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Artikel getagged als: Review

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[1 Feb 2012 | Kein Kommentar | ]
Ab­ra­ka­da­b­ra mit einer Handvoll i-Tüpfelchen – Mint Julep Zu manchem Album sind der Worte genug gedrechselt. Save Your Season, das neueste Werk des in Portland (Oregon) ansässigen Ehepaars Hollie und Keith Kenniff, verträgt durchaus noch das eine oder andere wohlsortierte Satzgebilde. Das als Mint Julep firmierende Duo ertüftelt mit dieser Platte einen sehr elektronischen Dream-Pop, dessen Melodien unschwerfällig und bis zu einem gewissen Grad leider unauffällig erschallen. Obschon nichts in Lieblichkeit erstickt, wirken viele Songs wie nett drapierter Tand, der den eigentlich Star des Albums zu schmücken trachtet. Hollie Kenniffs Stimme ist das Vehikel, welches Save Your Season …

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[29 Jan 2012 | 4 Kommentare | ]
Die neandertalerhafte Keule der Kritik – Lana Del Rey Nimmt unsere mediale Destruktivität nicht oftmals pathologische Züge an? Wir jubeln hoch, stellen uns als winzige Mosaiksteinchen des Erfolgs zur Verfügung, nur um früher oder später den Trend, die Sache oder eine Person nach allen Regeln der Kunst desavouieren, mit Hohn und Häme zu übergießen. Die Medien bauen Idole auf, generieren Prominenz, gestehen Relevanz zu, ehe sie dann plötzlich mit großer Trotzigkeit und Selbstgefälligkeit die Keule der Kritik schwingen. Nur dann wird von neandertalerhaftem Verhalten abgelassen, wenn sich der Kult, der Star nach bestimmten Vorstellungen verbiegt. Vor mehr als einem …

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[24 Jan 2012 | Kein Kommentar | ]
Stets eine gute Idee von jeglicher Langeweile entfernt – Laura Gibson Manch Sängerin hüpft in Bottiche der Extravaganz und merkt nicht, dass es doch nur Fettnäpfchen der Gekünsteltheit sind. Was freilich mit dem Rüstzeug der Ungelenkheit gesegnet, wird nie geschmeidig schillernde Bewegungen zelebrieren können. Andere wiederum drehen sich im Kreise, umrunden das eigene hyperfragile Gemüt, recken ein jede Körpchengröße sprengendes Seelchen aus der Brust. Aber nicht jede destruktive, emotionale Verwirrung gebiert Kunst, mitunter ist sie lediglich Futter für den Psychiater. Im Falle der amerikanischen Singer-Songwriterin Laura Gibson will ich Übertreibungen oder gar innerliche Zerwürfnisse ausschließen. Gibsons dieser Tage veröffentlichtes Werk La …

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[22 Jan 2012 | Kein Kommentar | ]
Spaßfraktion mit Brechstange – The Big Pink Oh, wie habe ich mich gleich beim ersten Hören in den Song Dominos verknallt. Was für ein Refrain (“These girls fall like dominos“), der das eigene Vorstellungsvermögen in akrobatische Vergnügtheit taumeln ließ. Ebenfalls wunderfein: Velvet, ein sich mächtig auftürmender, wiederum stupender Track. Der Sound von The Big Pink mutete so unbeschwert hymnisch an, jegliche Coolness beiseite lassend, keine zur Pflichtübung verklärte Rotznäsigkeit, die Chose nie auf britische Blasiertheit trimmend. The Big Pink wirkten wie eine tolle Spaßfraktion, welche der Musikszene eine rar gewordene Unschuld zurück gab, aus Synthies eine Beschwingtheit …

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[18 Jan 2012 | Kein Kommentar | ]
Keine glubschäugigen Landeier – The Deep Dark Woods Was in hiesigen Breiten völlige Vernachlässigung erfährt, wird andernorts gehegt und gepflegt. In Kanada beispielsweise finden sich immer wieder Bands, die einen ruralen Sound, der nicht auf Urbanität pocht, pflegen. Man muss nämlich nicht den Puls einer hyperaktiven Metropole fühlen, um anspruchsvolle wie zeitlose Musik zu ersinnen. Auch die Flucht in temporäre Einsiedelei samt anrühriger Naturerfahrung bringt doch nur Klänge hervor, die einen Kontrapunkt zum städtischen Sein darstellen wollen. Bei The Deep Dark Woods freilich scheint der Name Programm, bietet die Formation doch eine Mischung aus Folk und Americana, dessen …

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[8 Jan 2012 | 4 Kommentare | ]
Schnee von morgen – Stars For The Banned Manch Album des vergangenen Jahres wurde auf diesem Blog nicht ausreichend gewürdigt. Und ehe uns 2012 mit verlockenden Neuerscheinung ködert, will ich meinen Blick in den kommenden Tagen noch ab und an zurück schweifen lassen. Der Wiener Robert Guenther hat mit seinem Projekt Stars For The Banned ein Debüt vorgelegt, welches in Sachen Larmoyanz und Tristesse an eine Zeit erinnert, da solch Attitüde noch als schicklich empfunden wurde. Früher waren dosiert desperate Emotionen noch unabdingbarer Bestandteil alternativer Musik, doch so wie sich Radiohead davon entfernten, lieber in Lethargie und Orientierungslosigkeit …

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[14 Dez 2011 | Kein Kommentar | ]
Release Gestöber 16 (The Deep Dark Woods, Tindersticks, BADBADNOTGOOD, Zip Tone) 2011 nähert sich dem musikalischen Ende. Jetzt beginnt jedermann, der in diesem Jahr das eine oder andere Album für sich entdeckt hat, schon mal mit dem Bilanzieren. War es ein guter Jahrgang oder doch nur ein Mehr an Altbekanntem? Ich für meinen Teil bin noch heftig am Entdecken und mehr denn je der Überzeugung, dass das, was von führenden Magazinen als das Beste verkauft wird, höchstens einen kleinen Teil dessen widerspiegelt, was sich in musikalischer Hinsicht so auf Erden tummelt. So möchte ich den verbleibenden Wochen des Jahres noch jede …

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[11 Dez 2011 | Kein Kommentar | ]
Hintergründigkeit im Vordergrund – Flare Acoustic Arts League In Zeiten, in denen Internetaffinität keineswegs Erfolgsgarantie, vielmehr Grundvoraussetzung scheint, gönnt sich die Flare Acoustic Arts League beziehungsweise Mastermind LD Beghtol den Luxus, dem Netz mit Ignoranz zu begegnen, nicht einmal eine eigene Homepage vorzuweisen. So verwundert es auch nicht, dass die neueste Veröffentlichung der Flare Acoustic Arts League im digitalen Raum nicht eben mit großer Beachtung begegnet wurde. Dabei hätte sich die Doppel-EP Big Top/Encore durchaus Aufmerksamkeit verdient. Weil sie die Sorte Musik auf Scheibe bannt, welche die Würde des Pops hochhält. Weil memorable Melodien bestens arrangiert und nie …

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[7 Dez 2011 | 2 Kommentare | ]
Mag dein Ja auch mein Jein sein – MUD MAHAKA Ich meine, dass in jedem künstlerischen Werk auch folgende Botschaft mitschwingt: Ja, ich bin kreativ. Ja, ich will deine Zeit beanspruchen. Ja, ich bin der Überzeugung, ich habe mir sie verdient. Jede Veröffentlichung zeugt von Selbstbewusstsein, trachtet nach Selbstbestätigung. Indem Hörer um Hörer das Werk konsumiert, vielleicht verschlingt, bejaht er das Ansinnes des  Musikers und Komponisten. Wer freilich tagaus und tagein Musik erlauscht, über selbige reflektiert, läuft irgendwann Gefahr nahezu allen Klängen hingegen nur mehr mit einem Jein zu begegnen. Weil aus der schieren Klangmasse nur noch absolute Perfektion hervorsticht. …

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[1 Dez 2011 | Kein Kommentar | ]
Release Gestöber 15 (Sharon Van Etten, My bubba & Mi, Ivy) Wir husten und schniefen uns heute einmal zu den nächsten Plattenvorstellungen. So schade, dass die schönste Jahreszeit der Welt, jene nämlich, die jeden Morgen die inbrünstige Hoffnung auf Schneefall birgt, zugleich auch die ist, in der man allzu leicht einen wunden Hals sein Eigen nennt. So wollen wir also mit einem dreifachen Hatschi! an die Arbeit schreiten. Sharon Van Etten Wer qualitativ hochwertige deutsche Blogs liest, wird die Nachricht bereits auf das klienicum vernommen haben. Wer sogar amerikanische Hype-Postillen nach Musik durchforstet, wird bei Pitchfork Notiz genommen haben. Die zurecht als aufgehender …
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