die breite Masse gemacht. Es ist wirklich nicht schlimm, sich als Teil einer Minderheit zu verstehen, die Musik, Literatur oder Film eben anders wahrnimmt, anders fühlt, sofern man daraus nicht den Status eines elitären Geschmacks ableitet. Und vielleicht gar darauf erpicht ist, dass die eigenen Vorlieben nur ja nicht in den Dunstkreis des Massengeschmacks gelangen. Irgendein Bauchgefühl jedenfalls sagt mir, dass die dänische Formation <strong>Jet Flower</strong> weder mit ihrem aktuellen Album <strong>We Walk Alike</strong> noch mit zukünftigen Platten Legionen von Menschen erreichen werden. Vielleicht liegt es an der unprätentiösen Nostalgie des Werks, welches im Ton oft dezent zärtlich und stets kräftig melodisch ausfällt. Dieser pittoreske Indie-Folk-Rock-Sound ist unaufgeregten Träumern unter das Kopfkissen gelegt.</p>
<p><a href="http://lieinthesound.de/wp-content/uploads/2013/05/JetFlower-Pressefoto-TZ968.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-13949" alt="JetFlower-Pressefoto-TZ968" src="http://lieinthesound.de/wp-content/uploads/2013/05/JetFlower-Pressefoto-TZ968.jpg" width="550" height="367" /></a></p>
<p style="text-align: justify;"><span id="more-13947"></span></p>
<p style="text-align: justify;">Jet Flower haben keineswegs ein verschrobenes, im Kern unzugängliches Album fabriziert. Eigentlich ist der Band &#8211; zumindest in meinen Ohren &#8211; sogar das Gegenteil geglückt. We Walk Alike wirkt als Balsam, als nachdenkliche, unschläfrige, mitunter feierliche Melancholie für jede Gelegenheit. Selbst wenn ich mich auf die besten Titel beschränke, komme ich nicht umhin, mindestens sechs davon hervorzuheben. Zunächst den Opener <em><strong>Something To Someone / The World Is Mine</strong></em>, ein in voller Blüte an Britpop erinnernder, sacht euphorischer Song mit zarten, versonnenen Passagen. Das nachfolgende <em><strong>Rainbow Hill</strong></em> hat von den Harmonien und der Instrumentierung einen dezenten Sechziger-Einschlag, vordergründig ist es ein elegant intonierter Track, der vor allem im von Klavier geprägten Zwischenteil eine nostalgische Entschleunigung erlebt. Der Titeltrack <em><strong>We Walk Alike</strong></em> zeigt als wunderbare Ballade Wirkung, erinnert ein bisschen an Mumford &amp; Sons ohne Pathos, christlichen Firlefanz und Schlagzeug. <em><strong>Springtime</strong> </em>wiederum lässt den Frühling richtig duften, entwickelt ganz allmählich eine festliche Dynamik, die den Hörer zu umranken weiß. Ähnliches lässt sich auf von <em><strong>Driftwood</strong></em> sagen, das vor allem gegen Ende von einem sachten Plätschern zu einem kompakten Strudel wird, ein von Wärme durchfluteter Malstrom. <em><strong>It&#8217;s Gonna Rain</strong></em> bricht mit der Behaglichkeit der vorherigen Stücke, gibt sich skandinavisch kühl, schwermütig dem Piano zuprostend. Einmal mehr ist man von diesem ausnehmend stimmigen Gesang geplättet, von einem Ausdruck, der von subtiler Larmoyanz bis sachter Erhabenheit alle Schattierungen aus dem Effeff beherrscht.</p>
<p><iframe src="https://w.soundcloud.com/player/?url=http%3A%2F%2Fapi.soundcloud.com%2Fplaylists%2F1684672" height="450" width="100%" frameborder="no" scrolling="no"></iframe></p>
<p style="text-align: justify;">Je mehr ich mir <strong>We Walk Alike</strong> so anhöre, desto eher bin ich gewillt, mein Urteil zu revidieren. Jene Intensität, die <strong>Jet Flower</strong> ausstrahlen, mag wohl nicht Hinz und Kunz in eitle Wonnen ekstatieren, aber deshalb sollte diese Scheibe keineswegs ein Schattendasein fristen. Wer Gefühlen Nuancen zugesteht, wer nicht bloß Fröhlichkeit und Traurigkeit zu unterscheiden vermag, wer an Grübeleien Gefallen findet, darf den Dänen durchaus zusprechen. Man muss sich wahrlich nicht als indieverliebter Außenseiter fühlen oder eine einzigartige Fähigkeit zu musikalischem Werturteil besitzen, um diesem Album ein spezielle Schönheit abzutrotzen. Vielleicht sollte man We Walk Alike einfach nur zulassen, das Annehmen kommt von ganz allein &#8211; und mit diesem die Verträumung.</p>
<p><a href="http://lieinthesound.de/wp-content/uploads/2013/05/wewalkalike.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-13948" alt="wewalkalike" src="http://lieinthesound.de/wp-content/uploads/2013/05/wewalkalike.jpg" width="550" height="550" /></a></p>
<p><em>We Walk Alike ist am 19.04.2013 auf <a href="http://www.fuer-records.com/" target="_blank">Für Records</a>/<a href="http://www.timezone-records.com/" target="_blank">TimeZone Records</a> erschienen.</em></p>
<p>Link:</p>
<p><a href="http://www.facebook.com/jetflower" target="_blank">Jet Flower auf Facebook</a></p>
<p><em>SomeVapourTrails</em></p>
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		<title>Stippvisite 18/05/2013</title>
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		<pubDate>Sat, 18 May 2013 08:52:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>lieinthesound</dc:creator>
				<category><![CDATA[Alben 2013]]></category>
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		<description><![CDATA[Wir haben uns ja schon eine gefühlte Ewigkeit nicht mehr auf anderen Blogs und Online-Magazinen umgeschaut, heute wollen wir mal wieder einen kleinen Streifzug wagen. Es existiert derart viel Musik in den Weiten des Netzes, dass man gut daran tut, den Ohren geschätzter Kollegen und anerkannter Koryphäen zu vertrauen. Es würde einem sonst viel Aufregendes [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;"><em>Wir haben uns ja schon eine gefühlte Ewigkeit nicht mehr auf anderen Blogs und Online-Magazinen umgeschaut, heute wollen wir mal wieder einen kleinen Streifzug wagen. Es existiert derart viel Musik in den Weiten des Netzes, dass man gut daran tut, den Ohren geschätzter Kollegen und anerkannter Koryphäen zu vertrauen. Es würde einem sonst viel Aufregendes entgehen.</em></p>
<h2>Boheitipp:</h2>
<p><iframe src="http://www.youtube.com/embed/sy-SzJow69I?rel=0" height="309" width="550" allowfullscreen="" frameborder="0"></iframe></p>
<p style="text-align: justify;">Ich könnte von mir nicht behaupten, ein besonderes Faible für junge und unverbrauchte Frauenstimmen zu haben. Wohl aber liebe ich zarte, fragile Sangesstimmen voller Ausdruck, hasse melismatisches Geträller mit all der penetranten Wucht, die große Gefühle letztlich doch nur vorzugaukeln vermag. Das aus Indianapolis stammende Schwesternduo <a href="http://www.facebook.com/pages/Lily-Madeleine/388036857941061" target="_blank"><strong>Lily &amp; Madeleine</strong></a> hat mich mit klarem, tiefgründigem Gesang binnen Sekundenbruchteilen in seinen Bann gezogen. Diese jugendliche Note kommt angenehm nüchtern bis sanft rüber, ohne teenagerhaftes Drama oder adoleszente Depression. Die im Juni auf <em>Asthmatic Kitty</em> erscheinende EP <strong>The Weight of the Globe</strong> bietet schönen Folk-Pop und Stimmen, die man nicht vergessen kann und will. Wenn ich mir das Bohei um die Schwedinnen First Aid Kit so ansehe, dann müsste im Falle von Lily &amp; Madeleine wohl eine ähnlich gelagerte Euphorie ausbrechen. Am Potential besteht nicht der geringste Zweifel, wie die Tracks <em><strong>Tired</strong></em> oder <em><strong>Back to the River</strong></em> mit jedem Ton beweisen. Ganz, ganz großartig! (<a href="http://dasklienicum.blogspot.de/2013/05/eingestreut-516-lily-and-madeline.html" target="_blank">gefunden bei das klienicum</a>)</p>
<p style="text-align: justify;"><span id="more-13879"></span></p>
<p><iframe style="position: relative; display: block; width: 400px; height: 100px;" src="http://bandcamp.com/EmbeddedPlayer/v=2/album=489281744/size=venti/bgcol=FFFFFF/linkcol=4285BB/" height="100" width="400" frameborder="0"></iframe></p>
<h2>Ausschusstipp:</h2>
<p><iframe src="https://w.soundcloud.com/player/?url=http%3A%2F%2Fapi.soundcloud.com%2Ftracks%2F78483675" height="166" width="100%" frameborder="no" scrolling="no"></iframe></p>
<p style="text-align: justify;">Schon mindestens drei Monate will ich schon einen fabelhaften Downloadtipp loswerden, doch irgendwie komme ich nicht dazu. Dabei ist der Track <em><strong>Tame</strong></em> des unter dem Namen <a href="http://www.unseen-music.com/" target="_blank"><strong>Mint Julep</strong> </a>werkenden Ehepaars Kenniff für mich fraglos einer der besten Songs des bisherigen Musikjahres. Obwohl Mint Julep in Indie-Gefilden dank des letztjährigen Albums <em>Save Your Season</em> durchaus bereits eine Hausnummer sind, schätze ich Keith Kenniff vor allem wegen seiner Nebenprojekte wie etwa Goldmund. Mint Julep basteln bereits eifrig an dem neuen Album <strong>Broken Devotion</strong>, auf welchem der Song Tame aus unerfindlichen Gründen keinen Platz finden wird. Wenn so Ausschussware aussieht, hat Broken Devotion zweifelsohne das Potential, als Album des Jahres in die Annalen einzugehen. Der Song ist auf SoundCloud als Gratis-Mp3 verfügbar. (<a href="http://coast-is-clear.blogspot.de/2013/02/mint-julep-tame.html" target="_blank">via Coast Is Clear</a>)</p>
<h2>Sonnengefunkeltipp:</h2>
<p><iframe style="position: relative; display: block; width: 400px; height: 100px;" src="http://bandcamp.com/EmbeddedPlayer/v=2/album=250131270/size=venti/bgcol=FFFFFF/linkcol=4285BB/" height="100" width="400" frameborder="0"></iframe></p>
<p style="text-align: justify;">&#8220;<em>Every cloud has a silver lining</em>&#8221; verspricht der Refrain des Tracks <em><strong>No Wonder I</strong></em>. Und tatsächlich hat dieses Lied etwas von einem zarten Sonnengefunkel nach Regenwetter. Die Nummer verbindet Latin-Anleihen mit stoischen Paukenschlägen und einem luftig-süßen Gesang. Die mir bis dato unbekannte US-Formation <a href="http://www.laketheband.com/" target="_blank"><strong>Lake</strong></a> gibt mit diesem Lied eine erste Kostprobe ihrer anstehenden Platte <strong><em>Circular Doorway</em></strong>. Da mir No Wonder I wirklich ausgesprochen imponiert, bin ich auf dies Album wirklich sehr, sehr gespannt. (<a href="http://exclaim.ca/MusicVideo/ClickHear/lake-no_wonder_i" target="_blank">via Exlaim!</a>)</p>
<h2>Entdeckertipp:</h2>
<p><iframe src="https://w.soundcloud.com/player/?url=http%3A%2F%2Fapi.soundcloud.com%2Ftracks%2F61247150" height="166" width="100%" frameborder="no" scrolling="no"></iframe></p>
<p style="text-align: justify;">Von Jazz inspirierter Pop? Zumindest mir kann das durchaus auch schnell einmal auf die Nerven gehen. Allerdings nicht im Falle von <a href="http://www.andrearydinberge.com/" target="_blank"><strong>Andrea Rydin Berge</strong></a>, welche mir vor ein paar Wochen <a href="http://polarblog.de/2013/04/12/kleine-nachtmusik-mit-andrea-kvien-brunvoll/" target="_blank">nahegebracht wurde</a>. Eva-Maria vom Polarblog notiert: &#8220;<em>Eigentlich kommt die Sängerin, Pianistin und Harfinistin vom Jazz her, aber als neugierige Grenzgängerin hat die junge Norwegerin eine Neigung zum Singer-Songwriterin entdeckt. Vielleicht deshalb, weil sich zu reduzierter Instrumentiertung hier so wunderbar die kleinen, schrägen Geschichten für den flüchtigen Moment erzählen lassen.</em>&#8221; Andrea Rydin Berge bastelt noch an ihrem Solodebüt, doch erste Lieder tun gediegenes Songwriting und eine charaktervolle Stimme kund. Besonders tritt dies in dem Song <em><strong>Early December</strong></em> hervor, wo man vor der poetischen Grazie des Ausdrucks in die Knie geht. Fein!</p>
<p><iframe src="https://w.soundcloud.com/player/?url=http%3A%2F%2Fapi.soundcloud.com%2Ftracks%2F44733265" height="166" width="100%" frameborder="no" scrolling="no"></iframe></p>
<h2>Songtipp:</h2>
<p><iframe src="http://player.vimeo.com/video/65935278" height="309" width="550" allowfullscreen="" frameborder="0"></iframe></p>
<p style="text-align: justify;">Auch schon länger empfehlen will ich den Song <em><strong>The Caustic Light</strong></em> der in Atlanta ansässigen Singer-Songwriterin <a href="http://www.facebook.com/shannonwrightmusic" target="_blank"><strong>Shannon Wright</strong></a>. Die fleißige Dame hat Anfang Mai mit <strong>In Film Sound</strong> ihr siebtes Soloalbum in 13 Jahren vorgelegt. Und wenn ich der Energie des Tracks The Caustic Light so lausche, dann ist es um mich geschehen. Roh, markant präsentiert sich der Gesang, rabaukig die Gitarre. Das gefällt, gefällt mir sehr. Und weckt die Lust, das Album demnächst ausgiebig zu erkunden. (<a href="http://www.nicorola.de/mixahulababy-319/" target="_blank">via Nicorola</a>)</p>
<p><a href="http://lieinthesound.de/wp-content/uploads/2013/05/infilmsound.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-13943" alt="infilmsound" src="http://lieinthesound.de/wp-content/uploads/2013/05/infilmsound.jpg" width="550" height="550" /></a></p>
<p><em>In Film Sound ist am 05.05.2013 auf <a href="http://ernestjenning.com/" target="_blank">Ernest Jenning Record Co.</a> erschienen. </em></p>
<p>Das soll es für dieses Mal auch wieder gewesen sein. Demnächst wieder mehr!</p>
<p><em>SomeVapourTrails</em></p>
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		<title>Lauschrausch XXVII: Legs</title>
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		<pubDate>Fri, 17 May 2013 18:29:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>lieinthesound</dc:creator>
				<category><![CDATA[Alben 2013]]></category>
		<category><![CDATA[Clips & Streams]]></category>
		<category><![CDATA[Lauschrausch]]></category>
		<category><![CDATA[Indie Pop]]></category>
		<category><![CDATA[Legs]]></category>

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		<description><![CDATA[Aus Oakland dringt herrlich verzerrter Lo-Fi-Indie-Pop zu uns. Die Formation Legs hat mit ihrem Debüt Pass The Ringo ein berückend-melodisches Stück Retro-Zauber im Gepäck. Die Platte entwickelt eine zärtliche Unbeschwertheit, deren Frische gerade zu diesen sommerlichen Tagen wunderbar passt. Legs versinken in einer Nostalgie ohne jedwede Schwermut. Man muss schon ein harter Hund sein, um [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><iframe src="http://player.vimeo.com/video/60014033" height="309" width="550" allowfullscreen="" frameborder="0"></iframe></p>
<p style="text-align: justify;">Aus Oakland dringt herrlich verzerrter Lo-Fi-Indie-Pop zu uns. Die Formation <a href="http://www.facebook.com/pages/Legs/154256767973229" target="_blank"><strong>Legs</strong></a> hat mit ihrem Debüt <strong>Pass The Ringo</strong> ein berückend-melodisches Stück Retro-Zauber im Gepäck. Die Platte entwickelt eine zärtliche Unbeschwertheit, deren Frische gerade zu diesen sommerlichen Tagen wunderbar passt. Legs versinken in einer Nostalgie ohne jedwede Schwermut. Man muss schon ein harter Hund sein, um bei <em><strong>Time to Face the World</strong></em> nicht die kecke Lieblichkeit des Sounds förmlich auf der Zunge zu schmecken. Man darf sich freilich wahllos einen der zehn Titel rauspicken und wird keineswegs enttäuscht werden. So rund ist die Chose. Als persönliche Highlights habe ich weiters das ungestüme <em><strong>Go Ask Your Mother</strong></em>, ein im Refrain mitreißendes <em><strong>Cast in Shadows</strong></em> oder auch <em><strong>Shades of Grey</strong></em> ausgemacht. Warum <a href="http://www.vice.com/read/reviews-0000510-v20n4" target="_blank">Vice</a> Pass The Ringo als schlechtestes Album des Monats bezeichnet hat, vermag ich nicht nachzuvollziehen. Aber solch krasse Fehleinschätzung bestärkt mich darin, dass ich Vice auch weiter &#8211; wann immer möglich &#8211; ignoriere. Diese Platte jedenfalls ist wirklich und wahrhaftig ein großes Kleinod, wie geschaffen für einen Lauschrausch! (<a href="http://coast-is-clear.blogspot.de/2013/05/legs-janglegitarren-leicht-verzerrt.html" target="_blank">via Coast Is Clear</a>)</p>
<p style="text-align: justify;"><span id="more-13938"></span></p>
<p><iframe src="https://w.soundcloud.com/player/?url=http%3A%2F%2Fapi.soundcloud.com%2Fplaylists%2F3823644" height="450" width="100%" frameborder="no" scrolling="no"></iframe></p>
<p><em>Pass The Ringo ist am 23.04.2013 auf <a href="http://theloglady.com/" target="_blank">Loglady Records</a> erschienen.</em></p>
<p><em>SomeVapourTrails</em></p>
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		<title>Bis in die innersten Eingeweide &#8211; Tante Doktor</title>
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		<pubDate>Wed, 15 May 2013 19:04:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>lieinthesound</dc:creator>
				<category><![CDATA[Alben 2012]]></category>
		<category><![CDATA[Clips & Streams]]></category>
		<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>
		<category><![CDATA[Review]]></category>
		<category><![CDATA[Tante Doktor]]></category>

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		<description><![CDATA[Tante Doktor ist eine Band aus Gießen, die sich laut Eigenbeschreibung dem medizinischen Songwriting verschrieben hat. Was zunächst für einen Hypochonder wie meine Wenigkeit als Drohung anmutet, entpuppt sich bereits während des ersten Höreindrucks als erstklassig. Die EP Unsteril zeigt ein sichere Hand für smarte und elegante Songs in deutscher und englischer Sprache. Bereits der [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><iframe src="http://www.youtube.com/embed/FGWONxce85E?rel=0" height="309" width="550" allowfullscreen="" frameborder="0"></iframe></p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Tante Doktor</strong> ist eine Band aus Gießen, die sich laut Eigenbeschreibung dem medizinischen Songwriting verschrieben hat. Was zunächst für einen Hypochonder wie meine Wenigkeit als Drohung anmutet, entpuppt sich bereits während des ersten Höreindrucks als erstklassig. Die EP <strong>Unsteril</strong> zeigt ein sichere Hand für smarte und elegante Songs in deutscher und englischer Sprache. Bereits der erste Track <em><strong>Mr Anaesthesia</strong></em> erinnert an so manches, was die notorisch unterschätzte Formation Mardi Gras.bb im Laufe ihres Schaffens fabriziert hat. Beschwingt und zugleich inbrünstig absurd gibt sich der Song im besten Sinne altmodisch, so als entstamme er einem in jeder Hinsicht schrägen Varieté. Im nachfolgenden <em><strong>Schwester</strong></em> vermag das direkt aus einer Intensivstation entsprungene Gefiepe den Hörer ordentlich einzuschüchtern. Diese Ballade steht durchaus in der grüblerischen, lakonischen Tradition von Element of Crime (&#8220;<em>Im Schichtdienst des Lebens/ Am Ende wird verreckt/ Kalte Zigaretten und eisiges Gemüt/ Vorwärts, immer weiter/ Nur keinen Schritt zurück/ Hat&#8217;s was gebracht/ Tut, was sie kann/ Und legt dann den Kittel der Verdrängung an</em>&#8220;). Das Dasein einer Krankenschwester ist selten derart knallhart an der Front der Menschlichkeit geschildert worden. Das tönt edel, zugleich auch schwer verdaulich. Diesen Umstand ahnt wohl auch Tante Doktor, denn mit <em><strong>Death Tango</strong></em> wird die kühle Atmosphäre wieder orchestral aufgelockert, mit der Essenz des Siechens ein Tänzchen gewagt. Unsteril wagt sich an die Tristesse des Endes. Wo die Texte einen Kloß in den Hals zaubern, vermag die Musik mit viel Seele und Stil für ansprechende Erträglichkeit zu sorgen. Nach dem etwas harmloseren Duett <em><strong>Injection of Wealth</strong></em> wird es bei <em><strong>Des Teufels größter Haufen</strong></em> wieder hoffnungslos makaber (&#8220;<em>Die Sepsis macht die Tore auf</em>&#8220;). Solch gesanglich stark dargebotene Medizinerpoesie ist Schlag in die Magengrube, dabei freilich skurril genug, um den Hörer mit einem gewissen Maß an Faszination in den Bann zu ziehen. Just als man weiteren Scheußlichkeiten harrt, sieht man sich mit dem letzten Song der Platte konfrontiert, dem souligen, wunderfeinen Track <strong><em>Waltz of Loss</em></strong>. Spätenstens jetzt sollte man sich mit Unsteril trotz der zugegeben nicht eben fröhlichen Prämisse anfreunden können. Wer einen kultivierten, keineswegs vordergründigen, eher schon tiefsinnigen Grusel bis in die innersten Eingeweide sucht, muss dieser EP das Ohr leihen. Tante Doktor haben ein wunderbar spezielles Kleinod geschaffen, dem selbst hartgesottene Hypochonder eher früher als später auf den Leim gehen. Und ich weiß, wovon ich spreche.</p>
<p style="text-align: justify;"><span id="more-13931"></span></p>
<p><iframe src="https://w.soundcloud.com/player/?url=http%3A%2F%2Fapi.soundcloud.com%2Fplaylists%2F2661905" height="450" width="100%" frameborder="no" scrolling="no"></iframe></p>
<p><a href="http://lieinthesound.de/wp-content/uploads/2013/05/unsteril_cover.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-13933" alt="unsteril_cover" src="http://lieinthesound.de/wp-content/uploads/2013/05/unsteril_cover.jpg" width="550" height="549" /></a></p>
<p><em>Unsteril ist am 24.10.2012 im <a href="http://lemmingverlag.de/" target="_blank">Lemming Verlag</a> erschienen.</em></p>
<p>Links:</p>
<p><a href="http://www.tante-doktor.com/" target="_blank">Offizielle Homepage</a></p>
<p><a href="https://www.facebook.com/TanteDoktor" target="_blank">Tante Doktor auf Facebook</a></p>
<p><em>SomeVapourTrails</em></p>
]]></content:encoded>
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		</item>
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		<title>So überspannt wie nur Indie sein soll &#8211; My Name Is Music</title>
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		<pubDate>Tue, 14 May 2013 18:55:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>lieinthesound</dc:creator>
				<category><![CDATA[Alben 2013]]></category>
		<category><![CDATA[Clips & Streams]]></category>
		<category><![CDATA[Indie Rock]]></category>
		<category><![CDATA[My Name Is Music]]></category>
		<category><![CDATA[Review]]></category>

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		<description><![CDATA[Manch Spaß lässt sich nicht in Worte fassen. Das Duo My Name Is Music kommt aus Wien und macht hibbeligen Indie-Pop-Rock. Solch eine Beschreibung kann freilich alles bedeuten, verrät nichts über die markante, mitunter bluesig röhrende weibliche Sangesstimme. Und sogar wenn man nun erwähnt, dass einige Tracks mit quirligem Electro-Pop imponieren, hat man noch immer [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Manch Spaß lässt sich nicht in Worte fassen. Das Duo <strong>My Name Is Music</strong> kommt aus Wien und macht hibbeligen Indie-Pop-Rock. Solch eine Beschreibung kann freilich alles bedeuten, verrät nichts über die markante, mitunter bluesig röhrende weibliche Sangesstimme. Und sogar wenn man nun erwähnt, dass einige Tracks mit quirligem Electro-Pop imponieren, hat man noch immer nicht das Wesen des Albums <strong>Super Acceleration</strong> ergründet. Diesem abgedrehten &#8211; mal rauen, mal partyfrohen &#8211; Werk kommt man mit Worten schwer auf die Schliche. Es wirbelwindet durch die Boxen, dass man anfangs noch die eine oder andere Augenbraue voll Skepsis hebt. Will da jemand mit viel Tamtam gute Laune vorgaukeln? Oder ist diese kunterbunte Songmischung tatsächlich eine musikalische Offenbarung, die durchaus humorvoll für eine Bombenstimmung sorgt?</p>
<p><iframe src="http://www.youtube.com/embed/52KnPOLExAE?rel=0" height="309" width="550" allowfullscreen="" frameborder="0"></iframe></p>
<p style="text-align: justify;"><span id="more-13927"></span></p>
<p style="text-align: justify;">Bei My Name Is Music darf man wirklich mal Bauklötze staunen. Das ist so schmissig wie Indie nur sein kann &#8211; und in den starken Momenten auch so überspannt wie nur Indie sein soll. Der Blues-Rock-Track <em><strong>Frankenstein&#8217;s Monster</strong></em> offenbart sich fraglos als Highlight der Platte, auch <em><strong>Gimme Gimme Gimme</strong></em> ist vor allem im Refrain eine schön verruchte Electro-Pop-Hymne, die man auf der Stelle ins Herz schließt. Aufreizend obszön gibt sich <em><strong>Suicide Attack in High Quality</strong></em>, welches Money, Sex und Fun propagiert, zugleich irgendwo am Abgrund tänzelt. Auch der sardonische Track <em><strong>Computer Game</strong></em> sollte nicht ungehört bleiben. Lebensfroher, geradezu hitverdächtig gestaltet sich <em><strong>Life Is Wonderful</strong></em>, wohl der Ohrwurm auf Super Acceleration. Wobei auch der abhebende Moment auf <em><strong>Free of Everything</strong></em> nicht zu verachten ist, wenn die Chose rockoperesken Pathos annimmt.</p>
<p><iframe src="https://w.soundcloud.com/player/?url=http%3A%2F%2Fapi.soundcloud.com%2Ftracks%2F91085922" height="166" width="100%" frameborder="no" scrolling="no"></iframe></p>
<p style="text-align: justify;">Wenn es einen Haken an dieser Platte gibt, dann wohl den, dass <strong>Super Acceleration</strong> durchaus einen gewissen Kuddelmuddelfaktor in sich birgt. Nichtsdestotrotz besticht die Platte in ihrer netten Verrücktheit, wirkt frisch, erstaunlich unangestrengt. Wenn man all die Spleeingkeit außer Acht lässt, eine Hymne an das Rauchen (<em><strong>My Favourite Drug</strong></em>) mit Augenzwinkern versteht, bleibt ein erstaunlich gutes Fundament übrig, Lieder nämlich, die zu mehr als einem Lacher oder verschmitztem Aha-Erlebnis taugen. <em><strong>My Name Is Music</strong></em> ist eine wirklich kurzweilige Scheibe mit gehaltvoller Exzentrik gelungen. Ein Bravo nach Wien!</p>
<p><a href="http://lieinthesound.de/wp-content/uploads/2013/05/superacceleration.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-13928" alt="superacceleration" src="http://lieinthesound.de/wp-content/uploads/2013/05/superacceleration.jpg" width="550" height="550" /></a></p>
<p><em>Super Acceleration ist am 10.03.2013 auf <a href="http://www.lasvegasrecords.at/" target="_blank">Las Vegas Records</a> erschienen.</em></p>
<p>Konzerttermine:</p>
<p>24.05.2013 Wien (A) &#8211; Flex</p>
<p>15.06.2013 Kusel &#8211; Kein Bock auf Nazis Festival</p>
<p>Links:</p>
<p><a href="http://www.mynameismusic.com/" target="_blank">Offizielle Homepage</a></p>
<p><a href="http://www.facebook.com/mynameismusic" target="_blank">My Name Is Music auf Facebook</a></p>
<p><em>SomeVapourTrails</em></p>
]]></content:encoded>
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		</item>
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		<title>Sommerliches Intermezzo leichtfüßiger Nostalgie &#8211; Cayucas</title>
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		<pubDate>Sat, 11 May 2013 14:37:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>lieinthesound</dc:creator>
				<category><![CDATA[Alben 2013]]></category>
		<category><![CDATA[Clips & Streams]]></category>
		<category><![CDATA[♫ Mp3 ♫]]></category>
		<category><![CDATA[Cayucas]]></category>
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		<category><![CDATA[Indie Pop]]></category>
		<category><![CDATA[kostenloser Download]]></category>
		<category><![CDATA[mp3]]></category>
		<category><![CDATA[Review]]></category>

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		<description><![CDATA[Eine halbe Stunde kann verdammt lang werden. Beispielsweise am Ende eines langen, enervierenden Arbeitstages, auf dem mehr als unbequemen Wartezimmerstuhl eines Zahnarztpraxis, oder gar im Stau auf dem Weg in den überfälligen Urlaub. 30 Minuten können jedoch auch furchtbar kurz ausfallen, wie im Flug vergehen. Etwa wenn man seine Lieblingsserie im TV guckt, in einer [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Eine halbe Stunde kann verdammt lang werden. Beispielsweise am Ende eines langen, enervierenden Arbeitstages, auf dem mehr als unbequemen Wartezimmerstuhl eines Zahnarztpraxis, oder gar im Stau auf dem Weg in den überfälligen Urlaub. 30 Minuten können jedoch auch furchtbar kurz ausfallen, wie im Flug vergehen. Etwa wenn man seine Lieblingsserie im TV guckt, in einer geselligen Runde bei Kaffee und Kuchen tratscht, in einem aufregenden Buch versunken ist. Im besten Falle erweist sich auch Musik als Kurzweil, welche sich zwischen die Längen eines Tages mogelt, ein Intermezzo aus Entspannung und Freude beschert. Mit großer Wonne habe ich das Album <strong>Bigfoot</strong> genossen. Mit 8 Liedern im Gepäck und nicht einmal 31 Minuten zählend zeigt es sich als kompaktes, unnachahmliches sommerliches Werk, das leichfüßig und besonders nostalgisch zu betören weiß. <strong>Cayucas</strong>, Projekt des Kaliforniers <em>Zach Yudin</em>, ist ein charmantes Debüt gelungen, welches für 30 Minuten Unbeschwertheit sorgt.</p>
<div id="attachment_13922" class="wp-caption alignnone" style="width: 560px"><a href="http://lieinthesound.de/wp-content/uploads/2013/05/cayucas7.jpg"><img class="size-full wp-image-13922" alt="cayucas7" src="http://lieinthesound.de/wp-content/uploads/2013/05/cayucas7.jpg" width="550" height="366" /></a><p class="wp-caption-text">Photo Credit: Cara Robbins</p></div>
<p><span id="more-13915"></span></p>
<p style="text-align: justify;">Bigfoot klingt nach einer sorgsam restaurierten, zugleich mit Patina belassenen Erinnerung an die goldenen Zeiten der Sechziger. Es riecht nach Strand, Sonne, wirft ein Echo der Unbekümmertheit zurück in das Hier und Jetzt. Es strotzt vor freudvoller Energie, wie man sie von Halbstarken kennt. Wer noch einen Funken Jugendlichkeit in sich trägt, vermag sich diesen aufgeweckten Rhythmen und der andererseits omnipräsententen Sentimentalität nicht zu entziehen. Sommer muss nämlich nicht aus Party, dreiviertelnackten, sonnengestählten Körper und Cocktails bestehen. Sommer birgt auch das Potential zu verträumtem Lagerfeuern am Strand. Solch Flair versprüht das Album &#8211; und speziell der Opener <em><strong>Cayucos</strong></em> [sic!], eine Hommage an ein kalifornisches Küstendorf gleichen Namens, setzt jene erwähnten Akzente. Wuseliger Lo-Fi-Indie-Folk-Pop voll zärtlicher Reminiszenzen! <em><strong>Will &#8220;The Thrill&#8221;</strong> </em>erwächst zu einem nur anfangs weniger augenfälligen Highlight der Platte. Vielleicht weil es mit dem schläfrigsten Sound der Platte aufwartet, was die Großartigkeit dieses Lieds jedoch nicht trübt! <em><strong>A Summer Thing</strong></em> lässt herrlich altmodischen Liebeskummer hervorblitzen (&#8220;<em>Now you’re watching the rain fall by yourself from your bedroom window / I&#8217;ll be checking the mailbox for the postcards you said you’d send</em>&#8220;), zugleich wird das Ende des Sommers eingeläutet. Dieser Song wirkt in seiner Unschuld hoffnungslos vergangenen Idyllen entsprungen. Zeiten, in welchen die einzige Unsicherheit jene des Herzens war. Nach der mit Latin-Flair ausstaffierten Fantasie <em><strong>Deep Sea</strong></em> vermag vor allem der abschließende Titeltrack <em><strong>Bigfoot</strong></em> zu brillieren. Bigfoot schleicht stapfend gen hymnische Gefilde, wirkt gleich einem aus dem Ruder gelaufenen Kinderlied. Liebe auf den ersten Hördurchlauf, ohne Wenn und Aber!</p>
<p><script src="http://player.ooyala.com/player.js?deepLinkEmbedCode=1mbjFsODqlj32zaIly8XUR6XWVuSqJa5&#038;embedCode=1mbjFsODqlj32zaIly8XUR6XWVuSqJa5&#038;video_pcode=d4NGE6vZlcR0hlPg1j8c3QAcjinU&#038;width=640&#038;height=360"></script></p>
<p><iframe src="http://player.vimeo.com/video/47628263" height="309" width="550" allowfullscreen="" frameborder="0"></iframe></p>
<p style="text-align: justify;">Dieses Album ähnelt einem in Würde vergilbten Farbfoto, das die Höhepunkte eines im Zenit der Jugendlichkeit stattgefundenen Sommers erneut materialisiert. Die hier auftretende Nostalgie kommt jedoch ohne desillusionierten Seufzer aus, schwelgt ganz und gar in Hochgefühl und Liebesleid. <strong>Bigfoot</strong> verströmt bittersüße Schönheit. <strong>Cayucas</strong> hat ein virtuos kurzweiliges, retroeskes Album fabriziert, welches die Erinnerung an warme Tage und aufregende Nächte geradezu behutsam in die Gegenwart holt. 30 Minuten Träumerei wurden noch selten besser gesponnen. In diese Platte eine halbe Stunde zu investieren, das ist wahrlich eine feine Idee. Vielleicht die beste dieses Sommers.</p>
<p><a href="http://lieinthesound.de/wp-content/uploads/2013/05/bigfoot.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-13921" alt="Bigfoot" src="http://lieinthesound.de/wp-content/uploads/2013/05/bigfoot.jpg" width="550" height="550" /></a></p>
<p><em>Bigfoot ist am 03.05.2013 auf <a href="http://www.secretlycanadian.com/" target="_blank">Secretly Canadian</a> erschienen.</em></p>
<p>Links:</p>
<p><a href="http://www.cayucas.com/" target="_blank">Offizielle Homepage</a></p>
<p><a href="http://www.facebook.com/Cayucas" target="_blank">Cayucas auf Facebook</a></p>
<p>Kostenloser Download von <a href="http://www.secretlycanadian.com/onesheet.php?cat=SC256" target="_blank">East Coast Girl</a> (Labelseite) und <a href="http://blog.kexp.org/2013/01/09/song-of-the-day-cayucas-cayucos/" target="_blank">Cayucos</a> (KEXP)</p>
<p><em>SomeVapourTrails</em></p>
]]></content:encoded>
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		<item>
		<title>Ein endlich eingelöstes Versprechen &#8211; Clara Luzia</title>
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		<pubDate>Thu, 09 May 2013 17:31:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>lieinthesound</dc:creator>
				<category><![CDATA[Alben 2013]]></category>
		<category><![CDATA[Clips & Streams]]></category>
		<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>
		<category><![CDATA[Clara Luzia]]></category>
		<category><![CDATA[Indie Rock]]></category>
		<category><![CDATA[Review]]></category>
		<category><![CDATA[Singer-Songwriter]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich habe meine Landsfrau Clara Luzia eigentlich nie ins Herz geschlossen. Natürlich ist sie seit Jahren eines der wenigen passablen Vorzeigegesichter der österreichischen Indie-Szene, aber dennoch war sie mir stets zu sperrig und zugleich zu farblos, um an meinem Gemüt zu rütteln. Ihr Ende März erschienenes Album We Are Fish hat mich nun endlich bekehrt, [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Ich habe meine Landsfrau <strong>Clara Luzia</strong> eigentlich nie ins Herz geschlossen. Natürlich ist sie seit Jahren eines der wenigen passablen Vorzeigegesichter der österreichischen Indie-Szene, aber dennoch war sie mir stets zu sperrig und zugleich zu farblos, um an meinem Gemüt zu rütteln. Ihr Ende März erschienenes Album <strong>We Are Fish</strong> hat mich nun endlich bekehrt, mir Gefühle in die Brust gezaubert. Hauptgrund für meine plötzlich ausgebrochene Zuneigung ist ein kompakter, oftmals fast schon deftiger Sound, der das bislang schale Larifari-Umsetzung durch druckvollen Krach ersetzt. Clara Luzia löst eigentlich erst mit dieser Platte all die Vorschusslorbeeren ein, die ihr schon seit Jahren gestreut werden.</p>
<div id="attachment_13910" class="wp-caption alignnone" style="width: 560px"><a href="http://lieinthesound.de/wp-content/uploads/2013/05/claraluzia_8722-neu.jpg"><img class="size-full wp-image-13910" alt="claraluzia_8722-neu" src="http://lieinthesound.de/wp-content/uploads/2013/05/claraluzia_8722-neu.jpg" width="550" height="380" /></a><p class="wp-caption-text">Photo Credit: Sarah Haas</p></div>
<p><span id="more-13901"></span></p>
<p style="text-align: justify;">We Are Fish gerät zu einem Singer-Songwriter-Album internationaler Güte. Ein Song wie <em><strong>No One&#8217;s Watching</strong></em> weiß mich textlich anzusprechen. &#8220;<em>Whatever I do it means nothing/ When there’s nobody watching</em>&#8221; mag vielleicht überhaupt als Credo unserer Tage durchgehen. Denn so sehr wir unsere Individualität auch betonen, materialisiert sie sich doch erst durch die Wahrnehmung anderer. Geradezu lieblich-fröhlich erschallt der Refrain des ermutigenden <em><strong>The Fall</strong></em>, während das nervöse <em><strong>The Menace Is My Head</strong></em> vor Unruhe und Unbehagen zappelt. Clara Luzia ergeht sich in existentiellen Nuancen, vermag dem Leben über das Milchmädchenhafte hinausgehende Einsichten abzutrotzen. Ein Stück weit nämlich leidet auch anspruchsvolle Musik oft darunter, dass sie sich in Emotionen verheddert, letztlich immer auf Einsamkeit und Liebe zurückfällt, während es der Literatur vorbehalten scheint, dem Sinn des Seins mit Kopflastigkeit zu begegnen. Zeilen wie &#8220;<em>You thought you’d asked the right questions/ But the answers just don’t fit</em>&#8221; und &#8220;<em>Your questions lead to question marks</em>&#8221; präsentieren sich jedoch sehr clever und relevant, Lichtjahre von vager Gefühligkeit entfernt (<em><strong>Leave The Light On</strong></em>). Dieses Werk weiß freilich Verwirrung zu stiften, beschwört Biester und Monster in uns. Vielleicht auch, weil man das menschliche Sein nicht ohne dessen Bestialität würdigen kann (&#8220;<em>Step outside the light and see the monster in you</em>&#8220;). Ein Song wie <em><strong>Monster In You</strong></em> offeriert starken Indie-Rock mit Pfiff. Das ist neu, das ist stark.</p>
<p><iframe src="https://w.soundcloud.com/player/?url=http%3A%2F%2Fapi.soundcloud.com%2Ftracks%2F48599251" height="166" width="100%" frameborder="no" scrolling="no"></iframe></p>
<p><iframe src="https://w.soundcloud.com/player/?url=http%3A%2F%2Fapi.soundcloud.com%2Ftracks%2F48599378" height="166" width="100%" frameborder="no" scrolling="no"></iframe></p>
<p style="text-align: justify;"><strong>We Are Fish</strong> ist nicht im Geringsten als düsteres Album zu verstehen. An der erwachsenen Note besteht jedoch kein Zweifel. <strong>Clara Luzia</strong> legt somit eine Platte, die jugendliche Spleenigkeit samt und sonders abgelegt hat. Zeitgenossen, die sich noch nicht in eine Ü30-Beschaulichkeit verkrümelt haben, werden das Werk zu schätzen wissen. Wer mit Clara Luzia bis dato nichts anfangen konnte, darf getrost zu We Are Fish greifen. Es ist das überfällige, jetzt eingelöst Versprechen ihres Potentials.</p>
<p><a href="http://lieinthesound.de/wp-content/uploads/2013/05/wearefish.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-13909" alt="wearefish" src="http://lieinthesound.de/wp-content/uploads/2013/05/wearefish.jpg" width="550" height="495" /></a></p>
<p><em>We Are Fish ist am 29.03.2013 auf <a href="http://www.asinellarecords.com/" target="_blank">Asinella Records</a> erschienen.</em></p>
<p>Konzerttermine:</p>
<p>09.05.2013 Berlin &#8211; Festsaal Kreuzberg<br />
10.05.2013 Leipzig &#8211; Werk 2<br />
11.05.2013 Salzburg (A) &#8211; arge<br />
25.05.2013 Weyer (A) &#8211; Bertholdsaal<br />
30.05.2013 München &#8211; Atomic Café<br />
31.05.2013 Zwentendorf (A) &#8211; Tomorrow Festival<br />
08.06.2013 Kirchanschöring &#8211; Im Grünen Festival festival im grünen, kirchanschöring (D)<br />
13.06.2013 Hall in Tirol (A) &#8211; Burg Hasegg Open Air<br />
23.06.2013 Wien (A) &#8211; Donauinselfest (FM4-bühne)</p>
<p>Links:</p>
<p><a href="http://www.claraluzia.com/" target="_blank">Offizielle Homepage</a></p>
<p><a href="http://www.facebook.com/claraluzia" target="_blank">Clara Luzia auf Facebook</a></p>
<p><em>SomeVapourTrails</em></p>
]]></content:encoded>
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		<title>Release Gestöber 39 (The Moth &amp; The Mirror, Slow Earth, New Found Land)</title>
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		<pubDate>Wed, 08 May 2013 10:10:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>lieinthesound</dc:creator>
				<category><![CDATA[Alben 2013]]></category>
		<category><![CDATA[Clips & Streams]]></category>
		<category><![CDATA[New Found Land]]></category>
		<category><![CDATA[Review]]></category>
		<category><![CDATA[Slow Earth]]></category>
		<category><![CDATA[The Moth & The Mirror]]></category>

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		<description><![CDATA[In den letzten Wochen &#8211; sogar Monaten &#8211; sind einige Kleinode eingetrudelt, bislang jedoch unerwähnt geblieben. Das soll nun peu à peu nachgeholt werden. The Moth &#38; The Mirror Indie-Rock mit folkiger und verträumter Note dringt mit anderthalbjähriger Verspätung nun auch in deutschsprachige Gefilde vor. Die schottische Band The Moth &#38; The Mirror vermag mich [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;"><em>In den letzten Wochen &#8211; sogar Monaten &#8211; sind einige Kleinode eingetrudelt, bislang jedoch unerwähnt geblieben. Das soll nun peu à peu nachgeholt werden.</em></p>
<h2>The Moth &amp; The Mirror</h2>
<p><iframe src="https://w.soundcloud.com/player/?url=http%3A%2F%2Fapi.soundcloud.com%2Ftracks%2F86903614" height="166" width="100%" frameborder="no" scrolling="no"></iframe></p>
<p><iframe style="position: relative; display: block; width: 400px; height: 100px;" src="http://bandcamp.com/EmbeddedPlayer/v=2/track=3932357320/size=venti/bgcol=FFFFFF/linkcol=4285BB/" height="100" width="400" frameborder="0"></iframe></p>
<p style="text-align: justify;">Indie-Rock mit folkiger und verträumter Note dringt mit anderthalbjähriger Verspätung nun auch in deutschsprachige Gefilde vor. Die schottische Band <a href="https://www.facebook.com/themothandthemirror" target="_blank"><strong>The Moth &amp; The Mirror</strong></a> vermag mich mit ihrem Album <strong>Honestly, This World</strong> nicht gänzlich zu überzeugen. Manchmal hat die Formation Kaugummi auf den Sohlen kleben, wirkt die Chose ein wenig dröge, kommt nicht vom Fleck. Ein paar Tracks jedoch erklären, warum das Album nun hierzulande auf Stargazer Records seine verdiente Veröffentlichung erfährt. Etwa das anfänglich entschleunigte, sich in weiterer Folge dramatisch aufschwingende <em><strong>Oceans &amp; Waves</strong></em>, ein vom Kontrast zwischen quirligem Rhythmus und ätherischer Stimme getragenes <em><strong>Germany</strong></em> oder <em><strong>Fire</strong></em>, dem eingängigsten, schmissigsten Stück dieser Platte. Diese Songs sind es, welche Honestly, This World aus dem Wust der Veröffentlichungen hervorstechen und The Moth &amp; The Mirror zu einer Entdeckung werden lassen.</p>
<p style="text-align: justify;"><span id="more-13900"></span></p>
<p><a href="http://lieinthesound.de/wp-content/uploads/2013/05/honestlythisworld.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-13902" alt="honestlythisworld" src="http://lieinthesound.de/wp-content/uploads/2013/05/honestlythisworld.jpg" width="550" height="550" /></a></p>
<p><em>Honestly, This World ist am 26.04.2013 auf <a href="http://stargazerrecs.wordpress.com/" target="_blank">Stargazer Records</a> erschienen.</em></p>
<h2>Slow Earth</h2>
<p><iframe src="https://w.soundcloud.com/player/?url=http%3A%2F%2Fapi.soundcloud.com%2Ftracks%2F48094667" height="166" width="100%" frameborder="no" scrolling="no"></iframe></p>
<p style="text-align: justify;">Wo andere Bands ihre Biografien mit den unnötigsten Detail vollpfropfen, von der Schuhgröße des Sängers angefangen bis hin zur schönsten Kindheitserinnerung des Bassisten, geben sich <a href="https://www.facebook.com/slowearth.se" target="_blank"><strong>Slow Earth</strong> </a>erstaunlich vage. Sie scheinen einer osteuropäischen Industriestadt zu entstammen. Das ist nun wahrlich kein Makel, zumindest aber nicht schlimmer als den Ruhrpott seine Heimat zu nennen. Der werte Kollege von den <em><a href="http://www.schallgrenzen.de/featured-slow-earth-latitude-and-023/" target="_blank">Schallgrenzen</a></em> nennt ihr Album <strong>Latitude and 023</strong> eine &#8220;Mischung aus progressivem Post-Rock, exaltierter Gesang, verträumten Melodien und vertrackte Rhythmen, Shoegaze und Ambient und ein wenig Pop&#8221;. Und tatsächlich zeigt uns diese Debüt-EP eine Band, die bei der Suche nach der eigenen Identität bereits weit fortgeschritten ist, sich prima ausgestaltet hat. Vor allem der Opener <em><strong>Identify</strong></em> vermag mich zu begeistern, weil er sich edel-balladesk gibt, speziell gesanglich über den Dingen schwebt. Auch das melodische und zugleich druckvolle <em><strong>Self-Formed</strong></em> ist keineswegs zu verachten. Wer also auch immer sich hinter Slow Earth verbirgt, solch eine tolle EP schreit förmlich nach mehr. Latitude and 023 sei dem Leser uneingeschränkt empfohlen!</p>
<p><a href="http://lieinthesound.de/wp-content/uploads/2013/05/latitudeand023.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-13903" alt="latitudeand023" src="http://lieinthesound.de/wp-content/uploads/2013/05/latitudeand023.jpg" width="550" height="572" /></a></p>
<p><em>Latitude and 023 ist am 06.05.2013 erschienen.</em></p>
<h2>New Found Land</h2>
<p><iframe src="http://www.youtube.com/embed/81izk69ZGjo?rel=0" height="309" width="550" allowfullscreen="" frameborder="0"></iframe></p>
<p style="text-align: justify;">Skandinavischen Sängerinnen zu huldigen, das gehört mit zu meinen Lieblingsbeschäftigungen. Dabei bin ich gar kein besonderer Schwedenfanatiker, auch nach Norwegen zieht es mich nicht wirklich. Was ich jedoch bei den Singer-Songwriterinnen auf dem Norden schätze, ist die gewisse emotionale Distanz. Sie trällern sich meist nicht das Kehlchen wund, bleiben oft reflektiert und zurückhaltend, zimmern komplexe Gefühlswelten. Das gilt auch für Anna Roxenholt, die unter dem Namen <a href="http://www.new-found-land.se/" target="_blank"><strong>New Found Land</strong></a> Anfang März ein wirklich feines Werk vorgelegt hat. Das selbstbetitelte Album besticht durch wohldosierte Klarheit und unendliche Schwermut, die den Hörer durchaus elegant um den Finger zu wickeln weiß. Sobald das richtige Maß an Getragenheit in ihren Liedern aufblitzt, schimmern selbige gleich Juwelen. <em><strong>Sweetness &amp; Delight</strong></em> etwa zelebriert einen zwiespältigen Abschied von Gezänk und süßen Wonnen (&#8220;<em>Put me on a ship that sails early in the morning/ It’s time, time to say farewell, farewell and goodbye/ To all this rambling and fighting/ All this sweetness and delight</em>&#8220;). <em><strong>What Is Love</strong></em> versucht das Wesen der Liebe zu erkunden, nur um letztlich in schaler Unkenntnis zu verharren. Solch mit elektronischem Geplucker dargereichte Beklemmung (&#8220;<em>What is love but a constant lesson/ I am tired of learning/ So I say it will all get better/ But inside I don’t know it</em>&#8220;) fährt in Mark und Bein. Roxenholt lässt ihr lyrisches Alter Ego vorwiegend müde vorwärtsschreiten, sich quälen, ohne dabei gleich nach dem erstbesten Strick zu greifen. Als besonders famos entpuppt sich der Electro-Pop-Schleicher <em><strong>Only My Winnings</strong></em>, mit Bildern wie &#8220;<em>So I drilled a little hole in my head/ To let out some demons/ That keeps feeding on my brain/ All my mistakes and all my troubles/ Only my winnings would reach through my mouth</em>&#8220;. Aller Schmerz wird so schonungslos, mit der gebotenen Kühle offeriert. Neben Resignation regt sich freilich auch eine kämpferische Attitüde, die nicht alle Pein schultern will (<em><strong>The Cross</strong></em>). New Found Land entpuppt sich als keine einfache Scheibe, präsentiert sich jedoch als eine, deren Eindrücke lang und länger nachhallen. Wenn sich verchromte Synthies Mal für Mal in Düsternis spiegeln, verfällt man dem Werk mit Haut und Haar.</p>
<p><iframe src="https://w.soundcloud.com/player/?url=http%3A%2F%2Fapi.soundcloud.com%2Ftracks%2F68911145" height="166" width="100%" frameborder="no" scrolling="no"></iframe></p>
<p style="text-align: justify;">Der Wahlberlinerin Roxenholt ist ein ganz besonderes, phasenweise atemberaubend intensivesWerk gelungen, welches sich wohl an reflektierte bis traurige Gefühlsmenschen richtet. Das Album ist in seinem Wesen herrlich skandinavisch. Es bestärkt mich darin, auch weiterhin eine Lanze für liedermachende Nordlicher zu brechen. New Found Land ist schlichtweg großartig!</p>
<p><a href="http://lieinthesound.de/wp-content/uploads/2013/05/newfoundland_cover.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-13904" alt="newfoundland_cover" src="http://lieinthesound.de/wp-content/uploads/2013/05/newfoundland_cover.jpg" width="550" height="542" /></a></p>
<p><em>New Found Land wurde am 01.03.2013 auf <a href="http://fixerecords.com/" target="_blank">Fixe Records</a> veröffentlicht.</em></p>
<p>Konzerttermine:</p>
<p>08.05.2013 Nürnberg &#8211; Club Stereo<br />
09.05.2013 Hannover &#8211; Lux<br />
17.05.2013 Stuttgart &#8211; Merlin<br />
18.05.2013 München &#8211; Milla<br />
03.08.2013 Friedland &#8211; Jenseits von Millionen Festival<br />
21.08.2013 Kassel &#8211; Kulturzelt Kassel<br />
22.08.2013 Jena &#8211; Kulturarena</p>
<p><em>SomeVapourTrails</em></p>
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		<title>Lauschrausch XXVI: Fat Freddy&#8217;s Drop</title>
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		<pubDate>Tue, 07 May 2013 08:31:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>lieinthesound</dc:creator>
				<category><![CDATA[Alben 2013]]></category>
		<category><![CDATA[Clips & Streams]]></category>
		<category><![CDATA[Lauschrausch]]></category>
		<category><![CDATA[Fat Freddy's Drop]]></category>

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		<description><![CDATA[Wir sind aus dem kurzen Frühjahrsschlaf erwacht und lustwandeln wieder regelmäßig in musikalischen Gefilden. Wenn sich Musik als Konglomerat verschiedenster Stile ballt, dann fällt der Versuch einer Beschreibung gern auf die Schnauze. Weil man mit Worten den diversen Genreeinflüssen hinterherhechelt, vor lauter Körner das Ganze aus dem Blick verliert. Das neuseeländische Kollektiv Fat Freddy&#8217;s Drop [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;"><em>Wir sind aus dem kurzen Frühjahrsschlaf erwacht und lustwandeln wieder regelmäßig in musikalischen Gefilden.</em></p>
<p><iframe src="http://www.youtube.com/embed/osFbt7SbGnE?rel=0" height="309" width="550" allowfullscreen="" frameborder="0"></iframe></p>
<p style="text-align: justify;">Wenn sich Musik als Konglomerat verschiedenster Stile ballt, dann fällt der Versuch einer Beschreibung gern auf die Schnauze. Weil man mit Worten den diversen Genreeinflüssen hinterherhechelt, vor lauter Körner das Ganze aus dem Blick verliert. Das neuseeländische Kollektiv <a href="http://www.fatfreddysdrop.com/" target="_blank"><strong>Fat Freddy&#8217;s Drop</strong></a> beschreibt seine neue Platte <strong>Blackbird</strong> als &#8220;unholy mix of disco, rootsy dub, blues, soul and electronic funk&#8221;. Und doch verrät diese Aufzählung nichts vom Zauber, zu welchem Fat Freddy&#8217;s Drop befähigt sind. Die Herrschaften kreieren einen Sound der coolen Ekstase, tönen herrlich improvisiert, erschaffen pulsierende Magie, betätigten sich als Marionettenspieler, die die Gliedmaßen der Hörer mit elegantem Schwung in Bewegung versetzen. Bereits die Platte <em>Dr Boondigga &amp; The Big BW</em> (2009) war schierer Genuss, viele Indizien sprechen dafür, dass man von Blackbird ähnliches erwarten darf. Irgendwo zwischen plumper Berieselung und Vermessung des Seins liegt in der Musik die Leidenschaftlichkeit des Spiels verborgen. Und genau diese Wonne wird bei Fat Freddy&#8217;s Drop mit den Ohren greifbar. Deshalb ist es auch total egal, in welchen Genres die Formation gerade hausieren geht. Es zählt somit nicht, was sie tut, sondern wie stupend sie es tut. Lauschräusche sind folglich garantiert!</p>
<p style="text-align: justify;"><span id="more-13896"></span></p>
<p><a href="http://lieinthesound.de/wp-content/uploads/2013/05/blackbird.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-13897" alt="blackbird" src="http://lieinthesound.de/wp-content/uploads/2013/05/blackbird.jpg" width="550" height="551" /></a></p>
<p><em>Blackbird erscheint am 28.06.2013 auf The Drop.</em></p>
<p><em>SomeVapourTrails</em></p>
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