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Artikel getagged als: Review

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[9 Mär 2010 | Kein Kommentar | ]
Zwischen den Stühlen – Erik Penny Es gibt Platten, die man zum falschen Zeitpunkt hört. Dann denke ich mir meinen Teil, nenne die Chose bestenfalls nett oder – weniger schmeichelhaft – belanglos. Als ich zum ersten Mal Bend von Erik Penny lauschte, hielt sich meine Begeisterung in Grenzen. Ich war nicht etwa angewidert oder über die Maßen gelangweilt, aber die Songs veranlassten mich auch nicht zu Begeisterungsstürmen. Nun ein paar Wochen später verirrte sich die CD wieder in meinen Player, als bewusst gewählte leichte Kost, denn nicht immer steht mir an meinen freien Tagen der Sinn …

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[7 Mär 2010 | 3 Kommentare | ]
Unmüffeliges Dark Horse – The Blue Angel Lounge Wenn schon retro, dann kann man auch gleich eine wichtige musikalische Epoche neuinterpretieren. Die Einfaltspinsel wählen die 80-er, clevere Musiker fokussieren sich auf die sechziger Jahre. Und genau diesen Ausgangspunkt wählt die deutsche Band The Blue Angel Lounge, deren selbstbetiteltes Debüt im Januar 2010 nun europaweit veröffentlicht wurde. Tatsächlich wirkt das psychedelische Sound-Gerüst der Formation kompakt und trotz der Referenzen an eine gute alte Zeit alles andere als abgedroschen. Dazu gesellt sich ein kleine Prise Shoegaze – womit wir also doch wieder in den Achtzigern wären. Ohne jedweden Kokolores erreichen …

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[28 Feb 2010 | Kein Kommentar | ]
Fast alle Tassen im Schrank – Xiu Xiu Manchmal rankt sich Irritation zur Kunstform hoch, sodass die prosaische Regung des Rezipienten nur in einem ungläubigen Schlackern mit den Ohren besteht, einhergehend mit dem Zweifel, ob der Künstler noch alle Tassen im Schrank hat. Doch Provokation kann phantasielos plakativ meucheln, oder hingegen ungemein auf verstörende Weise liebenswert betören. Und in exakt dieser Manier hantelt sich Xiu Xiu mit Dear God, I Hate Myself ins Herz des Hörers. Mastermind Jamie Stewart bricht Konventionen, trotz avantgardistischen Zugangs sowie vehementer textlicher Überspitzung wird man nicht müde, der Faszination seines sperrigen Werks zu …

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[26 Feb 2010 | 2 Kommentare | ]
Loslösung von den Fesseln der irdischen Existenz – Johnny Cash Heute wäre Johnny Cash 78 Jahre alt geworden. Und ebenfalls heute wird sein Monument um einen weiteren Sockel emporgehoben, erscheint in Deutschland doch der letzte Teil der American-Recordings-Reihe, die sein kongenialer Produzent Rick Rubin nun zu einem denkwürdigen Ende führt. American VI: Ain’t No Grave präsentiert die letzten Aufnahmen einer von Krankheit gezeichneten Legende, die bis zum Tode in absoluter Höchstform agierte. Trotz – oder vielleicht sogar wegen – körperlicher Defizite, die sich in einer brüchigen Stimme offenbaren, wirkt die Botschaft umso eindringlicher, voll Weisheit, letzte Reflexionen eines um das …

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[24 Feb 2010 | 3 Kommentare | ]
Die verquer-verquasteten Kapricen einer Joanna Newsom Irgendwie erinnert mich Have One On Me von Joanna Newsom an Szenen aus Tim Burtons Film Mars Attacks!, als ein Country-Lied die Gehirne der außerirdischen Invasoren zum Platzen bringt und somit die Erde vor der Inbesitznahme durch fiese Kreaturen rettet. Auch Newsoms neues Werk besitzt Folterwerkzeugpotential, wenngleich in diesem Fall geschmacksichere Hörer als Opfer auserkoren wurden. Dass das neue Werk gleich 3 CDs füllt, mag auf den ersten Blick als besonderer Akt von Perfidität erscheinen, entpuppt sich jedoch als nebensächlich, da man bereits nach dem ersten Drittel entkräftet die Segel …

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[23 Feb 2010 | Kein Kommentar | ]
Review: Scanners – Submarine Die Scanners vollbringen das Kunststück trotz  Retro-Sound frisch zu klingen und läuten für mich in diesem Jahr musikalisch gesehen den Frühling ein. Achtung: Nach dieser Ein-Satz-Review folgt eine hemmungslose Lobhudelei! Denn: Kaum einer Band gelingt es so gut, Blondie-esquen New Wave zu assimilieren, sich beim Post-Punk zu bedienen und die bewährten Zutaten zu etwas Neuem, Eigenen zu verweben. Zwei als Geschenk dargereichte Kostproben wurden uns bisher vom neuen Album auf dem Silbertablett serviert. We Never Close Our Eyes (Download hier) hat Kraft und Potential ganze Indie-Disco-Floors zu füllen. Wer zu Metrics …

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[22 Feb 2010 | Kein Kommentar | ]
Spagat zwischen gefälligen Melodien und spitzzüngigem Songwriting – Clem Snide Die US-Band Clem Snide gibt ein prima Beispiel dafür ab, wie eine Formation, die wohl immer ein wenig zu sehr mit sich selbst beschäftigt scheint, trotz einiger Jahre im Musikgeschäft und ausnehmend gutem, sehr speziellem Songwriting nie den absoluten Durchbruch zu schaffen vermag. Schade, denn die neue Scheibe The Meat of Life erfüllt alle Anforderungen, um als wahres Kleinod den Liebhaber tief- wie eingängiger Musik zu erfreuen. Eine sanfte Melancholie paart sich mit Ironie, zeitlos warme, wunderbar altmodisch umgesetzte, niemals sterile Melodien bestechen. Eef Barzelays Stimme wirkt keinesfalls überdurchschnittlich markant oder …

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[21 Feb 2010 | 3 Kommentare | ]
Review: The Postmarks – Memoirs At the End Of the World Ein halbes Jahr hat es gedauert, bis die Erinnerungen vom Ende der Welt den Ozean überquerten und nun auch in unseren Breiten offiziell veröffentlicht wurden. Das Offensichtlichste wurde schon im vergangenen Sommer und jetzt im eisverkrusteten Deutschland geschrieben: Die Platte klingt genauso wie das Album-Cover verspricht und die Songs erscheinen wie vertonte Szenen aus James Bonds Agentenleben. Namen von großen Filmkomponisten werden fallen gelassen: John Barry (James Bond), Henri Manchini (Frühstück bei Tiffany) und last but not least Ennio Morricone (Spiel mir das Lied vom Tod), großes Kino also. Was …

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[20 Feb 2010 | Kein Kommentar | ]
Nahezu al dente – Ich und mein Tiger Denk ich an Gitarren-Pop der akustischen Sorte mit deutschen Texten versehen, dann schweben vor meinem geistigen Auge die Schemen von Pädagogik-Studenten herum, die Weltverbesserung noch als bierernstes Ideal erachten und Musik als Mittel der Belehrung verinnerlicht haben. Aus diesem Vorurteil heraus zwirbelten sich meine Augenbrauen, als mir vor einigen Wochen die CD einer Bremer Band samt Presseinfo ins Haus flatterte. Wer sich im Brustton der Überzeugung zur Sprache Goethes und Klampfensound bekennt, dem schwappt meine Skepsis entgegen. Doch Ich und mein Tiger gehören zu den rühmlichen Ausnahmen. Das Ende Oktober …

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[17 Feb 2010 | Kein Kommentar | ]
Nicht zu Tode zu sezieren – Jaga Jazzist Man kann manch Album zu Tode sezieren, in diverse Einflüsse aufsplittern, solange bis man mit vielen Worten die Originalität des Werkes bricht. Bei One-Armed Bandit von Jaga Jazzist verbietet sich solch ein Ansinnen, mehr noch ist es zum Scheitern verurteilt. Bei aller Würdigung der vielfältigen Inspirationen dieser Scheibe, kommt man dennoch nicht umhin, die eigenständige Dichte anzuerkennen, die ein hochgradig unterhaltsames Stück Musik beschert und mit jeder Note die Freude am Spiel verrät. Allgemein lässt sich die norwegische Formation dem Nu Jazz zurechnen, doch der an und für sich schon …