
Manchmal rankt sich Irritation zur Kunstform hoch, sodass die prosaische Regung des Rezipienten nur in einem ungläubigen Schlackern mit den Ohren besteht, einhergehend mit dem Zweifel, ob der Künstler noch alle Tassen im Schrank hat. Doch Provokation kann phantasielos plakativ meucheln, oder hingegen ungemein auf verstörende Weise liebenswert betören. Und in exakt dieser Manier hantelt sich Xiu Xiu mit Dear God, I Hate Myself ins Herz des Hörers. Mastermind Jamie Stewart bricht Konventionen, trotz avantgardistischen Zugangs sowie vehementer textlicher Überspitzung wird man nicht müde, der Faszination seines sperrigen Werks zu …