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Artikel getagged als: Singer-Songwriter

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[25 Aug 2011 | Kein Kommentar | ]
Depri-Schnucki – Jacob Faurholt Schwermut ist keine Schande. Nachdenklichkeit und Sentimentalität sind für die künstlerische Betätigung seit je her eine der produktivsten Grundhaltungen. Aus Wehmut erwächst bekanntlich viel Trost, vor allem bei musikalischer Darreichung. Der Singer-Songwriter Jacob Faurholt hat sich bereits mit seinem Werk Are You In The Mood For Love? als Kind von ausgewählter, sacht gemalter Traurigkeit präsentiert. Diese Attitüde steigert der in Berlin lebende Däne auf dem jüngsten Album Dark Hours noch, nicht ohne dabei den einen oder anderen elfentänzelnden Sonnenstrahl einzufangen und derart manch finsteren Stunden den Fluch absoluter Dunkelheit zu …

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[26 Jun 2011 | Ein Kommentar | ]
Ein in den Briefkasten gekullertes Kleinod – Francesca Lago Wir bekommen viel Musik ins Postfach gejubelt und werden oftmals vom Eindruck übermannt, dass zu viele Säue vor uns Perlen geworfen werden. Doch manchmal sieht man sich auch einem Glücksschweinchen gegenüber, mehr noch: einer eierlegenden Wollmilchsau, welche mit musikalischen Trüffeln um sich wirft. Das Album Siberian Dream Map jedenfalls gesellt sich in die recht überschaubare Liste der veritablen Glücksfälle, die sich ungebeten in meinen Briefkasten verirrten. Die Singer-Songwriterin Francesca Lago besticht mit durchwegs robustem, ab und an auch verträumt gefühlsechtem Dream-Pop – und charismalastigem Gesang. Der famose, sirenesk-ohrwürmige Auftakt On …

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[24 Mai 2011 | Ein Kommentar | ]
100 Songs – Teil 11 (Hurricane) Zu Bob Dylan hat jeder Knilch eine Meinung. Ob man sich nun darauf verlegt, einem Monument ans Bein zu pissen, oder aber in weihevoller Anbetung verharrt, Dylan ist eine sauertöpfische Instanz, ein lebendiger Mythos, dessen Makel im Leben besteht, eben weil die Mühen des Alterns den Lack zwangsläufig abblättern lassen. Dylan werkt als eigener Verwalter seines Nachlasses und beschädigt ihn kaum, was wohl seine größte Leistung der letzten 30 Jahre darstellt.  Viel wird über das Dylansche Mysterium geschrieben, oftmals Gewäsch, welches das Offensichtliche unter viel Tamtam zu enthüllen trachtet. Dylans …

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[18 Mai 2011 | Ein Kommentar | ]
Elegant-fatalistische Frühreife – Susanne Sundfør Als dystopisch veranlagter Charakter mag mich ein sinister schön gestricktes Album frohlocken lassen. Heiterkeit und Optimismus, diese unsäglich gutlaunigen Gesellen, mögen sich gefälligst hinten anstellen. Am Ende der Schlange, welches dann nicht länger Pestilenz und Lethargie bilden. Die norwegische Singer-Songwriterin Susanne Sundfør stellt ein schicksalhaft verlorenes Album zur Schau. Das Werk The Brothel schmiegt sich nahtlos in die hohe Kunst skandinavischen Liedermacherkunst ein, greift nach den Sternen. Wo das Firmament oft ein Dach für hochtrabende Träume bildet, wird hier ein Loch gerissen, eine Flucht vor und in Unwirklichkeiten konzipiert. Sundfør beschreitet den …

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[17 Mrz 2011 | 2 Kommentare | ]
Eine Wiese, zwölf Grashüpfer – Sin Fang Ein gutes Album ähnelt dem Mikrokosmos einer Wiese. Bunt sprießen Ideen wie Gräser und Blumen hervor, bahnen sich Instrumente gleich Käfern und Würmern ihren Weg durch das Dickicht der Noten. Im Idealfall vermag eine Platte schillernd aufzublühen und den Betrachter in lange andauerndes Staunen zu bannen. Dies gelingt weniger durch eine einzelne, in voller Blüte stehende Blume inmitten dürrer Flora, eher schon faszinieren eine Vielzahl verschiedener Gewächse und allerlei Insekten, die sie bestäuben, an ihren Blättern knabbern oder in ihnen Netze spinnen. Das Werk Summer Echoes gewährt Einblicke in ein …

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[13 Mrz 2011 | Ein Kommentar | ]
Wow? Mau! – Missincat Wäre das soeben erschienene Album der in Berlin lebenden Singer-Songwriterin Missincat ein Kleidungsstück, es hätte den Hauch von Nichts, den man allgemein einem Negligé zuschreibt. Nun kann ein Spitzennachthemd allerlei Reizvolles enthüllen, dass einem ein Wow von den Lippen zaubert. Oder aber den Blick auf allzu Vertrautes freigeben, an dem man sich lange schon satt gesehen hat. Die neue Platte der hinter dem Namen Missincat werkenden Italienierin Catarina Barbieri möchte Wow tituliert werden, tatsächlich mutet das Werk eher mau an. Es will zur Entspannung verführen, ein wenig tagträumerisch daherflöten – …

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[19 Feb 2011 | Kein Kommentar | ]
(Sc)h(m)erzensangelegenheiten – Rebekka Karijord Abschiede, Sehnsüchte, Liebeswirrungen – sie sind die Butter auf dem täglich Brot des Songwriters. Obwohl wir Menschen uns ins Herzensangelegenheiten gerne zum Affen machen, Blicke des Begehrens im Laufe der Zeit Grimassen der Enttäuschung weichen, Rinnsale an Tränen zu heulenden Flüssen anschwellen, die Stirn ob des Grübelns durchfurchter gerät, sind wir Masochisten genug, auch in der Musik Freude und Qual der Liebe allzu gerne mitzufühlen. Wir dürsten regelrecht danach, unsere eigenen Emotionen durch das Hören von Liedern bestätigt  – und sogar – konterkariert zu wissen. So wie ein in aller …

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[9 Feb 2011 | 3 Kommentare | ]
Nicht immer im Schmuddel des Pop-Rock-Durchschnitts – Timo Räisänen Die werte Kollegin Eva-Maria vom lesenswerten Polarblog hielt dieser Tage meiner ungestümen Lobrede auf Joel Alme einen weiteren schwedischen Singer-Songwriter entgegen, Timo Räisänen nämlich. Tatsächlich gehen deren Parallelen über die Herkunft hinaus, veröffentlichten beide ihre jüngsten Werke auf Razzia Records, teilen das Faible für gestrigen Pop – ohne dabei gängige Retro-Trends zu bedienen. Doch während Alme sein Album tatsächlich in den Anfängen der sechziger Jahre verortet, durchstöbert Räisänen den musikalischen Bestand mehrerer Jahrzehnte, meist ohne nennenswertes Resultat. Manche der Lieder gemahnen an Song Contest-Tracks vergangener Zeiten, denen der heutige Trash-Faktor …

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[4 Feb 2011 | Kein Kommentar | ]
Musikalischer Zauberwürfel – Adam Donen Manch Album bekomme ich einfach nicht zu fassen. Wie ich es auch drehe und wende, sobald ich Hand anlege, entpuppt es sich als musikalischer Zauberwürfel. Dem aus Südafrika stammenden und in London weilenden Singer-Songwriter Adam Donen ist es mit seinem Werk Immortality gelungen, mich ein wenig kirre zu machen. Nicht etwa, weil es unmöglich in eine Schublade zu verfrachten wäre. Wir haben es hier mit nett ausstaffiertem Folk zu tun, der als Bühne für pittoresk-altmodisch fabulierte, referenzenreiche Poeme dient. Donen zitiert Goethe auf Deutsch(!), fürchtet generell keinerlei Bedeutungsschwere, mengt seinen …

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[22 Jan 2011 | 8 Kommentare | ]
Unzeitgeistige Eleganz – Joel Alme Musikalische Präferenzen verraten viel über den eigenen Charakter. Rüpel und angehende Knastbewohner arschlochen gut zu protzigem Rap, Unterschichtengemüter bevorzugen Kitsch & Glamour mit plakativen wie flachen Emotionen, aufmüpfige Nerds vergehen in angesagter Indie-Attitüde. Unterkühlte Intellektuelle schließlich lauschen einer Joanna Newsom, wohl deshalb, weil ihre Stimme den perfekten Kulminationspunkt für die Unerträglichkeit des Seins bedeutet. Obwohl ich mich im Bezug auf Musik als geschmacklichen Tausendsassa erachte, kann ich mein Faible für einen warmen, zeitlos eleganten Singer-Songwriter-Sound schwerlich verhehlen. Welches Selbstbild mir dieser Umstand wohl aufdrängt, das würde die gebotene Kürze sprengen. …
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