Artikel getagged als: Copyright
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Eine neue Studie zum Thema Filesharing, welche im Auftrag der britischen PRS erstellt wurde, formuliert wenig Überraschendes sehr deutlich. Künstler, welche in den Charts vertreten sind, werden auch auf P2P-Plattformen bevorzugt runtergeladen. 80 Prozent aller getauschten Songs konzentrieren sich auf gerade einmal 5 Prozent der vorhandenen Titel, während es bei legalen Song-Downloads sogar über 90 Prozent sind. Will also meinen, dass die Diversität des Angebots sowohl im Filesharing-Bereich als auch bei digitalen Stores wie iTunes von den Konsumenten kaum genutzt wird. Welche Lehren darf man nun aus diesen Zahlen ziehen?
Knabbern …
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Der Diplom-Medienberater und Medienjournalist Robin Meyer-Lucht hat dieser Tage unter dem hochtrabenden Titel Kostenlos-Kultur ≠ Urheberrechtsverletzung: 10 Thesen zum Modernisierungsversagen der Medieneliten eine Bestandsaufnahme der Problemfelder der gegenwärtigen Copyright-Debatte geliefert. Zusammenfassend kann man seine Kritik auf einige, nicht eben markerschütternd neue Ansatzpunkte reduzieren. Meyer-Lucht konstatiert den über Jahrzehnte erfolgreichen Marktführern im Bereich Print und Musik, dass sie auf das neue Medium Internet falsch reagieren und etwaige Chance nicht ergreifen. Den Versuch, die bis zur Etablierung des Internets funktionierenden Geschäftsmodelle auch im Internet 1:1 anzuwenden, nennt er Adaptionsverweigerung. Er unterstellt den …
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Während der Gerichtsverhandlung twitterten sie noch Hoch- und Übermütiges ins Netz. So gab sich Peter Sunde Kolmsioppi, Mitbegründer der File-Sharing-Plattform “The Pirate Bay”, siegessicher und twittert er fände den Prozess langweilig, spottete großkotzig über die Anklage. Viele Filesharing-Befürworter jubelten – sahen den von ihnen vorschnell als Sieg deklarierten Prozessausgang als Signal für die Befreiung von Musik.
Jetzt wurden Kolmsioppi und seine Wegbegleiter Frederik Neij, Gottfrid Svartholm Warg und Carl Lundstorm jeweils zu einer einjährigen Haftstrafe verurteilt. Darüber hinaus sind sie zu Schadensersatz-Zahlungen in Höhe von 30 Millionen Kronen (2,74 Millionen …
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Was bereits im ersten Teil meiner Ausführungen angeklungen ist, will ich heute weiter auffächern. Diesmal soll der Augenmerk auf zwei Gesichtspunkten liegen: Ich gehe der Frage nach, ob Filesharer die besseren Menschen sind. Und en passant werde ich nochmals den Gedanken eines früheren Eintrags, der ein paar Worte über die gesellschaftliche Sehnsucht nach Kunst beinhaltet, wiederholen. Eigentlich scheint es bedauerlich, dass man Grundlagen vernunftbetonten Denkens als Erkenntnisse verkaufen muss, aber angesichts des Zuspruchs, den Hetzblogs gegen das Copyright – ich denke da an 11k2 – erfahren, führt kein Weg daran …
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Stell dir für einen kurzen Moment vor, dass in diesem Jahr eine mediale Verschwörung der Extraklasse im Gange ist. Vom Käseblättchen über die Journaillen, welche sich selbst zu wichtig nehmen, bis hin zu schütter gesäten Qualitätszeitungen haben sich alle abgesprochen und einen Aprilscherz vom Stapel gelassen, der bei weitem weniger müde daherdackelt als es der Jux der FAZ tut. Vermute mal, das Witzchen wäre so eine perfide Realsatire, dass sogar die in der Zeitungsente erwähnten Protagonisten es als wahr erachten und munter in die ihnen zugedachten Rollen schlüpfen. Vergegenwärtige dir …
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Nüchtern betrachtet ist das Ergebnis eines, das alle als Verlierer zurücklässt. Das kostenlose niederländische HQ-Portal Fabchannel, welches unzählige Live-Konzerte als kostenlose Streams anbietet, schließt in wenigen Tagen seine Pforten. Die Beweggründe werden auf der Webseite detailliert angeführt. Zufassend darf man es auf einen schlichten Nenner bringen: Geldmangel. Die Plattenlabel vermochten das Streaming von Videos nicht als Werbung verstehen, verlangten vielmehr Geld für die Rechteerteilung am Konzertmitschnitt. Laut Einschätzung des Betreibers, Justin Kniest, wären freilich nicht genügend Interessenten für ein Abo-Modell vorhanden und die Werbeeinnahmen, von denen ein Teil an die …
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Zäumen wir das Pferd von vorne auf. Filesharing ist gut, so der Tenor einer Studie, die im Auftrag niederländischer Ministerien ausgearbeitet wurde. Ich bin vom Willen beseelt, mir demnächst die 128 Seiten starke Analyse einzuverleiben. Zu der nun im Netz grassierenden Rezeption möchte ich jedoch vorab bereits ein paar Gedanken absondern.
Zunächst einmal möchte ich meinen letzten Einkauf bei EDEKA Revue passieren lassen. Die Bananen sahen schön krumm aus, glitzerten in saftigem Gelb und rochen keinesfalls verdorben. Klar überkam mich die Lust zu kosten, den Geschmackstest durchzuführen, ehe ich welche in …
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Am Anfang war nie das Wort, da irrt die Bibel, am Anfang steht ein Gerücht. Wie so oft beginnt ein Skandal mit einem Gerücht. Die Musik-Community Last.fm, die es ihren Benutzern erlaubt Profile anhand von Hörgewohnheiten zu erstellen und zu diesem Behufe die Daten, der am Computer gehörten MP3s auf die Webseite überträgt und dort in appetitlich-grafischen Happen serviert, eben diese Musikseite soll die Daten derjenigen User, in deren Hörverlauf unveröffentlichte Albumtracks auftauchen, an die RIAA übermittelt haben. Schließlich können die Hörer dieser noch nicht im Handel erhältlichen Songs selbige …
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Klar, das Musikbusiness ist echt zum Kotzen, ey! Immer dieselben Fressen und dahinter stecken die Beelzebuben der Musikindustrie, die einem doch glatt für gequirlte Scheiße Geld aus der Tasche ziehen wollen. Aber nicht mit mir, keine Cent bekommen die. Alles reiche Schnösel, die Musikheinis, die bereits frühmorgens zum Kaffee Hummer mit Kaviar-Trüffel-Dip schmatzen.
So oder so ähnlich argumentieren die mehr oder minder eloquenten Verfechter des Ich-will-mich-nicht-länger-abzocken-lassen-Lagers. Eine Kulturflatrate, die unbegrenztes Downloaden erlaubt, preisen viele als vortrefflichste Lösung. Die dem Wahnsinn der Marketing-Strategen entsagenden Indie-Künstler sind laut dieser Argumentationsschiene zwar die …
