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	<title>Lie In The Sound &#187; Pop</title>
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		<title>Die neandertalerhafte Keule der Kritik &#8211; Lana Del Rey</title>
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		<pubDate>Sun, 29 Jan 2012 12:44:42 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Nimmt unsere mediale Destruktivität nicht oftmals pathologische Züge an? Wir jubeln hoch, stellen uns als winzige Mosaiksteinchen des Erfolgs zur Verfügung, nur um früher oder später den Trend, die Sache oder eine Person nach allen Regeln der Kunst desavouieren, mit Hohn und Häme zu übergießen. Die Medien bauen Idole auf, generieren Prominenz, gestehen Relevanz zu, ehe sie dann plötzlich mit großer Trotzigkeit und Selbstgefälligkeit die Keule der Kritik schwingen. Nur dann wird von neandertalerhaftem Verhalten abgelassen, wenn sich der Kult, der Star nach bestimmten Vorstellungen verbiegt. Vor mehr als einem ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Nimmt unsere mediale Destruktivität nicht oftmals pathologische Züge an? Wir jubeln hoch, stellen uns als winzige Mosaiksteinchen des Erfolgs zur Verfügung, nur um früher oder später den Trend, die Sache oder eine Person nach allen Regeln der Kunst desavouieren, mit Hohn und Häme zu übergießen. Die Medien bauen Idole auf, generieren Prominenz, gestehen Relevanz zu, ehe sie dann plötzlich mit großer Trotzigkeit und Selbstgefälligkeit die Keule der Kritik schwingen. Nur dann wird von neandertalerhaftem Verhalten abgelassen, wenn sich der Kult, der Star nach bestimmten Vorstellungen verbiegt. Vor mehr als einem halben Jahr beispielsweise war <strong>Lana Del Rey</strong> ein noch unbeschriebenes Blatt, welchem Blogger, Feuilleton und schließlich Massenmedien mit überwiegend wohlwollenden Worten begegneten. Nach jedem weiteren veröffentlichten Song wurde die Sängerin zur nächsten großen Hoffnung des Pop Mal für Mal eindringlicher hochstilisiert. Die Vehemenz, mit welcher sich so viele als Entdecker Lana Del Reys selbst auf die Schulter klopften, erstaunt ein bisschen. Nicht wenige fühlten sich als Väter des Erfolgs, die einem der unzähligen, namenlosen Talente zum Durchbruch verholfen haben. Zunächst Blogs und auf Trendigkeit spezialisierte Online-Musikmagazine, später die Radiohaudegen sowie überaus seriöse Musikjournalisten. Jedermann wollte einen gewichtigen Beitrag geleistet haben.</p>
<div id="attachment_11541" class="wp-caption alignnone" style="width: 560px"><a href="http://lieinthesound.de/wp-content/uploads/2012/01/Pressefoto_Lana-del-Rey_2011-CMS-Source.jpg"><img class="size-full wp-image-11541" title="Pressefoto_Lana del Rey_2011 - CMS Source" src="http://lieinthesound.de/wp-content/uploads/2012/01/Pressefoto_Lana-del-Rey_2011-CMS-Source.jpg" alt="" width="550" height="367" /></a><p class="wp-caption-text">Photo Credit: Nicole Nodland</p></div>
<p style="text-align: justify;">Doch allmählich kippte die Stimmung, vermutlich als ruchbar wurde, dass Lana Del Reys Debüt bei Universal erscheinen würde. Dann vermutete man Kalkül hinter dem rasanten Aufstieg, fühlte sich vor den Karren einer perfiden, weil nicht sofort als Werbefeldzug erkennbaren Kampagne gespannt. Dieser Tage nun erscheint <strong>Born To Die</strong> und all das frühere Lob ist manchmal dezenten Verächtlichkeiten gewichen. Würde man nun zum Vaterschaftstest bitten, lediglich die dem Massengeschmack verpflichteten Vertreter ihres Standes würden noch enthusiastisch die Hand heben. Der Rest übt sich in einer Kindesweglegung, welche sich auch &#8211; aber eben nicht nur &#8211; durch eine gewisse Enttäuschung erklären lässt. Und hier kommt der zugegeben menschliche Makel der Destruktivität ins Spiel, der ein Album auch deswegen abwertet, weil es die Gier nach Überraschungen nicht befriedigt. Weil es im Kern die bereits bekannten Songs auffährt, keine Handvoll an weiteren Sensationen im Köcher beherbergt.</p>
<p style="text-align: justify;">Born To Die steht in der Tradition der allergrößten Pop-Platten. Weil es sich genau der Mittel bedient, die Pop erst groß gemacht haben. 5 Hits stehen beinahe ebenso viele gute Songs zur Seite, dazu noch 3 Lückenfüller, fertig ist die Scheibe. Pop-Alben hatten noch nie die Ambition durchgängig überirdischen Niveaus, Pop handelt berechtigterweise im Sinne des Kommerz und spart sich den einen oder anderen Kracher lieber für das nächste Album auf. Born To Die forciert schmachtende, aufgeplusterte Liebesballaden. Das war schon immer so, dies funktioniert auch gegenwärtig, wird auch in Zukunft Erfolgsgarant sein. Daran kann ich nichts Verwerfliches finden. Wann zierte das Genre denn jemals ein besonders ausgestaltetes Problembewusstsein, das sich Umweltschutz oder Kinderarbeit an die Fahnen geheftet hätte? Pop begleitet Gefühle, nie Ideale. Das Genre gebiert Stars, deren Image eine gewollte Künstlichkeit an den Tag legt, in den besten Fällen ein faszinierendes Image kreiert. So passt es ins Bild, dass Lana Del Rey eigentlich Elizabeth Grant heißt und sich mit ihrem gewählten Künstlernamen einen mondän-exotischen Glanz verleiht. Während sich manch Kollegin als futuristisches Chamäleon verdingt, fällt Del Rey auf die Vergangenheit zurück. Wenn sie ihre Musik als Hollywood Pop und Sad Core charakterisiert, sollte uns Hörer der ab und an biedere Glamour nicht überraschen. Da Pop, der erfolgreich sein möchte, auch immer ein gehöriges Maß an Modernität besitzen muss, wird manchem Streicher-Pomp früherer Zeiten noch ein Trip-Hop-Beat oder eine Rap-Einlage beigemengt.</p>
<p><iframe frameborder="0" width="550" height="309" src="http://www.dailymotion.com/embed/video/xm4ofn"></iframe><br /><a href="http://www.dailymotion.com/video/xm4ofn_lana-del-rey-video-games_music" target="_blank">Lana Del Rey &#8211; Video Games</a> <i>von <a href="http://www.dailymotion.com/universalmusicdeutschland" target="_blank">universalmusicdeutschland</a></i></p>
<p style="text-align: justify;">Man sollte die Ehrlichkeit dieses Werks bewundern &#8211; und es nicht als Verrat ansehen, dass aus einem Geheimtipp in Lichtgeschwindigkeit ein die Masse avisierender Popstar erwuchs. Der dramatische Gestus des Titelsongs <em><strong>Born To Die</strong></em> wirkt in Cinemascope gehalten, schwelgt und schwebt im Pathos, liefert zugleich das Rüstzeug für Krisenzeiten, indem es dem den Worten &#8220;<em>Cause you and I, we were born to die</em>&#8221; ein &#8220;<em>Try to have fun in the meantime</em>&#8221; beifügt. Fatalismus trifft auf Hunger nach Leben. Solche Attitüde wirkt nie auf ein Hinterzimmer beschränkt. <em><strong>Video Games</strong></em> wiederum ist eine musikgewordene Männerfantasie der sich verzehrenden, Hingabe praktizierenden Liebenden. Unschuldig vorgetragene Hymne, die all das impliziert, was heutzutage sonst gern mit einem offensiven <em>Fuck me</em> ausgedrückt wird. Rückwärtsgewandte Verklemmtheit oder Reiz des Unausgesprochenen? Ersteres, ohne Zweifel! Doch präsentiert sich Del Rey nicht als verhuschtes, kein Wässerchen trübendes Naivchen. Sie praktiziert nicht den auf Knien vollzogenen Purzelbaum in voremanipatorisch Zeiten. Dazu wirkt ein Song wie <em><strong>Blue Jeans</strong></em> im Vortrag zu dezidiert. Doch wo viele weibliche Popstars samt dazugehörigem Sex-Appeal jede Bühne sprengen, implodiert Lana Del Rey fast vor Begierde, ehe sich der Gefühlsschwall über den Hörer ergießt. Dann verströmen Zeilen wie &#8220;<em>Now my life is sweet like cinnamon/ Like a fucking dream I&#8217;m living in</em>&#8221; ein emotionales Idyll, in das man allzu gerne eintaucht (<em><strong>Radio</strong></em>). Ihr Sentiment wird volllippig artikuliert, ganz große, stark feminine Gefühle ergießen sich in perfekt geformte, schwülstige wie kräftige Refrains.</p>
<p><object id="null" width="550" height="309" classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowfullscreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="quality" value="high" /><param name="cachebusting" value="true" /><param name="flashvars" 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/> </object></p>
<p style="text-align: justify;">In der Summe fällt nur ein Mangel tatsächlich ins Gewicht. Dass von den zuvor unveröffentlichten Titel lediglich Radio, und mit Abstrichen <em><strong>Dark Paradise</strong></em> sowie <em><strong>Summertime Sadness</strong></em> zu begeistern vermögen. Die aufgestaute Erwartungshaltung entlädt sich jetzt in Nörgelei, plötzlich kramt ein jeder Musikkritiker nach Schwächen, trampelt auf dem herum, was im Sommer 2011 noch als so großartig und neu gegolten hatte. <strong>Lana Del Rey</strong> wird nicht länger der Nimbus der Neuentdeckung zugestanden, man diffamiert sie als clever designtes Sternchen, auf welches man zunächst reingefallen ist. Doch rechtzeitig mit der Veröffentlichung von <strong>Born To Die</strong> scheint die Erfolgsformel durchschaut, es wird zum Halali geblasen. Der fade Beigeschmack der Rezeption bleibt &#8211; will so gar nicht zu diesem ausgesprochen guten Album passen.</p>
<p><a href="http://lieinthesound.de/wp-content/uploads/2012/01/Born-To-Die_-Lana-Del-Rey-CMS-Source.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-11464" title="Born To Die_ Lana Del Rey - CMS Source" src="http://lieinthesound.de/wp-content/uploads/2012/01/Born-To-Die_-Lana-Del-Rey-CMS-Source.jpg" alt="" width="550" height="550" /></a></p>
<p><em>Born To Die ist am 27.01.2012 auf Vertigo Berlin erschienen.</em></p>
<p>Link:</p>
<p><a href="http://www.lanadelrey.com/" target="_blank">Offizielle Homepage</a></p>
<p><em>SomeVapourTrails</em></p>
]]></content:encoded>
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		<title>Hintergründigkeit im Vordergrund &#8211; Flare Acoustic Arts League</title>
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		<pubDate>Sun, 11 Dec 2011 17:51:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>lieinthesound</dc:creator>
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		<description><![CDATA[In Zeiten, in denen Internetaffinität keineswegs Erfolgsgarantie, vielmehr Grundvoraussetzung scheint, gönnt sich die Flare Acoustic Arts League beziehungsweise Mastermind LD Beghtol den Luxus, dem Netz mit Ignoranz zu begegnen, nicht einmal eine eigene Homepage vorzuweisen. So verwundert es auch nicht, dass die neueste Veröffentlichung der Flare Acoustic Arts League im digitalen Raum nicht eben mit großer Beachtung begegnet wurde. Dabei hätte sich die Doppel-EP Big Top/Encore durchaus Aufmerksamkeit verdient. Weil sie die Sorte Musik auf Scheibe bannt, welche die Würde des Pops hochhält. Weil memorable Melodien bestens arrangiert und nie ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">In Zeiten, in denen Internetaffinität keineswegs Erfolgsgarantie, vielmehr Grundvoraussetzung scheint, gönnt sich die <strong>Flare Acoustic Arts League</strong> beziehungsweise Mastermind <strong>LD Beghtol</strong> den Luxus, dem Netz mit Ignoranz zu begegnen, nicht einmal eine eigene Homepage vorzuweisen. So verwundert es auch nicht, dass die neueste Veröffentlichung der Flare Acoustic Arts League im digitalen Raum nicht eben mit großer Beachtung begegnet wurde. Dabei hätte sich die Doppel-EP <strong>Big Top/Encore</strong> durchaus Aufmerksamkeit verdient. Weil sie die Sorte Musik auf Scheibe bannt, welche die Würde des Pops hochhält. Weil memorable Melodien bestens arrangiert und nie auf unkenntlichen Hochglanz poliert werden. Man bereits nach einem Hördurchlauf vom Charme der Platte umflochten ist und sich mit jedem weiteren Mal tiefer darin verheddert. Der beste Pop scheint eben noch immer der, welcher Hintergründigkeit in den Vordergrund holt. Dann wird aus Radio-Gedudel auch Musik.</p>
<p style="text-align: justify;"><a href="http://lieinthesound.de/wp-content/uploads/2011/12/ldb_hoodie.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-11303" title="ldb_hoodie" src="http://lieinthesound.de/wp-content/uploads/2011/12/ldb_hoodie.jpg" alt="" width="550" height="688" /></a></p>
<p style="text-align: justify;">Wer darum weiß, dass LD Beghtol auch auf den legendären 69 Love Songs von The Magnetic Fields mitgewirkt hat, der mag die Eleganz von Big Top/Encore erahnen. Ganz im Geiste dieses ausgesucht kultivierten Sounds ist die Doppel-EP ein wärmendes Leuchtfeuer in der kühlen oder oftmals leider überzückten Pop-Landschaft. Die Vorzüge der Lieder liegen nicht im Spektakel einzelner Tracks, sondern in der gebündelten Qualität. Hervorzuheben wäre jedoch der vor Esprit sprühende Song <em><strong>The Kinetic Family</strong></em> als Musterbeispiel dafür, wie das von LD Beghtol handverlesene Ensemble zusammenwirkt. Oder nehmen wir das im Sixties-Flair gehaltene <em><strong>Hideous Ethnic Stereotype</strong></em>, ein ebenfalls berückender Titel, dessen bissige Lyrics sich angesichts der schmissigen Melodie erst im Nachgang erschließen. Zeilen wie &#8220;<em>I think it&#8217;s nice/ That you saved the biggest slice/ Of your wedding cake for me/ Thanks for the calories/ But I&#8217;m tired of your scraps/ And I&#8217;m never coming back</em>&#8221; sind es, die der Süße der Melodien eine Bitterkeit beimengen (<em><strong>Scenario</strong></em>).</p>
<p><object width="100%" height="81" classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="https://player.soundcloud.com/player.swf?url=http%3A%2F%2Fapi.soundcloud.com%2Ftracks%2F22713171" /><embed width="100%" height="81" type="application/x-shockwave-flash" src="https://player.soundcloud.com/player.swf?url=http%3A%2F%2Fapi.soundcloud.com%2Ftracks%2F22713171" allowscriptaccess="always" /> </object> <span><a href="http://soundcloud.com/affairs-of-the-heart/flare-acoustic-arts-league">Flare Acoustic Arts League &#8211; Hideous Ethnic Stereotype</a> by <a href="http://soundcloud.com/affairs-of-the-heart">Affairs Of The Heart</a></span></p>
<p><iframe src="http://www.youtube.com/embed/juerMfuk5y8" frameborder="0" width="550" height="403"></iframe></p>
<p style="text-align: justify;">Die <strong>Flare Acoustic Arts League</strong> kreiert kunstvoll arrangierten, erwachsenen Pop, der die sich zu Launigkeit bekennt, trotz aller Beschwingheit vor Abgründen strotzt. Warum die Veröffentlichung als Doppel-EP erfolgen musste, zumal es zwischen den EPs keinen Stilbruch zu vermelden gibt, entzieht sich meiner Kenntnis. Aber vielleicht deutet <strong>Big Top/Encore</strong> damit auch an, dass LD Beghtols Schaffen keinerlei Koventionen unterliegt. Doch werden Extravaganz und Brüche heute auch nur dann richtig wahrgenommen, wenn sie mit Pauken und Trompeten verkündet werden. Dazu freilich ist die Flare Acoustic Arts League schlichtweg zu feingeistig, bleibt darum weiterhin leider nur Geheimtipp. Wer den Begriff Connaisseur nicht als Schimpfwort, vielmehr als Selbstbeschreibung begreift, sollte um dies Werk keinen Bogen machen.</p>
<p style="text-align: justify;"><a href="http://lieinthesound.de/wp-content/uploads/2011/12/bigtopencore.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-11304" title="bigtopencore" src="http://lieinthesound.de/wp-content/uploads/2011/12/bigtopencore.jpg" alt="" width="550" height="559" /></a></p>
<p style="text-align: justify;"><em>Big Top/Encore ist am 25.11.11 auf Affairs Of The Heart erschienen.</em></p>
<p>Konzerttermine:<br />
(zusammen mit Maria Taylor, Unbunny)</p>
<p>12.01.2012 Wiesbaden &#8211; Walhalla<br />
13.01.2012 Duisburg &#8211; Steinbruch<br />
14.01.2012 Münster &#8211; Gleis 22<br />
15.01.2012 Hamburg &#8211; Knust<br />
16.01.2012 Leipzig &#8211; Moritzbastei<br />
17.01.2012 Berlin &#8211; Comet<br />
20.01.2012 Dresden &#8211; Beatpol<br />
22.01.2012 München &#8211; Orangehouse<br />
23.01.2012 Wien (A) &#8211; B72<br />
24.01.2012 Konstanz &#8211; Kulturladen<br />
25.01.2012 Zürich (CH) &#8211; Ziegel oh Lac<br />
26.01.2012 Aarau (CH) &#8211; Kiff<br />
27.01.2012 Geislingen &#8211; Rätsche<br />
28.01.2012 Köln &#8211; Motoki</p>
<p>Link:</p>
<p><a href="http://dasklienicum.blogspot.com/2011/12/flare-acoustic-arts-league-big-top.html" target="_blank">Rezension auf das klienicum</a></p>
<p><a href="http://affairsoftheheart.de/artists.html#faal" target="_blank">Flare Acoustic Arts League auf Affairs Of The Heart</a></p>
<p><em>SomeVapourTrails</em></p>
]]></content:encoded>
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		<title>Ohne Betonklotz an den Füßen &#8211; Dear Reader</title>
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		<pubDate>Fri, 02 Sep 2011 16:26:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>lieinthesound</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Singer-Songwriter]]></category>
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		<description><![CDATA[Nie möchte ich jegliche Lobesbekundung im Schatzkästchen horten, nie in der argwöhnischen Manier eines Dagobert Duck darauf achten, dass kein Wort der Anerkennung aus dem Panzerschrank der Superlative entfleucht. Wer sich geschmacklich befähigt findet, ein künstlerisches Werk zu bewerten, sollte gefälligst vor Enthusiasmus sprühen. Ein Werk in durchdachter Rage zerfleddern oder aber Fanfarenstöße anstimmen, das Gute im Guten sehen und vor Minderwertigkeiten nie die Augenlider senken, keinesfalls jedoch mit der Leidenschaftslosigkeit einer Krämerseele darüber richten. Unterkühlte Bewertungen werden dem künstlerischen Funken nicht gerecht. Aufgrund dieser meiner Attitüde will ich Idealistic ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Nie möchte ich jegliche Lobesbekundung im Schatzkästchen horten, nie in der argwöhnischen Manier eines Dagobert Duck darauf achten, dass kein Wort der Anerkennung aus dem Panzerschrank der Superlative entfleucht. Wer sich geschmacklich befähigt findet, ein künstlerisches Werk zu bewerten, sollte gefälligst vor Enthusiasmus sprühen. Ein Werk in durchdachter Rage zerfleddern oder aber Fanfarenstöße anstimmen, das Gute im Guten sehen und vor Minderwertigkeiten nie die Augenlider senken, keinesfalls jedoch mit der Leidenschaftslosigkeit einer Krämerseele darüber richten. Unterkühlte Bewertungen werden dem künstlerischen Funken nicht gerecht. Aufgrund dieser meiner Attitüde will ich <strong>Idealistic Animals</strong> mit Euphorie überschütten. Es erscheinen gefühlte Millionen Alben jährlich, doch juckt es den Kenner nur selten richtig in den Ohren. Ehrenwerte Klänge gibt es wie Sand am Meer, doch überdauern sie kaum den Moment, in dem sie genossen. <strong>Dear Reader</strong>, das Projekt der südafrikanischen Singer-Songwriterin <em>Cherilyn Macneil</em>, bietet mehr: Anmut, Charme sowie Erhabenheit.</p>
<div id="attachment_10822" class="wp-caption alignnone" style="width: 560px"><a href="http://lieinthesound.de/wp-content/uploads/2011/09/Dear+Reader_1_by_Marcus+Maschwitz.jpg"><img class="size-full wp-image-10822" title="Dear+Reader_1_by_Marcus+Maschwitz" src="http://lieinthesound.de/wp-content/uploads/2011/09/Dear+Reader_1_by_Marcus+Maschwitz.jpg" alt="" width="550" height="366" /></a><p class="wp-caption-text">Photo Credit: Marcus Maschwitz</p></div>
<p style="text-align: justify;">Natürlich könnte man bekritteln, dass Anmut, Charme und Erhabenheit fast allem zugeschrieben werden darf, was nicht schief daherstöckelt oder auf der Bananenschale der Trivialität ausrutscht. Aber kultivieren wir jene Begriffe eine Albenbesprechung lang als die Sorte Komplimente, mit denen man nicht etwa aus Höflichkeit um sich wirft. Idealistic Animals beschert Pop, welcher nie dem Kommerz erliegt und zugleich fluffig genug gelingt, um nicht auf den Magen zu schlagen. Wenn die Musik das Drama sucht und dabei nie in den zinnoberartigen Pathos einer Seifenoper abgleitet, wenn Lieder aus dem Vollen schöpfen und dabei keine Überflüssigkeiten hervorsprudeln, wenn eine Platte den Anspruch ohne Aussparung von Vergnügen umsetzt und somit die Quadratur des Kreises absolviert, darf man dies Wunder in die iTunes-Ordner und CD-Regale vieler Menschen wünschen. Quasi zum musikalischen Vademecum erheben, das viele Stimmungen zu begleiten vermag. Dear Reader kombiniert die lichte Reinheit zeitgenössischer skandinavischer Liedermacherinnen mit der fidelen Lebendigkeit der besten und angesehensten kanadischen und amerikanischen Vertreterinnen dieser Zunft. Umtrippelt den Hörer leichtfüßig, boxt mit jedem Song einen Treffer. Das nenne ich Grazie! Eine Anmut eben, die der Schwerfälligkeit vieler musizierender Klitschkos entgegen steht.</p>
<p style="text-align: justify;">Eigentlich kann jedes Lied auf Idealistic Animals Glanz in die Seele des Hörers pusten, das Gemüt mit Lieblichkeit bohnern, nur um dann abgrundtiefe Traurigkeit im blitzblanken Raum zu drapieren. Beispielsweise bitteren Beziehungsplätzchen, welche die im Refrain geradezu pittoreske Festlichkeit von <em><strong>GIRAFFE (What&#8217;s Wrong With Us)</strong></em> in den einzelnen Strophen so bäckt (&#8220;<em>If our kind of together is kind of like never then are we that?</em>&#8220;). Abschiede allerorts, gepaart mit beredten Desillusionen. &#8220;<em>What does it take to be great, is it fate? What it takes to be great is a tortured state</em>&#8221; lauert als gallige Erkenntnis bei <strong><em>MONKEY (You Can Go Home)</em></strong>, das sein Melodrama mit Pfiff entfaltet. Den einsamen Maulwurf von <em><strong>MOLE (Mole)</strong></em> durch Tunnelsysteme irren und mit einer Partnerin kollidieren zu lassen, das ist ein natürlich eine Parabel, die menschliches Verhalten genau seziert. Das knietief in Erinnerungen schniefende, zugleich abgeklärt reflektierende und dabei noch &#8211; man staune! &#8211; mit Unschuldsmiene ungeheuer lässig sämtliche musikalische Trümpfe ziehende <strong><em>CAMEL (Not Black Or White But Camel)</em></strong> begeistert mit einer beiläufig-poetischen Assoziation: &#8220;<em>He rubbed his hands together and it sounded like/ Folding a love-letter into an envelope</em>&#8220;. Chapeau! <em>Cherilyn Macneil</em> füllt diese Platte mit Sorge und Schmerz, wirft dazu fein gesponnene, oft launige, abwechslungsvolle Melodien in die Waagschale. Und nie wird diese Strategie deutlicher als im Refrain von <strong>BEAR (Young&#8217;s Done In)</strong>, wenn sie mit auf naiv getrimmter, aufgeweckter Stimme &#8220;<em>If I&#8217;m this tired while having fun/ It makes me worry that something&#8217;s wrong/ How much longer will I be young/ There&#8217;s so much stuff that I haven&#8217;t done</em>&#8221; intoniert. Wenn die Begrübelung der eigenen Existenz, die Wehmut über die Vergangenheit und die Ängste vor Zukünftigem derart ausgekügelt tänzelnd und ohne Betonklotz an den Füßen vorgesteppt wird, scheint auch Trost in Griffweite.</p>
<p><iframe src="http://player.vimeo.com/video/27529538?title=0&amp;byline=0&amp;portrait=0" frameborder="0" width="549" height="309"></iframe><br />
<a href="http://vimeo.com/27529538">Dear Reader &#8211; Monkey (Go Home now acoustic)</a> from <a href="http://vimeo.com/cityslang">City Slang</a> on <a href="http://vimeo.com">Vimeo</a>.</p>
<p style="text-align: justify;">Dear Reader hat mit <strong>Idealistic Animals</strong> ein Werk voller Großartigkeit fabriziert, ein famose Platte, die weibliche Singer-Songwriter vom Schlage einer Leslie Feist oder Neko Case vor Neid erblassen lassen würde, eine starke Scheibe, vor der europäische Nordlichter &#8211; abgesehen von einer Ausnahme, doch dieser Dame sei demnächst Tribut gezollt &#8211; ebenfalls in die Knie gehen müssen.  <strong>Dear Reader</strong> wird sich zweifellos an vorderster Front meiner Jahresbestenliste wiederfinden. Zeitgenossen mit weniger glühenden Ohren werden sich hingegen mit den üblichen Verdächtigen zufrieden geben.</p>
<p><a href="http://lieinthesound.de/wp-content/uploads/2011/09/idealisticanimals.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-10821" title="idealisticanimals" src="http://lieinthesound.de/wp-content/uploads/2011/09/idealisticanimals.jpg" alt="" width="550" height="464" /></a></p>
<p><em>Idealistic Animals ist heute (02.09.11) auf</em> <a href="http://www.cityslang.com/" target="_blank">City Slang</a> erschienen.</p>
<p>Konzerttermine:<br />
08.09.2011 Berlin &#8211; Columbia Club (Radio 1 Nacht)<br />
09.09.2011 Bielefeld &#8211; Forum<br />
10.09.2011 Duisburg &#8211; Steinbruch<br />
11.09.2011 Frankfurt &#8211; Brotfabrik<br />
13.09.2011 Marburg &#8211; KFZ<br />
14.09.2011 Münster &#8211; Gleis 22<br />
15.09.2011 Weinheim &#8211; Cafe Central<br />
17.09.2011 Dresden &#8211; Beatpol<br />
18.09.2011 München &#8211; Feierwerk<br />
19.09.2011 Freiburg &#8211; Jazzhaus<br />
20.09.2011 Zürich &#8211; <em>tba</em><br />
22.09.2011 Osnabrück &#8211; Rosenhof<br />
23.09.2011 Bremen &#8211; Tower<br />
24.09.2011 Hamburg &#8211; Reeperbahn Festival<br />
26.09.2011 Leipzig &#8211; Conne Island<br />
27.09.2011 Köln &#8211; Gebäude 9<br />
30.09.2011 Dortmund &#8211; Konzerthaus</p>
<p>Links:</p>
<p style="text-align: justify;"><a href="http://dearreadermusic.com/" target="_blank">Offizielle Webseite</a><br />
<a href="http://www.facebook.com/pages/Dear-Reader/87321990426" target="_blank">Dear Reader auf Facebook</a><br />
Kostenloser Download von <em>MONKEY (You Can Go Home)</em> auf <a href="http://soundcloud.com/cityslang/dear-reader-monkey-you-can-go" target="_blank">Soundcloud</a> und <em>MAN (Idealistic Animals)</em> bei <a href="http://dearreadermusic.com/newsletter-2/" target="_blank">Anmeldung zum Newsletter</a>.</p>
<p><em>SomeVapourTrails</em></p>
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		<item>
		<title>Anti-Barbie mit unverbeultem Heiligenschein &#8211; Blondie</title>
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		<pubDate>Sat, 16 Jul 2011 10:47:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>lieinthesound</dc:creator>
				<category><![CDATA[Alben 2011]]></category>
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		<category><![CDATA[Blondie]]></category>
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		<category><![CDATA[Review]]></category>

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		<description><![CDATA[Wenn sich Ikonen der Vergangenheit mit biestiger Unverdrossenheit an neue Alben heranpirschen, will man den einstigen Legenden oftmals das Mikrofon entringen, den Schlüssel zum Tonstudio in den Gully werfen, die früheren Giganten in einem ausbruchssicheren Alterswohnsitz einquartieren. Wenn Musiker zum Schatten ihrer selbst verkommen, sabotieren sie beharrlich den einstigen Ruhm mit unzeitgemäßen, uninspirierten Liedern, welche dem Erfolg Jahrzehnte hinterher hinken. Nicht so die New-Wave-Pioniere Blondie. An die Hochblüte vor mehr als 30 Jahren vermag die Formation um Debbie Harry nicht mehr anzuknüpfen. Doch auch wenn heute ein anderer Zeitgeist durch ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Wenn sich Ikonen der Vergangenheit mit biestiger Unverdrossenheit an neue Alben heranpirschen, will man den einstigen Legenden oftmals das Mikrofon entringen, den Schlüssel zum Tonstudio in den Gully werfen, die früheren Giganten in einem ausbruchssicheren Alterswohnsitz einquartieren. Wenn Musiker zum Schatten ihrer selbst verkommen, sabotieren sie beharrlich den einstigen Ruhm mit unzeitgemäßen, uninspirierten Liedern, welche dem Erfolg Jahrzehnte hinterher hinken. Nicht so die New-Wave-Pioniere <strong>Blondie</strong>. An die Hochblüte vor mehr als 30 Jahren vermag die Formation um <em>Debbie Harry </em>nicht mehr anzuknüpfen. Doch auch wenn heute ein anderer Zeitgeist durch unsere Köpfe spukt, Blondie im allerbesten Rentenalter vorfindet, setzt die Platte <strong>Panic of Girls</strong> die Gesetzmäßigkeit des Dahinsiechens außer Kraft.</p>
<p><a href="http://lieinthesound.de/wp-content/uploads/2011/07/Blondie_Pressefoto_1.jpg"><img src="http://lieinthesound.de/wp-content/uploads/2011/07/Blondie_Pressefoto_1.jpg" alt="" title="Blondie_Pressefoto_1" width="550" height="733" class="aligncenter size-full wp-image-10626" /></a></p>
<p style="text-align: justify;">Zweifelsohne knabbert der Zahn der Zeit an Debbie Harrys Existenz als Anti-Barbie, dennoch klingt diese Mittsechzigerin erstaunlich wenig schaumgebremst. Der Power-Pop-Feger <em><strong>What I Heard</strong></em> gerät prägnanter als die Songs aktueller Verfechterinnen dieses Genres. Blondie kitzeln aus vielen Liedern das Extraportiönchen Hit-Potential heraus, dieses Händchen scheint nach wie vor nicht von Arthrosen geplagt. Solch Gabe eines schnörkellosen, charismatischen Sounds stellt auch <em><strong>Mother</strong></em> unter Beweis. Ein durch die Bank ordentlicher Versuch den Erfolg von <em>Maria</em>, jenes phänomenalen Tracks der Comeback-Scheibe <em>No Exit</em> (1999), zu duplizieren. Bei dem soliden <em><strong>Love Doesn&#8217;t Frighten Me</strong></em> scheitert dies Unterfangen schon deutlicher. Die komprimierte Qualität der ersten Plattenhälfte spiegelt sich auch in <em><strong>Girlie Girlie</strong></em> wider. Wer außer Blondie darf gen Reggae schielen, ohne sich dabei der völligen Lächerlichkeit auszusetzen? <em><strong>Sunday Smile</strong></em>, ursprünglich aus der Feder von Beiruts Zach Condon,  erinnert in dieser Interpretationan die Zeiten von <em>The Tide Is High</em>, ohne dem Charme des Vorbilds auf die Pelle zu rücken. Wenn man unbedingt zwei Songs des Albums zwecks Herummäkelns herauspicken möchte, kommt man einerseits an dem Chanson <em><strong>Le Bleu</strong></em> nicht vorbei. So sehr die Band in der Vergangenheit für ihre Experimentierfreudigkeit belohnt wurde, derart langweilig und angestrengt säuselt Harry hier französisch. Auch dem Salsa-Titel <strong><em>Wipe Off My Sweat</em></strong> mangelt es abseits des Refrains an echter Würze.</p>
<p><iframe frameborder="0" width="550" height="309" src="http://www.dailymotion.com/embed/video/xj3ci8?width=550"></iframe><br /><a href="http://www.dailymotion.com/video/xj3ci8_blondie-mother-official-music-video_music" target="_blank">Blondie &#8211; Mother (Official Music Video)</a> <i>von <a href="http://www.dailymotion.com/EMI_Music" target="_blank">EMI_Music</a></i></p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Panic of Girls</strong> reflektiert den Werdegang der Band, hält an alten Erfolgsrezepten fest, erlangt die Inspiration nicht ausschließlich aus der schieren Imitation. Während die Mehrzahl der verbliebenen Musikdinosaurier dahinsiecht und aus purer Verzweiflung die ewig gleichen Hits ihres Schaffens bis zur Besinnungslosigkeit repetiert, feilen Harry und <em>Chris Stein</em> weiter an <strong>Blondie</strong>s Glanz, verbeulen nie den eigenen Heiligenschein. Diese vorbildliche Altersweisheit und die nach wie vor ins Auge stechende Dynamik tragen auch das gute jüngste Werk.</p>
<p><a href="http://lieinthesound.de/wp-content/uploads/2011/07/panicofgirls.jpg"><img src="http://lieinthesound.de/wp-content/uploads/2011/07/panicofgirls.jpg" alt="" title="panicofgirls" width="550" height="550" class="aligncenter size-full wp-image-10627" /></a></p>
<p style="text-align: justify;"><em>Panic of Girls ist am 15.07.11 erschienen.</em></p>
<p style="text-align: justify;">Link:</p>
<p style="text-align: justify;"><a href="http://www.blondie.net/" target="_blank">Offizielle Homepage</a></p>
<p style="text-align: justify;"><em>SomeVapourTrails</em><strong></strong></p>
]]></content:encoded>
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		</item>
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		<title>Die Schwerkraft der Mundwinkel &#8211; Figurines</title>
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		<pubDate>Tue, 05 Jul 2011 12:49:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>lieinthesound</dc:creator>
				<category><![CDATA[Alben 2011]]></category>
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		<description><![CDATA[Für die folgende Übung benötigen wir zwei Klebestreifen. Sobald diese von der Rolle gefingert wurden, machen wir uns sogleich daran, die Lippen zu einem breiten Grinsen zu verziehen. Die Mundwinkel tief in den Wangen zu versenken und das Ergebnis fixieren. Man beachte, dass die Mundwinkel nach oben gerichtet werden, grinsend eben, sonst erinnert das Resultat an Frau Merkels sauertöpfische Miene. Wem es an verfügbarem Klebebändchen mangelt, der darf zum Behufe eines freudestrahlenden Grinsens auch auf musikalische Utensilien zurückgreifen. Dazu empfiehlt sich beispielsweise das neue Album der Figurines, ein zumindest in ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Für die folgende Übung benötigen wir zwei Klebestreifen. Sobald diese von der Rolle gefingert wurden, machen wir uns sogleich daran, die Lippen zu einem breiten Grinsen zu verziehen. Die Mundwinkel tief in den Wangen zu versenken und das Ergebnis fixieren. Man beachte, dass die Mundwinkel nach oben gerichtet werden, grinsend eben, sonst erinnert das Resultat an Frau Merkels sauertöpfische Miene. Wem es an verfügbarem Klebebändchen mangelt, der darf zum Behufe eines freudestrahlenden Grinsens auch auf musikalische Utensilien zurückgreifen. Dazu empfiehlt sich beispielsweise das neue Album der <strong>Figurines</strong>, ein zumindest in der ersten Hälfte heiter durch die Boxen plätscherndes Werk, dessen Schnurren überwiegend dem Pop der Sechziger entlehnt scheinen.</p>
<div id="attachment_10573" class="wp-caption alignnone" style="width: 560px"><a href="http://lieinthesound.de/wp-content/uploads/2011/07/figurines.jpg"><img class="size-full wp-image-10573" title="figurines" src="http://lieinthesound.de/wp-content/uploads/2011/07/figurines.jpg" alt="" width="550" height="367" /></a><p class="wp-caption-text">Photo Credit: Simon Birk</p></div>
<p style="text-align: justify;">Mehrmals nestelt das dänische Trio eine sympathische Hookline hervor. <em><strong>Hanging From Above</strong></em> eröffnet den Reigen, bietet einen simplen wie hymnischen Refrain auf, gibt gleich zu Beginn eines der Highlights preis. Was bei einigen Pop-Songs wunderbar funktioniert, <em>Christian Hjelm</em>s hohe Stimme nämlich, kann mitunter allerdings auch vorzüglich an den Nerven sägen. Zum Beispiel bei <em><strong>The Great Unknown</strong></em>, das sich fast schon fahrlässig unbekümmert alter Zeiten bedient. Gelungener fällt <strong><em>New Colors</em></strong> aus, schmissig dicht, französisch schwül, moderner. Noch besser jedoch: <em><strong>Free Today</strong></em>, der rundeste, radiofreundlichste Song der Platte. Mit Forddauer des Albums freilich fühlt man sich dank <strong><em>Every Week</em></strong> zu sehr in die Tage von The Hollies und Konsorten zurückgebeamt, wird der hanebüchern schlichte Kehrreim von <em><strong>Lucky To Love</strong></em> mit unverfrorener Quirligkeit vorgesteppt oder das balladeske <em><strong>Call Your Name</strong></em> schlimm gewimmert. Spätestens der finale Track <em><strong>Unable To Drift</strong></em> verschwerkraftet die Mundwinkel garantiert. Zerstört das angesammelte Entzücken mit Nachdruck.</p>
<p><object width="550" height="343" classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/h8VQpOSWNH4?version=3&amp;hl=de_DE" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed width="550" height="343" type="application/x-shockwave-flash" src="http://www.youtube.com/v/h8VQpOSWNH4?version=3&amp;hl=de_DE" allowFullScreen="true" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" /></object></p>
<p style="text-align: justify;">Das gleichnamige Album der <strong>Figurines</strong> gondelt vielfach in die Sechziger herum. Das gelingt mitunter vorzüglichst beseelt (<em><strong>We Got Away</strong></em>), ein paar andere Lied freilich lassen die Band auf dem völlig falschen Dampfer dahintuckern. Manch pfiffige Melodie überzeugt, umgarnt! Den meist unauffälligen Lyrics tut eben jene Unscheinbarkeit gut, treten sie hervor, sticht hingegen sofort ins Auge, dass den Figurines ein feiner Texter fehlt. Und auch der gesangliche Vortrag hat von wolkenlosen Chorälen bis zu verfehlter Inbrunst einiges zu bieten. Insgesamt enttäuscht das Album nach einer sehr starken ersten Hälfte, verquengelt sich zunehmends. Gegen Ende des Albums benötigt der Hörer eingangs erwähnte Klebestreifen wirklich, um gute Miene zum dürftigen Spiel zu machen.</p>
<p><iframe src="http://player.vimeo.com/video/20442634?title=0&amp;byline=0&amp;portrait=0" width="549" height="309" frameborder="0"></iframe>
<p><a href="http://vimeo.com/20442634">Figurines &#8211; New Colors</a> from <a href="http://vimeo.com/user4041367">Morningside Records</a> on <a href="http://vimeo.com">Vimeo</a>.</p>
<p style="text-align: justify;"><a href="http://lieinthesound.de/wp-content/uploads/2011/07/figurines_cover.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-10572" title="figurines_cover" src="http://lieinthesound.de/wp-content/uploads/2011/07/figurines_cover.jpg" alt="" width="500" height="500" /></a></p>
<p style="text-align: justify;"><em>Figurines ist am 17.06.11 auf Cargo Records erschienen.</em></p>
<p>Konzerttermine:</p>
<p>16.09.11 Kassel &#8211; Schlachthof<br />
21.09.11 Aachen &#8211; Musikbunker<br />
24.09.11 Freiburg &#8211; Swamp<br />
25.09.11 Oberhausen &#8211; Druckluft<br />
27.09.11 Wiesbaden &#8211; Schlachthof<br />
29.09.11 Wien (A) &#8211; Waves Festival<br />
30.09.11 Dresden &#8211; Beatpol<br />
01.10.11 Magdeburg &#8211; Projekt 7</p>
<p>Links:</p>
<p><a href="http://www.figurines.dk/" target="_blank">Offizielle Homepage</a></p>
<p><a href="http://www.facebook.com/figurinestheband" target="_blank">Figurines auf Facebook</a></p>
<p><em>SomeVapourTrails</em></p>
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		<title>Mit müdem Augenaufschlag und teilnehmendem Kaffeehausblick &#8211; mob</title>
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		<pubDate>Sat, 18 Jun 2011 16:03:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>lieinthesound</dc:creator>
				<category><![CDATA[Alben 2010]]></category>
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		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[mob]]></category>
		<category><![CDATA[Pop]]></category>
		<category><![CDATA[Review]]></category>

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		<description><![CDATA[Wer die Seele in melancholische Schwingungen versetzt, nachdenklich auf einem samtenen Sofa vor sich hin sinniert, dem könnten mit einem schlicht treffenden Gedankenblitz die Worte &#8220;Ich will nicht schlafen gehen, ich träume auch so.&#8221; durchs Gehirn quillen. Schwermut muss nicht zwangsläufig grau in grau ausgepinselt verstumpfen, sondern kann auch &#8211; angestachelt von der Blauen Stunde &#8211; in sattem Kobaltblau ausschraffiert werden. Der östereichische Formation mob hatte ich bereits anlässlich ihres Erstlingswerks Mich kriegt ihr nicht einige Worte ins Weiß dieses Blogs gemeißelt. Auch das vor einem halben Jahr erschiene, selbstbetitelte ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Wer die Seele in melancholische Schwingungen versetzt, nachdenklich auf einem samtenen Sofa vor sich hin sinniert, dem könnten mit einem schlicht treffenden Gedankenblitz die Worte &#8220;<em>Ich will nicht schlafen gehen, ich träume auch so.</em>&#8221; durchs Gehirn quillen. Schwermut muss nicht zwangsläufig grau in grau ausgepinselt verstumpfen, sondern kann auch &#8211; angestachelt von der Blauen Stunde &#8211; in sattem Kobaltblau ausschraffiert werden. Der östereichische Formation <strong>mob</strong> hatte ich bereits anlässlich ihres Erstlingswerks <em>Mich kriegt ihr nicht</em> einige Worte ins Weiß dieses Blogs gemeißelt. Auch das vor einem halben Jahr erschiene, selbstbetitelte Nachfolgewerk will ich mit nun einigen Zeilen würdigen, nicht zuletzt weil es Larmoyanz sowie Subtilitäten voll weichem Ausdruck skizziert. Das archetypisch alpenrepublikanische Wesen &#8211; von kernigen Tirolern einmal abgesehen &#8211; mit seinem poetischen Defätismus und einer bestrickenden Grummeligkeit unterscheidet sich nämlich so wohltuend wie ursprünglich von der knorrigen Direktheit oder dem gar barschen Blaffen, mit welchem viele Deutsche &#8211; Bayern ausgeklammert &#8211; oft einen Tick zu robust &#8211; auch musikalisch &#8211; auftreten.</p>
<p><object width="550" height="343"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/UDvdA4_Ey8Y?version=3&amp;hl=de_DE"></param><param name="allowFullScreen" value="true"></param><param name="allowscriptaccess" value="always"></param><embed src="http://www.youtube.com/v/UDvdA4_Ey8Y?version=3&amp;hl=de_DE" type="application/x-shockwave-flash" width="550" height="343" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object></p>
<p style="text-align: justify;">mobs malerische Note zeugt von textlicher Finesse, besticht durch den traumtänzelnden, von <em>Raphael Sas</em> wundervoll dargebotenen sentimentalen Gesang. Bereits die ersten Zeilen des Albums geben den Grundton vor. &#8220;<em>Während mich die Stunden zählen, lebt der Tag in mich hinein.</em>&#8221; taucht in lethargische Sphären ab. <em><strong>Ich bin leicht </strong></em>übertüncht sämtliche Realitäten, lotst den Hörer in einen anhaltenden Bann. <em><strong>Hinter den Mauern</strong></em> verfestigt die Stimmung, zeichnet einen passiven, grüblerisch desorientierten Helden (&#8220;<em>Eine Nacht ist unendlich lang, ohne ein Jetzt, nur ein Irgendwann.</em>&#8220;), der sich sehnsuchtsvoll auf die Schwingen des Schicksals legt. mobs Lieder schauen oft tief ins Glas, wirken sentimental, geben Beobachtungen ohne schwere Zunge wieder. Brüten ausgiebig über Betrachtungen fremder Existenzen (<em><strong>Hundeleben</strong></em>), mit müdem Augenaufschlag und teilnehmendem Kaffeehausblick, so gefühlsduselig und dennoch nüchtern. Die ganze Güte der Band kulminiert im eingangs zitierten <em><strong>Ich träume auch so</strong></em>. Hier durchzechen mob schwermütig seelenvoll die grüblerischen Anwandlungen mitternächtlicher oder frühmorgendlicher Stunden. Davon weiß auch <em><strong>Schäbiges Lokal</strong></em> ein erinnerungstrunkenes Lied zu singen, als Abgesang auf die durchfeierten, wundersam verschwendeten Nächte der Jugend, von der verkaterter Erkenntnis berührt: &#8220;<em>Und immer wenn wir fallen, fällt ein Teil von uns zu hart, und steht nicht wieder auf</em>&#8220;.</p>
<p><iframe width="400" height="100" style="position: relative; display: block; width: 400px; height: 100px;" src="http://bandcamp.com/EmbeddedPlayer/v=2/track=3600198689/size=venti/bgcol=FFFFFF/linkcol=4285BB/" allowtransparency="true" frameborder="0"><a href="http://mobcamp.bandcamp.com/track/ich-tr-ume-auch-so">Ich träume auch so by mob</a></iframe></p>
<p style="text-align: justify;">Wie die Träumer <em>Sas</em>, <em>Franke</em>, <em>Franke</em>, <em>Schwarz </em>chansonesquen Pop mit der ach so ehrenwerten Wiener Liedermachertraditionen verbinden, dabei auf mit Dialekt verbrämten Manierismus verzichten, diese Melange beschert uns prägnante Gefühlskleckse voller Tiefgang. <strong>mob</strong> unterstreichen, dass die aufstrebende österreichische Musikszene feine deutschsprachige Texte, denen die ureigene Mentalität und Herkunft an der Nasenspitze abzulesen ist, durchaus wieder verträgt. Was über Jahrzehnte unter den Fittichen einiger weniger alternder Musiker vergammelte, findet sich mit mob in neuer Güte wieder, ein melancholisches porträtiertes Wiener Gemüt &#8211; ohne raubeinige Gemütlichkeit und vorgestriger Bürgerschrecklichkeit, aber mit einer ganz speziellen, Vergänglichkeiten betonenden Romantik.</p>
<p><iframe width="400" height="100" style="position: relative; display: block; width: 400px; height: 100px;" src="http://bandcamp.com/EmbeddedPlayer/v=2/track=4059488566/size=venti/bgcol=FFFFFF/linkcol=4285BB/" allowtransparency="true" frameborder="0"><a href="http://mobcamp.bandcamp.com/track/ich-bin-leicht">Ich bin leicht by mob</a></iframe></p>
<p style="text-align: justify;"><a href="http://lieinthesound.de/wp-content/uploads/2011/06/mob-cover.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-10503" title="mob-cover" src="http://lieinthesound.de/wp-content/uploads/2011/06/mob-cover.jpg" alt="" width="350" height="350" /></a></p>
<p style="text-align: justify;"><em>mob ist am 26.11.2010 auf Problembär Records erschienen.</em></p>
<p style="text-align: justify;">Link:</p>
<p style="text-align: justify;"><a href="http://www.facebook.com/pages/Mob/18199251571" target="_blank">mob auf Facebook</a></p>
<p style="text-align: justify;"><em>SomeVapourTrails</em></p>
]]></content:encoded>
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		<title>Keine Amateurpoeten &#8211; Lenz</title>
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		<pubDate>Sat, 30 Apr 2011 09:15:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>lieinthesound</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Album 2011]]></category>
		<category><![CDATA[Deutschpop]]></category>
		<category><![CDATA[Lenz]]></category>
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		<description><![CDATA[Wer so wie ich noch selbst mit Poesiealbum im Ranzen durch die unbeschwerten ersten Schuljahre spazierte, wird sich mit mildem Lächeln auf die darin verewigten altklugen Sprüche besinnen. Dieses Etwas Poesie scheint heutzutage hoffnungslos unmodern, hat bei der Jugend längst ausgedient. Schöngeistige Sprüchlein geistern bestenfalls noch durch romantisch veranlagte Junggesellenhirne, die im verwelkenden Alter noch freiersfüßelnd mit holprigen Zeilchen zur Balz schreiten. Poesie fungiert gewissermaßen in der Rolle des unreifen Bruders der großen Schwester Lyrik. Der lyrische Ausdruck bleibt dem Dichter auf die Fahne geheftet, Poesie ist das Werkzeug des ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Wer so wie ich noch selbst mit Poesiealbum im Ranzen durch die unbeschwerten ersten Schuljahre spazierte, wird sich mit mildem Lächeln auf die darin verewigten altklugen Sprüche besinnen. Dieses Etwas Poesie scheint heutzutage hoffnungslos unmodern, hat bei der Jugend längst ausgedient. Schöngeistige Sprüchlein geistern bestenfalls noch durch romantisch veranlagte Junggesellenhirne, die im verwelkenden Alter noch freiersfüßelnd mit holprigen Zeilchen zur Balz schreiten. Poesie fungiert gewissermaßen in der Rolle des unreifen Bruders der großen Schwester Lyrik. Der lyrische Ausdruck bleibt dem Dichter auf die Fahne geheftet, Poesie ist das Werkzeug des verzweifelt bemühten Laien. Unter dieser Prämisse bereitet mir die mit <strong>Etwas Poesie</strong> betitelte Vinly-EP der Berliner Formation <strong>Lenz</strong> doch Kopfzerbrechen.</p>
<p><a href="http://lieinthesound.de/wp-content/uploads/2011/04/etwaspoesie.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-10081" title="etwaspoesie" src="http://lieinthesound.de/wp-content/uploads/2011/04/etwaspoesie.jpg" alt="" width="345" height="343" /></a></p>
<p style="text-align: justify;">Man möge mich nicht falsch verstehen. Ich habe das Debütalbum <em>Augen auf und durch</em> (2009) durchaus als Indiz dafür gewertet, dass deutscher Pop nicht immer mit Texten einhergehen muss, die auch weniger wortgewaltige Hörer geradezu zum Fremdschämen anstacheln. Lenz sind auch mit diesem aus meiner Sicht unglücklich betitelten Vorgeschmack auf ein hoffentlich bald folgendes zweites Album nicht von ihren textlichen Qualitäten abgewichen. Und doch suggeriert Etwas Poesie die kalkulierte Nüchternheit eines Patentrezeptes: Man nehme 100 Gramm feine Melodien, ein Pfund Gitarrenpop, eine Messerspitze Indie &#8211; und eben etwas Poesie. Doch das Resultat der Mixtur ist über sechs Tracks lang dann doch ein klein wenig fade. Es fehlt zwei Tracks das gewisse Etwas, und das ist nicht die Poesie. Bereits das erste Lied <strong><em>Der große Tag</em></strong> zeigt mit Zeilen wie &#8220;<em>Lass uns unsre Gnadenbrote teilen/ Halt mir bloß die ganzen Koryphäen vom Leib</em>&#8220;, dass mit Tralala gestählte Musikfans für Lenzsche Klänge durchaus ein Fremdwörter benötigen. <em><strong>Ich sag&#8217;s nur dir </strong></em>scharwenzelt ebenfalls im Midtempo daher, kommt mit aufgeräumt textlicher Schlichtheit auf den Punkt, Höhepunkt inklusive, alles im Lot. <em><strong>So wie ich heut drauf bin </strong></em>erinnert an die mitunter lärmige Dynamik und die textliche Pfiffigkeit des Debüt. &#8220;<em>Du hast gelogen/ Bist abgebogen/ Hast mich geradeaus geschickt</em>&#8221; entwirft mit einer Handvoll Worten ein starkes Bild. Doch nach der Hälfte der EP macht die Platte einen Knick. <strong><em>Sonne Mond und Stern</em></strong> hechelt in jedweder Hinsicht doch arg nach Airplay. Immer dann wenn Songs das Firmament zwecks Vergleichen abgrasen, hinterlassen sie eine Schmalzspur am Himmel. Davon erholt sich auch <em><strong>Hinterher</strong></em> nicht vollends, erst dank <em><strong>Folter Langeweile</strong></em> schließe ich mit dieser EP meinen Frieden, auch wegen Zeilen wie &#8220;<em>Ich hab außer meinem Erbgut/ Schon lang keinen Mensch mehr gesehen</em>&#8220;.</p>
<div><embed id="FlashDiv" style="display: inline;" width="400" height="77" src="http://www.myspace.com/music/song-embed?songid=73956116&amp;getSwf=true" quality="high" wmode="transparent" flashvars="songId=73956116&amp;pid=-1973871883672386263" allowscriptaccess="always"></embed><br />
Finde weitere Songs von <a href="http://www.myspace.com/lenzmusik/music/songs" target="_blank">LENZ</a> bei <a href="http://www.myspace.com/music" target="_blank">Myspace Musik</a>&nbsp;</p>
</div>
<p style="text-align: justify;"><strong>Lenz</strong> sind wahrlich kein Amateurpoeten, die ungelenke Reime hervorpressen. Wenngleich der Titel <strong>Etwas Poesie</strong> dies suggerieren könnte. An den Qualitäten der Texte besteht mehrheitlich kein Zweifel und die Dynamik der Melodien überzeugt mich ebenso. Und wenn die kommende Platte den Griff in den Schmalztopf unterlässt, dann könnte die Formel der Band vielleicht wirklich zur Erfolgsformel werden. Es wäre Lenz zu gönnen.</p>
<p><em>Etwas Poesie ist am 29.04.11 auf Noteworks erschienen.</em></p>
<p>Konzerttermine:</p>
<p>18.05.11 Köln &#8211; Museum<br />
19.05.11 Köln &#8211; Ubierschänke<br />
20.05.11 Köln &#8211; Café Bunkers<br />
21.05.11 Köln &#8211; Café Bauturm<br />
02.06.11 Berlin &#8211; Stereo 33<br />
05.06.11 Berlin &#8211; Brauhaus Südstern<br />
08.06.11 München &#8211; Niederlassung<br />
09.06.11 München &#8211; The Potting Shed<br />
15.06.11 Hamburg &#8211; freundlich+kompetent<br />
16.06.11 Hamburg &#8211; Pooca Bar<br />
17.06.11 Hamburg &#8211; Makrele Bar</p>
<p>Link:</p>
<p><a href="http://www.lenzmusik.de/" target="_blank">Offizielle Webseite</a></p>
<p><em>SomeVapourTrails</em></p>
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		</item>
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		<title>Verschreibungspflichtiger Harmlos-Pop &#8211; Memphis</title>
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		<pubDate>Thu, 07 Apr 2011 10:22:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>lieinthesound</dc:creator>
				<category><![CDATA[Alben 2011]]></category>
		<category><![CDATA[Clips & Streams]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Memphis]]></category>
		<category><![CDATA[Pop]]></category>
		<category><![CDATA[Review]]></category>

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		<description><![CDATA[Mal Butter bei die Fische! Bei manchem Album nützt selbst angestrengtes  Nuckeln am Daumen nichts, kann man sich substantielle Wortspenden nicht  einfach so aus den Fingern saugen. Wenn die Vorleistung des Künstlers  durch Harmlosigkeit besticht, verheddert sich auch der Rezensent in  glimpflichen Worten. Memphis, ein Nebenprojekt von Torquil Campbell (seines Zeichens Frontman der Stars),  ringt mir keine Superlative ab. Allerdings fühle ich mich auch nicht  genötigt, in den sprachlichen Latrinensumpf zu greifen. Die Platte Here Comes A City beschert den einen oder anderen angenehmen ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Mal Butter bei die Fische! Bei manchem Album nützt selbst angestrengtes  Nuckeln am Daumen nichts, kann man sich substantielle Wortspenden nicht  einfach so aus den Fingern saugen. Wenn die Vorleistung des Künstlers  durch Harmlosigkeit besticht, verheddert sich auch der Rezensent in  glimpflichen Worten. <strong>Memphis</strong>, ein Nebenprojekt von <em>Torquil Campbell</em> (seines Zeichens Frontman der <em>Stars</em>),  ringt mir keine Superlative ab. Allerdings fühle ich mich auch nicht  genötigt, in den sprachlichen Latrinensumpf zu greifen. Die Platte <strong>Here Comes A City</strong> beschert den einen oder anderen angenehmen Moment, meist lullen Singsang und Harmonien dieses eigentlich verschreibungspflichtigen Popalbums schneller ein als jedwedes Barbiturat.</p>
<p><a href="http://lieinthesound.de/wp-content/uploads/2011/04/herecomesacity.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-9896" title="herecomesacity" src="http://lieinthesound.de/wp-content/uploads/2011/04/herecomesacity.jpg" alt="" width="500" height="467" /></a></p>
<p style="text-align: justify;">Ich möchte nicht bestreiten, dass eine Platte mit dem Schlafzimmerblick eines Sandmännchens durchaus ihre Berechtigung hat. Aber im konkreten Falle wird gar arg auf die Äthertube gedrückt. Die chloroformgetränkten  Songs benebeln sanft &#8211; und nachhaltig. Sobald die Sinne wieder Purzelbäume schlagen, erinnert man sich an kaum ein Lied. Bestensfalls der vage Eindruck von Folk-Attitüde gemixt mit 80er-Pop-Feeling bleibt haften. Das klingt nett, aber schlicht vergessenswert. Lediglich einzelnen Tracks haftet eine versunkene Atmosphäre an. <em><strong>M+E=Me</strong></em> erinnert an ein Lullaby Mobyscher Prägung, die zarte Ambient-Note von <em><strong>5 Loops</strong></em> schlurft mit traumwandlerischer Grazie daher.<strong> </strong>Viel mehr prägt sich nicht ins Gedächtnis ein. Lieder wie <em><strong>I Am The Photographer</strong></em> dudeln im Midtempo herum oder zeichnen sich durch eine reichlich altbackene Frische (<em><strong>Apocalypse Pop Song</strong></em>) aus. Zum Tiefpunkt der Platte mutiert das musikalisch abgedroschene <em><strong>I Want The Lights On After Dark</strong></em>, Songs dieser Güte hat man schon ungezählte Male vernommen, findet sie nach wie vor zum Gähnen.</p>
<p><object width="549" height="309"><param name="allowfullscreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="movie" value="http://vimeo.com/moogaloop.swf?clip_id=22032469&amp;server=vimeo.com&amp;show_title=1&amp;show_byline=1&amp;show_portrait=1&amp;color=00ADEF&amp;fullscreen=1&amp;autoplay=0&amp;loop=0" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="549" height="309" src="http://vimeo.com/moogaloop.swf?clip_id=22032469&amp;server=vimeo.com&amp;show_title=1&amp;show_byline=1&amp;show_portrait=1&amp;color=00ADEF&amp;fullscreen=1&amp;autoplay=0&amp;loop=0" allowfullscreen="true" allowscriptaccess="always"></embed></object></p>
<p><a href="http://vimeo.com/22032469">Memphis &#8211; I Am The Photographer</a> from <a href="http://vimeo.com/starsstars">Stars</a> on <a href="http://vimeo.com">Vimeo</a>.</p>
<p style="text-align: justify;">Es würde Memphis besser zu Gesicht stehen, wenn sie sich auf sachte Electronica fokussieren. Denn der instrumentale Lückenfüller <em><strong>Reservoir</strong></em> hat auf alle Fälle weitaus mehr zu bieten als der vorherrschende Harmlos-Pop. Die Crux von <strong>Here Comes A City</strong> besteht darin, dass die Mehrzahl der Tracks wohl kaum als Wiedenlieder ersonnen wurden. Die Lieder, die echte Entrückung versprühen, sind pikanterweise die, welche einem die Müdigkeit vorübergehend aus den Augen reiben und beherzt zum Kugelschreiber greifen lassen, um diese paar Zeilen ohne Daumennuckeln zu verfassen.</p>
<p style="text-align: justify;"><em>Here Comes A City ist am 25.03.11 auf Arts &amp; Crafts erschienen.</em></p>
<p style="text-align: justify;">Links:</p>
<p style="text-align: justify;"><a href="http://www.facebook.com/memphismemphis" target="_blank">Memphis auf Facebook</a></p>
<p style="text-align: justify;"><a href="http://www.myspace.com/memphiscanada" target="_blank">MySpace-Auftritt</a></p>
<p style="text-align: justify;"><em>SomeVapourTrails</em></p>
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		<title>(Sc)h(m)erzensangelegenheiten &#8211; Rebekka Karijord</title>
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		<pubDate>Sat, 19 Feb 2011 12:51:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>lieinthesound</dc:creator>
				<category><![CDATA[Alben 2011]]></category>
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		<description><![CDATA[Abschiede, Sehnsüchte, Liebeswirrungen &#8211; sie sind die Butter auf dem täglich Brot des Songwriters. Obwohl wir Menschen uns ins Herzensangelegenheiten gerne zum Affen machen, Blicke des Begehrens im Laufe der Zeit Grimassen der Enttäuschung weichen, Rinnsale an Tränen zu heulenden Flüssen anschwellen, die Stirn ob des Grübelns durchfurchter gerät, sind wir Masochisten genug, auch in der Musik Freude und Qual der Liebe allzu gerne mitzufühlen. Wir dürsten regelrecht danach, unsere eigenen Emotionen durch das Hören von Liedern bestätigt  &#8211; und sogar &#8211; konterkariert zu wissen. So wie ein in aller ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Abschiede, Sehnsüchte, Liebeswirrungen &#8211; sie sind die Butter auf dem täglich Brot des Songwriters. Obwohl wir Menschen uns ins Herzensangelegenheiten gerne zum Affen machen, Blicke des Begehrens im Laufe der Zeit Grimassen der Enttäuschung weichen, Rinnsale an Tränen zu heulenden Flüssen anschwellen, die Stirn ob des Grübelns durchfurchter gerät, sind wir Masochisten genug, auch in der Musik Freude und Qual der Liebe allzu gerne mitzufühlen. Wir dürsten regelrecht danach, unsere eigenen Emotionen durch das Hören von Liedern bestätigt  &#8211; und sogar &#8211; konterkariert zu wissen. So wie ein in aller Öffentlichkeit küssendes Paar die Botschaft des persönlichen Glücks herausposaunt, den Beobachtern dabei &#8211; je nach deren Befindlichkeit &#8211; Wallungen oder Fausthiebe in die Magengrube beschert, derart trägt auch der Singer-Songwriter die private Gemütslage auf der Zunge. Dampft all die Regungen und Segnungen der Liebe auf Lieder ein, umhüllt die eigenen Emotionen mit dem Mäntelchen der Kunst, das sich bei näherer Betrachtung jedoch immer durchsichtig erweist. Das Album <strong>The Noble Art of Letting Go </strong>der in Stockholm lebenden Norwegerin <strong>Rebekka Karijord</strong> legt das Augenmerk auf allerlei (Sc)h(m)erzensangelegenheiten.</p>
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<div>Finde weitere Künstler wie <a href="http://www.lieinthesound.de/rebekkaandthemysterybox/music/albums/13767329?ap=1&amp;songid=57487671" target="_blank">REBEKKA KARIJORD</a> bei <a href="http://www.myspace.com/music" target="_blank">Myspace Musik</a></div>
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<p style="text-align: justify;">Wie tief lässt man den Hörer in das eigene Sentiment blicken? Versucht man die trotz Negligés der Vertonung vorhandene Blöße zu kaschieren? Je gefühlsechter die Texte geraten, desto schwieriger gerät das Unterfangen. Während sich viele Singer-Songwriter in Watte hüllen, verzichtet Karijord darauf. Die skandinavischen Kühle ihres Vortrags schafft die nötige Distanz, verhindert die Peinlichkeiten einer Nabelschau, stößt freilich niemals ab. Der Song <em><strong>Undo Love</strong></em> mit den Zeilen &#8220;<em>You tattooed her face/ On your left arm to keep her close/ A proof to the whole world/ That she once was yours</em>&#8221; drückt auf formidable Weise die Verbitterung einer Beziehung aus, das Bedauern über all die verschwendete Liebe, die zu geben man bereit war. Diese Desillusionierung imponiert durch edle Aufmachung. Eine Ballade, die kein gefühlsduseliges Dahinschmelzen kennt, sondern mit einem apodiktisch bekräftigenden Refrain aufwartet. Wenn die Sängerin bei <em><strong>Wear It Like A Crown</strong></em> ihre Einsamkeit und Daseinsängste bekämpft, fühlt man sich eben nicht auf mit simpel gestrickter Aufmunterung konfrontiert, blickt vielmehr in Abgründe der eigenen Existenz, welche einer Überwindung harren. Karijords reduzierte, vielfach nüchterne Darbietung verbietet sich Trivialitäten, schabt am Kern der Emotionen, konstatiert selbige ohne sie unnötig aufzubauschen. Piano und Streicher begleiten und akzentuieren den Prozess mit großer Ernsthaftigkeit und fernab jedweder Übertreibung. Diese lautere Zugang überbrückt die Distanz, lässt im Hörer Wärme keimen, lädt zum Überkommen vergangener Schmerzen ein. Dergestalt keimt Hoffnung auf, wenn sie bei <em><strong>Paperboy</strong></em> &#8220;<em>I know that she abandoned you back then/ The girl who was your lover and your friend/ Your secret does not scare me a bit you see/ I once defeated that same sorrow inside me</em>&#8221; intoniert. Die nicht geringe Traurigkeit des Werks weicht auch glücklichen Momenten, in denen Liebe fassbar wird und splitterfasernackte Zärtlichkeit zum Vorschein kommt (<strong><em>To Be Loved By You</em></strong>) oder sogar verspielte Lebenslust durchsickert (<strong><em>Parking Lot</em></strong>).</p>
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<p><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="550" height="339" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/XuBJ0QQ4dak?fs=1&amp;hl=de_DE" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="550" height="339" src="http://www.youtube.com/v/XuBJ0QQ4dak?fs=1&amp;hl=de_DE" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object></p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Rebekka Karijord</strong> durchschluchzt kein Tal der Tränen, verträllert sich nie vor Verlangen, gewinnt durch ihre ungekünstelte Attitüde das Herz des Hörers. Die Platte mundet mit einem gerüttelt Maß an Lebens- und Beziehungserfahrung noch feiner. <strong>The Noble Art of Letting Go</strong> ist eine vorbildlich umgesetzte, auch musikalisch spannende Erforschung der Bewegtheit des Herzens. Mit diesem Album verschafft sich Karijord einen Platz in der vordersten Reihe der gegenwärtig wahrlich nicht rar gesäten skandinavischen Liedermacherinnen. Dass die schlichtweg großartige <em>Ane Brun</em> bei <em><strong>Morning Light Forgives The Night</strong></em> gastiert, ist alles andere als ein Versehen, eher schon der finale Qualitätsbeweis.</p>
<p><a href="http://lieinthesound.de/wp-content/uploads/2011/02/thenobleartoflettinggo.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-9725" title="thenobleartoflettinggo" src="http://lieinthesound.de/wp-content/uploads/2011/02/thenobleartoflettinggo.jpg" alt="" width="400" height="399" /></a></p>
<p><em>The Noble Art of Letting Go ist am 18.02.11 mit über einjähriger Verspätung nun auch in hiesigen Gefilden auf Lill Facit Records erschienen.</em></p>
<p>Links:</p>
<p><a href="http://rebekkakarijord.com/" target="_blank">Offizielle Homepage</a></p>
<p><a href="http://www.myspace.com/rebekkaandthemysterybox" target="_blank">MySpace-Auftritt</a></p>
<p><a href="http://www.facebook.com/pages/Rebekka-Karijord/56468340207?ref=ts" target="_blank">Rebekka Karijord auf Facebook</a></p>
<p><a href="http://rebekkakarijord.com/discography/" target="_blank">Kostenloser Download von Wear It Like A Crown</a></p>
<p><em>SomeVapourTrails</em></p>
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		<title>Sex smells &#8211; Cäthe</title>
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		<pubDate>Mon, 31 Jan 2011 23:34:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>lieinthesound</dc:creator>
				<category><![CDATA[Alben 2011]]></category>
		<category><![CDATA[Clips & Streams]]></category>
		<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Cäthe]]></category>
		<category><![CDATA[Pop]]></category>
		<category><![CDATA[Review]]></category>

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		<description><![CDATA[Man braucht kein olfaktorisch Überbegabter zu sein, um den Braten zu riechen. Das Aroma von Sex kribbelt schlichtweg allzu penetrant in der Nase. Übertüncht sublimere Düfte. Was mir die Singer-Songwriterin Cäthe hier in Form der EP Señorita auftischt, wäre eigentlich lobende Anerkennung wert. Doch das schmuddelige Video zum Lied Señorita paart den Charme heruntergekommener Mietshäuser mit körperlichen Verrenkungen, die man gemeinhin eher in einem Tabledance-Schuppen verorten würde. Mit solch kruder Hinterzimmererotik mag man zwar optische Aufmerksamkeit generieren, der Musik wurde damit jedoch kein Gefallen getan. Es  wirkt beinahe töricht, mit ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Man braucht kein olfaktorisch Überbegabter zu sein, um den Braten zu riechen. Das Aroma von Sex kribbelt schlichtweg allzu penetrant in der Nase. Übertüncht sublimere Düfte. Was mir die Singer-Songwriterin <strong>Cäthe</strong> hier in Form der EP <strong>Señorita</strong> auftischt, wäre eigentlich lobende Anerkennung wert. Doch das schmuddelige Video zum Lied Señorita paart den Charme heruntergekommener Mietshäuser mit körperlichen Verrenkungen, die man gemeinhin eher in einem Tabledance-Schuppen verorten würde. Mit solch kruder Hinterzimmererotik mag man zwar optische Aufmerksamkeit generieren, der Musik wurde damit jedoch kein Gefallen getan. Es  wirkt beinahe töricht, mit aufreizend roten Strümpfen und trägerlosem BH übermäßig auf Sex-Appeal  zu setzten und somit von der Musik abzulenken.</p>
<p><iframe src="http://player.vimeo.com/video/17215827?title=0&amp;byline=0&amp;portrait=0" width="550" height="309" frameborder="0" webkitAllowFullScreen allowFullScreen></iframe>
<p><a href="http://vimeo.com/17215827">Cäthe &#8211; Senorita</a> from <a href="http://vimeo.com/caethe">Caethe Sieland</a> on <a href="http://vimeo.com">Vimeo</a>.</p>
<p style="text-align: justify;">Gerade zu Beginn einer möglichen Karriere bereits die Karten auszureizen, das As im Ärmel zu zücken, solch Verhalten erscheint lediglich dann sinnvoll, wenn man ahnt, dass die Lieder von Kritik und Publikum als zu leicht befunden werden. Wer sich jedoch ernsthaftem, dennoch ungeheuer vitalem Pop verschreibt, sollte die Maxime Sex sells nur in homöopathischen Dosen anwenden. Im Grunde genommen könnte man über die Lieder der vorliegenden EP ohnehin genügend positive Worte verlieren. <strong><em>Señorita</em></strong> mit herrlich krawalligen Beats, schön kontrastiert von superb zärtlichen Gesangspassagen, wuselt gegen Ende ungemein dynamisch wie dicht, nahezu desperat. <em><strong>Wahre Liebe</strong></em> kokettiert zwar augenscheinlich mit dem Image der Rockröhre, aber Cäthes Vortrag versprüht in der Tat viel Verve. Speziell das textlich starke <em><strong>Ding</strong></em> vermag mich zu beeindrucken, ein Lied für die große Bühne und für ausladende Gesten gemacht. Zuletzt bringt die Ballade <em><strong>Blätter </strong></em>eine sinnierende Cäthe zum Vorschein, eine grüblerisch ernste Songwriterin eben, der man ein Liebäugeln mit übertriebenem Körpereinsatz nicht abkaufen will.</p>
<p><a href="http://lieinthesound.de/wp-content/uploads/2011/02/caethesenoritaep550.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-9648" title="caethesenoritaep550" src="http://lieinthesound.de/wp-content/uploads/2011/02/caethesenoritaep550.jpg" alt="" width="550" height="552" /></a></p>
<p style="text-align: justify;">Die 20 Minuten der EP <strong>Señorita</strong> entpuppen sich als pure Kurzweil, unterhalten mit inbrünstig dargebotener Direktheit, bestechen mit sattem Sound, bieten clevere Lyrics, die jedoch für den Vorstoß in Mainstream-Gefilde zu pfiffig anmuten. Ob sich dieser Spagat zwischen Anspruch und Pop-Attitüde auch auf Albumlänge ausdehnen lässt, darüber wird das in Kürze erscheinende Debüt Auskunft geben. Ich jedenfalls traue es <strong>Cäthe</strong> zu. Wenn bis dahin die exaltierten optischen Marotten über Bord geworfen werden, könnte Cäthe das deutsche Indie-Herz zum Schmelzen bringen. Sollte die Reise gen Chartstauglichkeit gehen, muss die Erotik eine Spur weniger verstörend dargereicht und die Texte um ein launiges Dideldum &amp; Dideldei ergänzt werden. Man darf gespannt sein.</p>
<p><em>Señorita EP ist am 28.01. auf DEAG Music erschienen.</em></p>
<p>Link:</p>
<p><a href="http://www.facebook.com/caethe.de" target="_blank">Cäthe auf Facebook</a></p>
<p><em>SomeVapourTrails</em></p>
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