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Artikel getagged als: Musikindustrie

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[11 Jun 2010 | Kein Kommentar | ]
Ich könnte mich mit natürlicher Selektion viel leichter anfreunden, wenn die Fitness derer, die sich letztlich durchsetzen, nicht oft mit ihrer Bereitschaft zur Skrupellosigkeit korrespondieren würde. Das gilt natürlich auch für die Musikbranche. Dass sich dort die Marionetten und deren garstige Strippenzieher als einzig fixe Konstante etabliert haben, liegt jedoch letztlich am für Manipulation und Schmierentheater empfänglichen Publikum. Die breite Masse präferiert das Spektaktel, nicht die Qualität. Und eben weil wir bevorzugen, was wir bevorzugen, trennt sich Spreu vom Weizen, machen wir uns über die Spreu her. Unsere Mägen verzehren …

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[9 Mai 2010 | 2 Kommentare | ]
Die Enteignungsfinte – Grundsätzliche Überlegungen zu simfy Heute will ich mich einmal nur im Metier des Bildblogs bewegen und anfangs mangelnde journalistische Sorgfalt ankreiden. Natürlich lebt die Presse von Verkürzungen, aber man einen Umstand auch so lange auf wenige Worte eindampfen, bis diese die Faktenlage komplett ignorieren. Welt Online lehnte sich dieser Tage besonders weit aus dem Fenster, als  sie konstatierte, dass simfy Millionen Musiktitel an Nutzer verschenkt. Denn dieser gerade medial beklatschte Streaming-Dienst namens simfy, der eine kostenlose, weil werbefinanzierte Variante sowie eine Flatrate um 9,99 Euro zum Zwecke hemmungslosen Konsums von …

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[4 Mrz 2010 | 10 Kommentare | ]
Ja, ich habe es schon längst verstanden. Die Major-Label Universal, Sony, EMI und Warner sind doch nur auf größtmöglichen Profit aus – und weil dieser nicht mit Schostakowitsch zu erzielen scheint, hieven sie halt Ramsch in die Charts. Die Vormachtstellung der großen Vier verhindert jedwedes Aufkeimen alternativer, niveauvoller Labels und Konzepte. Überhaupt fressen diese bösen Primusse sogar Kinder! Tja, und dass die real existierenden kleinen Plattenfirmen den Markt nicht aufzumischen wissen, das darf wahlweise der unglücklichen Verquickung von Idealismus mit mangelndem Geschäftssinn oder einer kruden Künstlerwahl angelastet werden. Wie man …

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[12 Feb 2010 | 6 Kommentare | ]
Friendly Fire oder doch ein Schlag ins Kontor der Copyright-Ignoranten? Selbst die Crack-Hure in meiner Straße hat es schon von den vom Dach zwitschernden Spatzen vernommen: Google ist böse. Ja, dies Liedchen lallen nicht mehr nur die miesepetrigen Apologeten eines freien Internets. Längst ist Google vielen mehr Osama als Obama. Als der Blog-Hostingservice Blogger.com, dessen Inhaber Google ist, in den letzten Tagen manch auf das Verbreiten mehr oder minder legaler Mp3s spezialisierten Blog einfach so das Licht auspustete, führte dies zu einem temporären Kammerflimmern in der musikaffinen Szene. Doch wie so oft fällt die Wahrheit bei dem ganzen Tohuwabohu zu …

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[15 Jan 2010 | 9 Kommentare | ]
Die großen Nullen – Spiel mir das Lied vom Kot Nachdem das Haltbarkeitsdatum des Jahrzehnts überschritten und eine frisch gebackene Dekade pfirsichhäutig erwächst, darf man getrost das Kind mit dem Bade ausschütten. Das Vermächtnis der abgelaufenen Dekade besteht in geringem Umfang aus epochalen kompositorischen Glanztaten, der eigentliche Furor manifestierte sich in iPods, der Unendlichkeit des Webs, dekatenten und vom Filesharing gebeutelten Plattenfirmen sowie einer karnickelhaften Vermehrung von Castingshows. Nehmen wir die malträtierten Moloche zuerst ins Visier. Wenn sich eine ganze Branche nur noch in smarten Marketingfeldzügen ergeht und die jahrelang gewieft praktizierte Ausbeutung der Konsumenten zu perfektionieren sucht, wenn lediglich diese …

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[12 Nov 2009 | Ein Kommentar | ]
Meistens darf mal vieles nicht, manchmal darf man was, aber auch nicht immer. Konkreter hätte ich die rechtlichen, aber rechtlich unverbindlichen FAQ: Was darf ein Musikblog? des Tonspions nicht zusammen fassen können. Lustig finde ich folgende Passage: Trotzdem ist es das gute Recht von Urhebern, selbst zu entscheiden, wo und wie ihre Musik veröffentlicht wird und dieses Recht sollte generell respektiert werden. Weil Herr Raaf vom Tonspion… selber immer wieder gegen die eigenen Gebote verstößt und seltsame Wege begeht. Wie heißt es doch so schön: “Erstmal vor der eigenen Haustür kehren.” Und: “Wenn man …

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[3 Nov 2009 | 7 Kommentare | ]
Man möge mich mit Vernunft geschlagenen Zeitgenossen doch endlich einmal in die verquere Logik der ganzen Filesharing-Befürworter einweihen. Ich bitte ehrlich darum. Einer im britischen Independent zititerten Studie zufolge sind Filesharer wieder einmal die eigentlichen Zugpferde der maroden Musikindustrie, die sämtliche finanziellen Ressourcen in den Dienst der guten Sache stellen und den Karren aus dem Dreck zerren. Von 1000 befragten Teilnehmern bekannten sich 10 Prozent zu illegalen Downloads. Eben diese 10 Prozent gaben an, durchschnittlich 77 Britische Pfund pro Jahr für den legalen Erwerb von Musik auszugeben, während der Rest …

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[25 Okt 2009 | 3 Kommentare | ]
Dieser Tage war allerorten zu lesen, dass Google in das Musikgeschäft einzusteigen plant und einen Service anstrebt, welcher iTunes Paroli bieten möchte. Bei der Suche nach Songs wird demnächst – vorläufig vermutlich lediglich in den USA – eine sofortige Kaufoption angezeigt, welche durch Dienste wie Lala realisiert werden soll. Dem Vernehmen nach haben die Majors selbst jene Idee Google ans Herz gelegt, um einen effektiven weiteren Vertriebskanal zu etablieren, der nebenbei noch die Vormachtsstellung und das Dikat von Apple ins Wanken bringen könnte. Was nach einem weiteren verzweifelten Versuch der …

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[12 Okt 2009 | 9 Kommentare | ]
Der Künstler-Mindestlohn Mindestlöhne. Wer in Zeiten der Krise auf selbige insistiert und Arbeitgebern unterstellt, dass eine unverhohlene Ausbeutung der neue Chic ist, wird mit Gefasel vom Aufschwung zugedröhnt. Die Konzepte der FDP und CDU bringen es auf den so simplen wie falschen Nenner: Geht es der Wirtschaft gut, bringt dies Arbeitsplätze. Und jene ernähren Menschen. Und dieser Mumpitz wird mantraartig wiederholt, bis er sich erfolgreich in vielen Köpfen etabliert. Doch sollte der Fokus auf dem Menschen liegen, auf seinem verbrieften Recht auf Würde, auf eine Entlohnung, die ein angemessenes Leben und Selbstentfaltung …

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[1 Okt 2009 | Kein Kommentar | ]
Was Musik (nicht) leisten kann Kunst als Bereicherung des gesellschaftlichen Lebens, mit einem Anspruch der über schiere Unterhaltung hinausgehend eine Quer- und Vordenkerschaft propagiert. All dies wird ins Kalkül gezogen, wenn die Rechte der Urheber unterstrichen werden. Kunst darf sich nie allein auf staatliche Förderungen verlassen und ebensowenig eine Gewichtung nach Verkaufszahlen erfahren. Sie lebt davon Träume, Grundängste und Realitäten poetisch in eine Essenz zu kleiden – und tut dies unter der Prämisse bestens, wenn wir alle mit unseren verschiedensten Lebenserfahrungen, Geschmäckern und Ansichten ihre Vielfalt unterstützen. Erbaulichkeit und Denkanstösse dankbar annehmen und honorieren. Aus …
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