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Artikel getagged als: Review

Alben 2009, Featured »

[10 Sep 2009 | Kein Kommentar | ]
Electropop Babes Part III: Marsheaux – Lumineux Noir Eines vorab, da sitzt ne zurecht beleidigte Diva mit im Lie-In-The-Sound-Club. Die Grande Dame des Electropops lasse ich schon ne Weile warten – irgendwie hat sie es nicht ganz geschafft, mich mit ihrem Lasso einzufangen. Nur so ein bisschen und nur an manchen Tagen. Mein virtuelles Ich hat durchaus auch launenhaft divaesque Züge, im echten Leben bin ich natürlich total bodenständig und NIE zickig, versteht sich. Im so echt wirklichen Leben muss ich aber auch in der passenden  Laune für Electropop/Synthpop sein und das gelingt nur einer Band immer: Ladytron. Zur …

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[8 Sep 2009 | Kein Kommentar | ]
Unaufgetakelte Wohlfühl-Leckerbissen – Kristin Asbjørnsen Ab 16. September tingelt ein Dame durch Deutschland, deren Stimmlichkeit exquisite Schlichtheit innewohnt. Dies erscheint insofern bemerkenswert, als dass die meist jazzige Note ihrer Lieder ja prinzipiell zu allerlei Schandtaten einlädt. Doch kein lautstarker, aufgetakelter Gesang ziert ihre Lippen, vielmehr konzentriert sich Kristin Asbjørnsen auf die Nuancen des Ausdrucks. Ob bluesiges Krächzen oder sinnliche Lieblichkeit, die Norwegerin beherrscht den Spagat. Vor 3 Monaten erschien ihre neue CD The Night Shines Like The Day, nun folgen Auftritte in hiesigen Breiten. Asbjørnsens Lieder bestechen durch detailreiche Kompositionen und Arrangements, die eine breite Palette …

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[3 Sep 2009 | Kein Kommentar | ]
Electropop-Babes Part 1: UH HUH HER Da lehnen zur Zeit einige Electropop-Babes an der Lie In The Sound-Bar und warten drauf von mir ins Rampenlicht gestellt zu werden. Diverse Britpopper versuchen derweil meine Aufmerksamkeit in rockiger Gefilde zu lenken, rüpeln hier und da, oder blicken einfach nur melancholisch – ich lasse die Jungs mal stehen und widme mich lieber der illustren Frauenrunde. UH HUH HER sind eine Sünde wert. Ein bisschen kitschiger, schwelgerischer Electropop, wie gemacht für den Soundtrack einer US-Frauenserie und genau daher kennen auch manche eine Hälfte des Duos: Leisha Hailey verkörpert in der …

Alben 2008, Featured, ♫ Mp3 ♫ »

[3 Sep 2009 | Kein Kommentar | ]
Yesterday Was OK – Today Is Dramatic: (K)ein Abgesang auf múm Zugegeben, wenn gleich das Debüt einer Band ein markerschütterndes Ausrufezeichen setzt, dann werden alle folgenden Werke zwangsläufig an eben jener Markerschütterung gemessen. Mit Yesterday Was Dramatic – Today Is OK gelang der isländischen Gruppe múm eines der 10 aufregendsten Alben dieses Jahrzehnts. 10 Tracks, die allesamt – ohne Ausnahme – an Genialität nicht zu überbieten waren, bescherten eine elegant-kindliche, verspielt-komplexe Verträumung, die bei aller Raffinesse unüberbietbare Leichtigkeit servierte. Zusammen mit Gunnar Örn Tynes und Örvar Þóreyjarson Smárason sorgten die Zwillinge Gyða und Kristín Anna Valtýsdóttir für wunderbarstes Staunen, bildete dieses Gespann …

Alben 2009 »

[2 Sep 2009 | 2 Kommentare | ]
Dem Ärgernis von der Schippe gesprungen – Jay Brannan Eigentlich eine kleine Tragödie. Da greift ein junger, fescher Bursch zur Klampfe, um den Mädels seine emotionale Schokoladeseite zu präsentieren, und überhäuft sich derart maßlos mit Zuckerguss, dass eine jede figurbewusste junge Dame einem Zuckerschock zum Opfer fällt. Heute will ich deshalb Jay Brannan die Leviten lesen. Der in Texas aufgewachsene und mittlerweile in New York lebende Singer-Songwriter veröffentlicht soeben das Album In Living Cover, auf welchem er sich der verhuschten Neuinterpretation von Klassikern verschrieben hat. Meine schier unendliche Güte vermag auch dieser CD positive Seiten abzugewinnen, allerdings soll auch …

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[29 Aug 2009 | Kein Kommentar | ]
Ungeschlüpfte Ohrwürmchen – Dolores O’Riordan Es bleibt ein schaler Beigeschmack, wenn eine Sängerin im Zuge der Promotion für ihr soeben veröffentlichtes, zweites Solo-Album eine anstehende Tour einfach absagt und stattdessen die Wiederbelebung ihrer alten Band ankündigt. Vertraut die werte Dame ihren eigenen Kompositionen nicht so ganz? Oder tourt es sich im Bandgefüge einfach besser? Für Dolores O’Riordan, ehemalige Frontfrau von The Cranberries,  mag dieser Schritt freilich Sinn machen. So bezaubernd ihre Stimme nach wie vor tönt und so berückend einige Momente auf No Baggage auch sind, letztlich fehlen dem neuen Werk meist nachhaltig wirkende Melodien. Man …

Alben 2009, Berlin »

[26 Aug 2009 | 4 Kommentare | ]
Unverschlumpft und gefühlsecht – Mein Mio Deutschsprachige Lieder zu hören – das ist für mich meist nicht minder schmerzhaft als das dämonische Sirren eines gezückten Zahnarztbohrers. Während die englische Sprache schlichte und deutungsoffene Präzision anbietet, fühlt sich in hiesigen Breiten jeder sofort zum kongenialen Schwippschwager Goethes berufen. Pseudointellektuelle Texte dürfen nie das Ende der Fahnenstange sein. Ab und an gibt es tatsächlich auch erfrischend intelligent-einprägsame Ansätze, die man nicht oft genug anhören mag. Es gibt abseits vom nervig-verschlumpften Geschrammel von Angelika Express und und dem überzogenen Marketing-Hype um Jennifer Rostock eine Qualität, die nur darauf lauert, …

Alben 2009, Featured »

[24 Aug 2009 | 2 Kommentare | ]
Becircender Parforceritt – Soulsavers Arrivederci, sommerliche Veröffentlichungsflaute. Ein erster musikalischer Knallfrosch lässt uns vom Dösen unter sengender Sonne hochschrecken und aus dem Brackwasser sommerlichen Seins in die lichten Höhen absoluter Tiefgründigkeit tauchen. Mit dem Album Broken hat das unter dem Namen Soulsavers agierende Produzenten-Duo Ian Glover und Rich Machin einen nahezu perfekten, erbaulich-eleganten Parforceritt auf CD gestemmt, dessen Aushängeschild die in Mark und Knochen fahrende Stimme Mark Lanegans ist. Die vielfältig gestalten Lieder gemahnen im Ausdruck an einen in Höchstform agierenden Nick Cave, schallen predigend und nie penetrant, atmen Düsterkeit und schönste Traurigkeit. Das für …

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[18 Aug 2009 | 3 Kommentare | ]
Mehr als nur Gutmenschenmusik – Tinariwen Das Genre der World Music ist mit Irrtümern behaftet. Nicht jedes turkmenische Rohrpfeifenensemble ist eine Bereicherung für Gehörgänge, ebensowenig wie jedweder Afrikaner mit Trommeln gleich einen Rhythmus-Houdini darstellt. Bloß weil die Musik aus exotischen Breiten und malträtierten Ländern stammt, wohnt den Melodien und dem Spiel nicht zwangsläufig mehr Essenz inne als den tumben Märschen einer betrunkenen bayrischen Blaskapelle. Wenn ich also heute einige Worte über das neue Album von Tinariwen verliere, dann keinesfalls aus irgendeiner Rührseligkeit heraus. Freilich vermag die turbulente Bandgeschichte durchaus die Tränendrüsen zum Überquillen bringen, etwaige Meriten …

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[5 Aug 2009 | 4 Kommentare | ]
Kein Bärendienst Wenn mehr oder weniger musikalische Minderleister Cover-Versionen genialer Hits in die Welt rausröhren, mündet dies gern in kakophonischen Katastrophen. Ab und an jedoch rettet die funkelnde Song-Perle das Unterfangen, übertüncht die Qualität des Songs das mediokre Talent des Interpreten. Oder auch nicht. Scooter beschallen mit ihren Sounds seit Jahren die Dancefloors, liefern den Soundtrack für trunkene, hemmungslos verblödete Partygänger. Dass die Techno-Bande nun ein Werk der Übergötter deutschen Sprechgesangs verhunzen darf – und dies auch noch hochoffiziell und mit dem zynischen Siegel “Tribut” getarnt, wirft ein bezeichnendes Licht auf die …
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